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Zuletzt aktualisiert: 31. März 2021

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich arbeitslos werde? Muss ich von einer privaten zu einer gesetzlichen Krankenversicherung wechseln? Und wer bezahlt meine Krankenversicherung während der Arbeitslosigkeit?

Diese Fragen stellen sich viele der über 2 Millionen Arbeitslosen in Deutschland (1). Um die Ungewissheiten auszuräumen, haben wir zum Thema Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung recherchiert. In diesem Artikel präsentieren wir dir die Ergebnisse dieser Recherche und liefern dir die Antworten auf die wichtigsten Fragen.




Das Wichtigste in Kürze

  • In der Regel musst du, wenn du arbeitslos bist, bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen du privat versichert bleiben kannst.
  • Wenn du Arbeitslosengeld I beziehst und privat krankenversichert bleiben willst, musst du dich von der Versicherungspflicht befreien. Die Agentur für Arbeit erstattet deiner Krankenversicherung dann den Betrag, der für die gesetzliche Krankenversicherung anfallen würde.
  • Beim Bezug von Arbeitslosengeld II kannst du privat versichert bleiben, wenn du bereits vor der Arbeitslosigkeit bei einer privaten Krankenversicherung warst. Das Arbeitsamt bezahlt in diesem Fall deiner Krankenversicherung die Hälfte des Basistarifs.

Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit: Was du wissen solltest

Im Zusammenhang mit dem Thema Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung gibt es viele Fragen, die immer wieder auftauchen. Die Unklarheit ist groß, wenn es darum geht, was mit der Krankenversicherung geschieht, wenn man arbeitslos wird. Um mit dieser Unsicherheit aufzuräumen, haben wir die wichtigsten Fragen herausgesucht und im Folgenden beantwortet.

Ändert sich etwas an der Kran­ken­ver­si­che­rung, wenn ich arbeitslos werde?

In der Zeit, in der du arbeitslos bist, bist du versicherungspflichtig. Bei Arbeitslosigkeit wirst du deshalb automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert.

Wenn du zuvor privat krankenversichert warst, kann eine andere Regelung gelten. Im Normalfall musst du jedoch in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Dabei gibt es Unterschiede, die davon abhängig sind, ob du Arbeitslosengeld I oder II beziehst.

Was ändert sich beim Bezug von Arbeitslosengeld I?

Wenn du Arbeitslosengeld I (ALG I) beziehst, bist du versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung (2). Falls du bereits vor deiner Arbeitslosigkeit gesetzlich versichert warst, kannst du bei deiner Krankenversicherung bleiben oder die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

Wählst du deine Kranken-versicherung nicht selbst aus, wird dir eine zugewiesen.

Falls du vor der Arbeitslosigkeit privatversichert warst, musst du in der Regel in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Dabei kannst du auswählen in welche gesetzliche Krankenversicherung, du eintreten willst. Solltest du deine Wahl nicht selbstständig treffen, wird die Arbeitsagentur eine Krankenversicherung für dich aussuchen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht zu befreien. So kannst du privatversichert bleiben. Dazu musst du in den ersten 3 Monaten nach Erhalt des ersten Arbeitslosengeldes einen Antrag stellen (3). Wenn du privatversichert bleibst, übernimmt die Agentur für Arbeit aber nicht den gesamten Betrag, sondern bezahlt nur so viel, wie der Pflichtbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung wäre.

Was ändert sich beim Bezug von Arbeitslosengeld II?

Wer Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezieht, fällt unter die Versicherungspflicht. Wenn du bereits vor deiner Arbeitslosigkeit gesetzlich versichert warst, bleibst du bei derselben gesetzlichen Krankenversicherung.

Falls du vor deiner Arbeitslosigkeit privatversichert warst, kannst du nicht in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Deine private Krankenversicherung ist in diesem Fall dazu verpflichtet, dich zum Basistarif zu versichern. Das Arbeitsamt bezahlt dann die Hälfte dieses Beitrags.

Wer bezahlt die Krankenversicherung, wenn ich arbeitslos gemeldet bin?

Die Kosten für die Krankenversicherung werden in der Regel vom Amt übernommen. Dazu ist es unerlässlich, dass du dich zuerst arbeitslos meldest. Das Amt übernimmt die Kosten für die Krankenversicherung erst dann, wenn du von der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter Arbeitslosengeld erhältst.

Welchen Beitrag das Amt an deine Krankenversicherung zahlt, ist davon abhängig, ob du privat oder gesetzlich versichert bist. Auch, ob die Arbeitslosengeld I oder II beziehst, spielt eine Rolle. In der folgenden Tabelle wird übersichtlich dargestellt, wie viel du erhältst, je nachdem in welche Kategorie du fällst.

Art der Versicherung Übernahme des Krankenversicherungsbeitrags
Gesetzlich versichert Kosten werden vollständig übernommen
Privat versichert (ALG I) Ein Teilbetrag in der Höhe des Pflichtbeitrags für die gesetzliche Krankenversicherung wird übernommen
Privat versichert (ALG II) Die Hälfte des Basistarifs der privaten Krankenversicherung wird übernommen

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass deine Kosten für die Krankenversicherung vollständig übernommen werden, wenn du gesetzlich versichert bist. Bleibst du während der Arbeitslosigkeit hingegen privat versichert, bezahlt das Amt nur einen Anteil des Krankenkassenbeitrags.

Wer bezahlt die Krankenversicherung, wenn ich arbeitslos bin, aber keine Bezüge erhalte?

Dass du keine Leistungsbezüge erhältst, wenn du arbeitslos bist, kann verschiedene Gründe haben.

Dies kann geschehen, wenn du in den 2 Jahren vor deiner Arbeitslosigkeit nicht während mindestens 12 Monaten sozialversicherungspflichtig gearbeitet hast. Auch dass der Partner zu gut verdient oder zu viel Vermögen vorhanden ist, können Gründe dafür sein, dass kein Arbeitslosengeld ausbezahlt wird.

arbeitslos Krankenversicherung

Bekommst du kein Arbeitslosengeld, wirst du in der Regel auch bei der Krankenversicherung nicht finanziell durch den Staat unterstützt. (Bildquelle: unsplash / Markus Spiske)

Wenn du arbeitslos bist, aber keine Leistungen beziehst, erhältst du auch keine staatliche, finanzielle Unterstützung bei der Krankenversicherung. Dies gilt jedoch nicht, wenn es sich bloß um eine vorübergehende Sperrfrist handelt. In diesem Fall werden die Beiträge für die Krankenversicherung trotzdem übernommen.

Bei Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug bist du dennoch gesetzlich dazu verpflichtet, versichert zu bleiben. Du musst dich daher freiwillig bei einer Krankenversicherung anmelden.

Wer kann bei Arbeitslosigkeit privat krankenversichert bleiben?

Im Normalfall musst du, wenn du Arbeitslosengeld beziehst, in eine gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Es gibt aber Möglichkeiten, wie du weiterhin privat krankenversichert bleiben kannst (4).

Privat krankenversichert bleiben beim Bezug von Arbeitslosengeld I

Eine Voraussetzung, um die private Krankenversicherung zu behalten, ist, dass du vor der Arbeitslosigkeit bereits während 5 Jahren komplett privat krankenversichert warst (5). Ist dies der Fall, kannst du dich von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Um privat versichert zu bleiben, musst du dich von der Versicherungs-pflicht befreien.

Zu diesem Zweck musst du innerhalb von 3 Monaten, nachdem du beginnst Arbeitslosengeld zu beziehen, einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht stellen. In den ersten 2 Wochen kannst du die Befreiung von der Versicherungspflicht bei jeder beliebigen gesetzlichen Krankenversicherung beantragen. Ist diese Frist verstrichen, musst du dich bei der dir zugewiesenen Krankenversicherung melden.

Bei einem erfolgreichen Antrag erhältst du von der Krankenversicherung eine Bestätigung. Diese Bestätigung übermittelst du an die Arbeitsagentur und dann kannst du bei deiner privaten Krankenversicherung bleiben. In diesem Fall bezahlt die Agentur für Arbeit einen Beitrag an die Gebühren der Krankenversicherung (6). Dieser Anteil entspricht der Summe, die du erhalten hättest, wenn du gesetzlich versichert worden wärst.

Beachte die zeitlichen Fristen. Stellst du deinen Antrag nicht rechtzeitig, gibt es keine Möglichkeit mehr, dich von der Versicherungspflicht zu befreien.

Besondere Aufmerksamkeit solltest du darauf legen, die zeitlichen Fristen einzuhalten. Stellst du deinen Antrag nicht innerhalb von 3 Monaten, gibt es keine Möglichkeit mehr, dass du dich von der Versicherungspflicht befreist.

In der Regel gilt die Befreiung rückwirkend ab dem Zeitpunkt der Versicherungspflicht. Solltest du jedoch in der Zwischenzeit bereits Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung bezogen haben, gilt die Befreiung erst einen Monat nach dem Stellen des Antrags.

Privat krankenversichert bleiben beim Bezug von Arbeitslosengeld II & Spezialfälle

Wenn du Arbeitslosengeld II beziehst und zuvor privatversichert warst, musst du nicht zu einer gesetzlichen Krankenversicherung wechseln (7). Du kannst einen Antrag auf einen Zuschuss an die private Krankenversicherung stellen.

Wird dieser angenommen, bezahlt das Arbeitsamt die Hälfte des Höchstbetrags für den Basistarif der privaten Krankenversicherung (8). Die Krankenversicherung ist in diesem Fall verpflichtet, dich zum Basistarif zu versichern.

Es gibt auch Spezialfälle. Personen, die über 55 Jahre alt sind und vor ihrer Arbeitslosigkeit während mindestens 5 Jahren privatversichert waren, bleiben auch während der Zeit der Arbeitslosigkeit bei einer Privatversicherung. Selbst wenn sie wollten, könnten sie nicht in die gesetzliche Versicherung wechseln.

Muss ich meine Krankenversicherung informieren, wenn ich arbeitslos werde?

Im Generellen gilt, informiere deine gesetzliche oder private Krankenversicherung, über deine Arbeitslosigkeit. Der Arbeitgeber ist zwar verpflichtet, deine Arbeitslosigkeit der Krankenkasse mitzuteilen. Hierbei kann es aber zu Verzögerungen kommen. Um den Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten, ist es daher wichtig, den geänderten Status der Krankenversicherung mitzuteilen.

Grundsätzlich gilt: Informiere deine Krankenversicherung über deine Arbeitslosigkeit, damit keine Verzögerungen entstehen.

Nach Beginn der Versicherungspflicht hast du 2 Wochen Zeit, um eine gesetzliche Krankenversicherung zu wählen. Wenn du dich bei einer gesetzlichen Krankenversicherung angemeldet hast, erhältst du eine Mitgliedsbescheinigung. Diese legst du dann der Agentur für Arbeit vor.

Solltest du dich nicht selbst um die Wahl einer gesetzlichen Krankenversicherung kümmern, versichert dich die Agentur bei der gesetzlichen Krankenversicherung, bei der du zuletzt warst. Warst du zuvor nie gesetzlich versichert, wählt die Agentur für Arbeit eine Krankenversicherung für dich aus.

arbeitslos Krankenversicherung

Wenn du deine private Krankenversicherung rechtzeitig informiert hast, ist diese verpflichtet deinen Vertrag rückwirkend zu kündigen. (Bildquelle: unsplash/ Cytonn Photography)

Wichtig ist, dass du beim Wechsel von einer privaten in eine gesetzliche Krankenversicherung deine private Krankenversicherung informierst. Diese Meldung muss innerhalb einer bestimmten Frist geschehen. In der Regel sind das 3 Monate.

Hast du eine gesetzliche Krankenversicherung gewählt und deine private Krankenversicherung über deine Arbeitslosigkeit informiert, ist diese verpflichtet, deinen Vertrag vorzeitig aufzuheben. Hast du die Meldefrist eingehalten, wird der Vertrag dann rückwirkend auf den Beginn der Versicherungspflicht gekündigt.

Meldest du dich jedoch nicht bei deiner privaten Krankenversicherung, musst du weiterhin Beiträge an die private Krankenversicherung leisten, auch wenn du zusätzlich gesetzlich versichert bist.

Wird meine Krankenversicherung bei einer Sperrzeit bezahlt?

Die Gründe für eine Sperrzeit bei der Arbeitslosenkasse sind vielfältig. Die 3 wichtigsten sind (9):

  • Verspätete Meldung: Meldest du deine Arbeitslosigkeit zu spät, kann es zu einer Sperre von einer Woche kommen.
  • Meldeversäumnis: Kommst du einer Aufforderung der Agentur für Arbeit, dich zu melden oder einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen, nicht nach, beträgt die Sperrfrist eine Woche.
  • Arbeitsaufgabe ohne wichtigen Grund: Hast du von dir aus gekündigt und kannst keinen triftigen Grund dafür angeben, beträgt die Sperrzeit meistens 12 Wochen.

Wenn du deinen Job selbst gekündigt hast und deshalb in die Sperrfrist fällst, übernimmt die Agentur für Arbeit während dieser Zeit trotzdem die Kosten für deine Krankenversicherung. Dabei gilt es aber zu beachten, dass die Krankenversicherungsbeiträge erst ab dem zweiten Monat nach Meldung der Arbeitslosigkeit bezahlt werden.

Warst du bereits vor der Arbeitslosigkeit pflichtversichert, kommen in diesem Fall keine zusätzlichen Kosten auf dich zu. Warst du hingegen vor der Arbeitslosigkeit freiwillig versichert, kann es sein, dass du im ersten Monat die Kosten für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung noch aus der eigenen Tasche bezahlen musst.

Bin ich krankenversichert, wenn ich nach dem Studium oder der Ausbildung arbeitslos werde?

Wenn du nach dem Studium Arbeitslosengeld II beziehst, bist du versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten für deine Krankenversicherung werden dann vom Jobcenter übernommen.

Hast du in den letzten 2 Jahren während mindestens 12 Monaten in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt, kannst du Arbeitslosengeld I beziehen und bist dadurch in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig. Die Agentur für Arbeit kommt in diesem Fall für die Kosten deiner Krankenversicherung auf.

Warst du während deines Studiums versicherungsfrei als Werkstudent tätig, wirst du wahrscheinlich nicht den notwendigen Betrag einbezahlt haben. In diesem Fall musst du dich freiwillig gesetzlich oder privat versichern. Dies gilt für alle ehemaligen Studenten, die nach dem Studium arbeitslos sind, aber keine Leistungen beziehen können.

Habe ich Anspruch auf eine Familienversicherung, wenn ich arbeitslos bin?

Wenn du dich aufgrund der Arbeitslosigkeit bei einer gesetzlichen Krankenversicherung anmeldest, kannst du von der kostenfreien Familienversicherung profitieren.

Auf diese Weise kannst du deine Kinder, deinen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner kostenlos mitversichern. Dies ist ein großer Vorzug gegenüber der privaten Krankenversicherung, bei der jedes zusätzliche Familienmitglied extra versichert werden muss.

Ein großer Vorteil einer gesetzlichen Krankenversicherung ist, dass du deine Familienmitglieder kostenlos mitversichern kannst.

Um deine Familienmitglieder mitzuversichern musst du bei deiner Krankenversicherung einen Antrag stellen und einen Fragebogen beantworten (10). Es gibt verschiedene Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung Anspruch auf eine Familienversicherung zu haben. Dazu gehören:

  • Wohnsitz: Das zu versichernde Familienmitglied muss in Deutschland wohnhaft sein.
  • Nicht versicherungspflichtig: Das zu versichernde Familienmitglied darf nicht versicherungspflichtig sein. Ist das Familienmitglied zum Beispiel selbst arbeitslos und bezieht Arbeitslosengeld I, ist es pflichtversichert und kann nicht in die Familienversicherung aufgenommen werden.
  • Nicht versicherungsfrei: Ist das zu versichernde Familienmitglied versicherungsfrei, ist eine Mitversicherung in der Familienversicherung ausgeschlossen.
  • Nicht hauptberuflich selbstständig: Wendet das Familienmitglied mehr als 18 Stunden pro Woche für eine selbstständige Tätigkeit auf, kann es nicht in die Familienversicherung aufgenommen werden.

Dabei dürfen die Mitversicherten eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten, um in die Familienversicherung aufgenommen werden zu können. Auch wenn ein Elternteil privat versichert ist und ein hohes Einkommen generiert, können die Kinder nicht kostenlos mitversichert werden.

Muss ich während der Elternzeit die Krankenversicherung selbst bezahlen?

Du musst während der Elternzeit keine Beiträge an die Krankenversicherung bezahlen, wenn du in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert oder familienversichert bist und kein Einkommen hast.

Arbeitest du aber während der Elternzeit Teilzeit und erwirtschaftest somit andere Einnahmen als das Elterngeld, bist du verpflichtet zusammen mit deinem Arbeitgeber einen Beitrag an die Krankenversicherung zu leisten.

Falls du freiwillig versichert bist, musst du für die Dauer der Elternzeit die Krankenversicherung selbst bezahlen. Auch wenn du privatversichert bist, musst du die Kosten für die Krankenversicherung selbst tragen.

Fazit

Wenn du Arbeitslosengeld erhältst, wirst du vom Staat bei der Krankenversicherung finanziell unterstützt. In der Regel musst du dich beim Bezug von Arbeitslosengeld bei einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) anmelden. Dabei wird der gesamte Pflichtbeitrag für die GKV von der Agentur für Arbeit übernommen.

Es gibt auch Möglichkeiten privat versichert zu bleiben. Bei Bezug des Arbeitslosengeldes I erstattet die Agentur für Arbeit deiner Krankenversicherung dann aber nur den Pflichtbeitrag, der für die GKV anfallen würde. Bleibst du privat versichert und beziehst Arbeitslosengeld II, erhältst du einen Zuschuss für deine Krankenversicherung. Dieser entspricht der Hälfte des Basistarifs.

Bildquelle: Popov/ 123rf

Einzelnachweise (10)

1. Bundesagentur für Arbeit zitiert nach de.statista.com. Arbeitslosenzahl in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2005 bis 2021. Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

2. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 5 Abs.1 Nr. 2. Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 8 Abs. 2. Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

4. Bundesagentur für Arbeit: Übernahme und Erstattung von Beiträgen zur Kranken-, Pflege-oder Rentenversicherung bei Befreiung von der Versicherungspflicht bzw. bei Versicherungsfreiheit für Bezieher von Arbeitslosengeld. Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

5. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 8 Abs. 1. Nr. 1a. Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

6. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 258. Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

7. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 5 Abs. 5a. Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

8. Bundesagentur für Arbeit: Zuschuss zu den Versicherungsbeiträgen der Kranken- und Pflegeversicherung (§ 26 SGB II). Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

9. Bundeszentrale für politische Bildung: Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld nach Grund. Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

10. GKV-Spitzenverband: Einheitliche Grundsätze zum Meldeverfahren bei Durchführung der Familienversicherung (Fami-Meldegrundsätze) vom 28. Juni 2011. Abgerufen am 17.03.2021.
Quelle

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Bundesagentur für Arbeit zitiert nach de.statista.com. Arbeitslosenzahl in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2005 bis 2021. Abgerufen am 17.03.2021.
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Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 5 Abs.1 Nr. 2. Abgerufen am 17.03.2021.
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Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 8 Abs. 2. Abgerufen am 17.03.2021.
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Merkblatt
Bundesagentur für Arbeit: Übernahme und Erstattung von Beiträgen zur Kranken-, Pflege-oder Rentenversicherung bei Befreiung von der Versicherungspflicht bzw. bei Versicherungsfreiheit für Bezieher von Arbeitslosengeld. Abgerufen am 17.03.2021.
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Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 8 Abs. 1. Nr. 1a. Abgerufen am 17.03.2021.
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Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 258. Abgerufen am 17.03.2021.
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Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zitiert nach gesetze-im-internet.de. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch § 5 Abs. 5a. Abgerufen am 17.03.2021.
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Merkblatt
Bundesagentur für Arbeit: Zuschuss zu den Versicherungsbeiträgen der Kranken- und Pflegeversicherung (§ 26 SGB II). Abgerufen am 17.03.2021.
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Internetbeitrag
Bundeszentrale für politische Bildung: Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld nach Grund. Abgerufen am 17.03.2021.
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Grundsatzpapier
GKV-Spitzenverband: Einheitliche Grundsätze zum Meldeverfahren bei Durchführung der Familienversicherung (Fami-Meldegrundsätze) vom 28. Juni 2011. Abgerufen am 17.03.2021.
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