Zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2021

Brokerage als Begriff findet am meisten Verwendung im Finanzwesen. Dieser Anglizismus kann in Bezug auf die Vermittlung von diversen Produkten in Verbindung gebracht werden. Mit Brokerage steht ein Broker in einer direkten Verbindung. Aber nicht nur das Brokerage kann auch mittels Banken oder Apps betrieben werden.

Um was genau handelt es sich bei Brokerages, wie viel kostet es und was genau kann gehandelt werden? Dies und vieles mehr stellen wir dir in diesem Artikel in Kürze zusammen. So wirst auch du einen kleinen Einblick in dieses Thema bekommen und vielleicht entscheidest du dich, ein wenig in diese Welt einzutauchen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Brokerages können mit Maklergeschäften verglichen werden, bei dem ein Broker, also ein Makler, für den Kunden gewisse Produkte vermittelt. Diese sind beispielsweise Aktien, Anleihen, Devisen oder auch andere Produkte.
  • Der Preis für die Dienstleistungen können sehr unterschiedlich ausfallen, da diverse Faktoren sich auf den Preis auswirken können. Diese wären unter anderem Depotführungsgebühren, Ordergebühren oder Fremdkostenpauschalen.
  • Brokerages werden mittlerweile auch bei verschiedensten Banken angeboten. Beispiele dafür wären die Apobank, die Postbank, die ING Bank oder auch die Sparkasse. Zusätzlich bekommst du auch guten Service durch die Bankmitarbeiter.

Hintergründe: Was ist Brokerage überhaupt und wie funktioniert es?

Brokerage – ein immer öfter benutzter Begriff im Finanzwesen. Brokerages werden auch immer beliebter und werden auf immer mehr Plattformen und bei diversen Banken angeboten. Dank Brokerages ist es möglich, mit unterschiedlichen Wertgegenständen zu handeln wie beispielsweise Aktien, Wertpapieren oder auch verschiedene Rohstoffe.

Ein Broker, welcher für einen Kunden Brokerages betreibt, bekommt für seine Arbeit normalerweise eine gewisse Gebühr, die sogenannte Vermittlungsgebühr oder auch Courtage.(2, 3)

Die Tätigkeiten eines Brokers können auf das Jahr 1933 in den USA zurückgeführt werden. Dank dem Glass-Steagall-Act wurden in diesem Jahr die Börsen- und Bankengeschäfte zunächst getrennt. Wie du aber in diesem Artikel noch erfahren wirst, bieten auch immer mehr Banken solche Maklergeschäfte wieder an.

Was hat ein Broker mit Brokerage zu tun?

Ein Broker ist ein Anglizismus, welcher einen (Börsen)Makler, einen Vermittler oder einen Zwischenhändler bezeichnet. Im Finanzwesen handelt es sich um eine Person, welche als ein Finanzdienstleister fungiert. Diese arbeitet im Auftrag von Anlegern und übernimmt Aufgaben wie die Vermittlung von Handelsobjekten.

Oft sind dies diverse Börsen. In den meisten Ländern unterliegen jegliche Broker einer Bankenaufsicht. Der Grund dafür ist der Anleger- und der Gläubigerschutz.

Ein Broker muss eine Lizenz besitzen, um im Auftrag einer Person zu handeln.

Ein Broker muss aber nicht unbedingt nur eine einzelne Person sein. Es kann gleichwohl eine Firma sein, welche auf Rechnung eines Anlegers Finanztransaktionen ausführt. Je nach Service kann es sein, dass dir unterschiedliche Marktdaten zur Verfügung gestellt werden.

Auch eine ausführliche Beratung hinsichtlich des Kaufes oder Verkaufes von Produkten kann Teil der Aufgaben eines Brokers sein. Dies hängt davon ab, ob du einen Full Service beantragst oder nur eine Order-Ausführung haben möchtest.

Zusätzlich muss ein echter Broker eine Lizenz haben, um seine Aufgaben auszuführen. Er darf Trades natürlich auch nur dann ausführen, wenn dieser auch dazu beauftragt wird.(1)

Woher kommt der Name Brokerage?

Brokerage ist wie auch Broker ein Anglizismus. Es bezeichnet entweder eine Vermittlung oder auch ein Maklergeschäft. Brokerage als Allgemeinbegriff bezieht sich auf die Dienstleistungen, die ein Broker für einen Kunden macht. Dies kann unter anderem der Handel mit Wertpapieren sein. (2)

Andererseits kommt das Wort Broker ursprünglich von französischen Weinhändlern. Um ihre Weinfässer zu verkaufen, stachen sie die Fässer an. Das französische Wort dafür ist "brocour".

Welche Arten von Brokerages gibt es überhaupt?

Wie du sicherlich schon weißt, können beim Brokerage sehr unterschiedliche Produkte gehandelt werden. Deswegen werden Brokerages in diverse Arten unterteilt, die in der folgenden Tabelle ein wenig näher erläutert werden.

Art Produkte und Erklärung
Aktienbrokerages Wertpapiere
Warenbrokerages Unterschiedliche Waren (commodities)
Versicherungsbrokerages Vermittlung von Versicherungen
Stock-Brokerages In England vertreten, Mitglieder der London Stock Exchange, Kommissionsgeschäfte auf fremde Rechnung, Kontaktherstellung zwischen Jobbern und Dealern
Clearingbrokerages An der European Energy Exchange, Mitglieder des Clearinghauses
Carrying brokerages Sammeln Aufträge von kleineren Brokern
Rohöl-Brokerages Broker ist ein Großhändler, der Benzin, Heizöl, Kerosin oder auch Naphta anbietet.
Prime-Brokerages Fondsvermögen eines Hedgefonds, Einhaltung des Settlements, erleichtern Fremdfinanzierung und Leerverkäufe.
Online-Brokerages Diverse Produkte, jedoch nur online
Discount-Brokerages Kostenführer durch geringe Maklergebühren, keine oder eingeschränkte Anlageberatung.

Das waren alle gängigsten Arten von Brokerages. Je nach Land wird die eine oder die andere Art mehr angeboten als die andere. Auch haben sie dann eine andere Wichtigkeit und Kundenanzahl.

Was kann beim Brokerage gehandelt werden?

Beim Brokerage können diverse Produkte gehandelt werden. Diese strecken sich über Aktien, Anleihen, Devisen über elektrischen Strom und Rohstoffe bis zu Versicherungen und Waren aus. So können sie nicht nur auf Börsen gehandelt werden, sondern auch auf außerbörslichem Handel auftreten.

Wie viel kostet Brokerage?

Der Betrag, den der Kunde dem Broker, der Bank oder der Plattform zahlen muss ist sehr unterschiedlich. Es hängt stark davon ab, welcher Service genau in Anspruch genommen wird, für wie lange dieser Service andauern soll und so weiter.

Es können Depotführungsgebühren, Ordergebühren, Gebühren für Sparpläne, Fremdkostenpauschalen aber auch andere versteckte Gebühren anfallen.

Geld und Bitcoin

Je nach Service, Dauer und Art des Brokerage kann der Preis der Dienstleistung stark variieren. Eine gute Übersicht über die Kosten kann dir sicherlich weiterhelfen. (Bildquelle: Aleksi Räisä / Unsplash)

Aus diesen Gründen lohnt es sich, sich vorab über die möglichen Kosten zu informieren. Vorteilhaft in diesem Fall ist ein Besuch bei der Bank oder auch einen eigenen Broker zu haben, mit dem man sich gut austauschen kann. Dies ist bei Apps, welche Brokerages anbieten nicht immer gegeben.

Was sind zero-commission Brokerages?

Zero-commission Brokerages bezieht sich auf Broker, welche keine Gebühren für ihre Dienstleistungen nehmen. Diese Art von Brokerage wird am häufigsten bei Online-Brokerages eingesetzt. Auch ist es der Fall bei Brokerage-Unternehmen.

Der Broker bekommt in diesen Fällen seine Einnahmen von anderen Quellen. Sogenannte Discount-Brokerage-Anbieter beziehen immer öfter auch keine zusätzlichen Kosten vom Kunden.(4, 5)

Achte bei vermeintlichen zero-commission Anbietern auf versteckte Kosten!

Diese Möglichkeit ist jedoch noch gar nicht so alt, denn sie wurde im Jahre 2019 zum ersten Mal angeboten. Die zero-commission-Strategie wird andererseits auch als Prävention vom Kundenrückgang benutzt.

Verständlicherweise ist es so, dass je mehr andere Anbieter diese Möglichkeit anbieten, desto mehr Kunden werden zu diesen Anbietern wechseln. So ist diese Strategie auch gut für Investment-Anfänger mit geringerem Budget.(4, 5)

Welche Anbieter von Brokerages gibt es?

Je nachdem, welche Präferenzen du bezüglich deines Brokerage-Service hast, können unterschiedliche Brokerage-Anbieter infrage kommen. Deswegen lohnt es sich vor der Nutzung diverse Vergleichsplattformen anzuschauen.

Denn auch der Preis der Dienstleistung kann sich von Anbieter zu Anbieter sehr unterscheiden. Hier sind einige verschiedene Anbieter, bei denen du Brokerages betreiben kannst:

Tatsächlich steht eToro auf sehr vielen Vergleichsportalen an erster Stelle. Dies wird damit gerechtfertigt, dass es sehr günstige Konditionen und generell auch das breiteste Angebot anbietet. Ob es jedoch der beste Anbieter für dich ist, musst du selbst entscheiden.

Wie funktioniert Brokerage bei Banken?

Ein Online-Brokerage, welche durch eine Bank läuft, funktioniert grundsätzlich nicht viel anders ab, als Brokerages bei einer anderen Plattform. Als Kunde einer Bank bekommt man zusätzlich die Funktion von einem Online-Brokerage. So können diverse Wertpapiergeschäfte direkt vom eigenen PC aus gemacht werden.

Viele Banken bieten dir eine gewisse Sicherheit durch ein PIN-TAN-Verfahren und dessen verschlüsselte Übertragung, gewisse Börseninformationen, Analyse-Instrumente für deine jeweiligen Anlage-Entscheidungen und auch jegliche Angebote an nationalen und internationalen Börsenplätzen.

Manche Banken bieten dir zusätzliche Funktionen an wie beispielsweise Optionsschein- und Renditerechner, unterschiedliche Depotanalysen und, was immer dabei sein sollte, einen kompetenten Service an. Da das alles sehr von Bank zu Bank variieren kann, lohnt es sich, sich vorab einen Überblick über die Angebote zu machen.

Welche Banken bieten Brokerages an?

Immer mehr Banken bieten seinen Kunden die Möglichkeit, Brokerages zu betreiben. Normalerweise ist dies auch auf der Online-Seite der Bank zu sehen, falls du aber unsicher sein solltest, frage direkt bei deiner Bank an. Die folgenden Banken jedoch bieten grundsätzlich Brokerages an:

  • PostFinance (Nur in der Schweiz)
  • MigrosBank (Nur in der Schweiz)
  • Apobank
  • bbbank
  • Volksbank
  • Deutsche Bank
  • Deutsche Kreditbank
  • Postbank
  • Sparkasse

Einige dieser Banken bieten ein Brokerage direkt auf deren Website an, andere benötigen zunächst einen Besuch bei der jeweiligen Bank. Zwei der aufgeführten Banken bieten auch nur ihren Brokerage-Service nur in der Schweiz an. Je nachdem, bei welcher Bank du Kunde bist, kann es sein, dass auch unterschiedliche Services angeboten werden.

Fazit

In diesem Artikel hast du einen Überblick über das Thema Brokerage bekommen. Dazu zählte einerseits eine kleine Begriffserklärung und dessen Herkunft, die diversen Arten von Brokerages und auch unterschiedliche Möglichkeiten, wie Brokerage betrieben werden kann. Zusätzlich weißt du auch, welche Rolle ein Broker in dem allen einnimmt.

Dies sollte dir nun die Möglichkeit bieten, selbst in die Materie ein wenig einzutauchen und dich damit auseinanderzusetzen. Es bieten sich viele Anbieter an, die dir auch als Anfänger die nötige Unterstützung anbieten würden. Um nicht direkt mit Kosten überhäuft zu werden, kann fürs Erste auch ein zero-commission Brokerage infrage kommen.

Bildquelle: MayoFi / Unsplash

Einzelnachweise (5)

1. ig.com: Broker Definition
Quelle

2. boersennews.de: brokerage
Quelle

3. finanzen.net: brokerage
Quelle

4. fool.com: Zero-Commission Trading: What You Need to Know
Quelle

5. investopedia.com: brokerage company
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Broker - Definition
ig.com: Broker Definition
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Brokerage
boersennews.de: brokerage
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Brokerage
finanzen.net: brokerage
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Zero-Commission Trading: What You Need to Know
fool.com: Zero-Commission Trading: What You Need to Know
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Brokerage Company
investopedia.com: brokerage company
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