Zuletzt aktualisiert: 8. Juni 2021

Die Herausforderung an eine Buchführung ist das Verständnis des Buchungssatzes. Wenn du das verstanden hast und auch das Prinzip, kannst du jede Aufgabe mit guten Grundkenntnissen lösen. In der Buchführung ist die Erstellung der Buchungssätze die wichtige Grundlage. Bei einem kleinen Fehler in deinem Buchungssatz kann deine komplette Bilanz falsch werden und somit nicht zu gebrauchen.

Wenn du ein Unternehmen hast, dann spielt die Buchführung eine wichtige Rolle. Ob ein junges Start-up oder erfolgreiches Unternehmen, alle Transaktionen werden in der doppelten Buchführung zusammengefasst. Alle Geschäftsvorfälle werden als Buchungssätze auf dem Sollkonto und auf dem Habenkonto erfasst.

Damit du einen besseres Verständnis bekommst, haben wir dir hier in unserem Artikel alles über das Thema Buchungssätze zusammengestellt.




Das Wichtigste in Kürze

  • Jedes Unternehmen sollte Buchungssätze erstellen können, um die ganzen Kosten und das Management im Griff zu bekommen.
  • Um keine Fehler in der Bilanz zu bekommen, sollte man die Grundlagen und Kenntnisse der Buchführung und Buchungssätze verstehen.
  • Schritt-für-Schritt Erklärung wie du Buchungssätze ermitteln kannst.

Hintergründe: Was du über Buchungssätze wissen solltest

Wir haben für dich die wesentliche Informationen zusammengestellt, damit du ausreichend über das Thema Buchungssätze informiert bist. Hier findest du die folgenden Hintergrunds fragen:

Was sind Buchungssätze?

Buchungssätze sind ein Werkzeug und sie gibt an welche Beträge auf welche Konten gebucht werden. Die Form des Buchungssatzes lautet " Soll an Haben". Das Festlegen eines Buchungssatzes wird auch "Kontierung" genannt.
T-Konten kennst du bereits aus der Schule.

Es werden beim Buchungssatz mindestens zwei Konten berücksichtigt und die Buchung wird auf T-Konten durchgeführt. Man unterscheidet zwischen "Einfache Buchungssätze" und "Zusammengesetzte Buchungssätze".

Bei der "einfachen" werden zwei Konten festgelegt und bei der "zusammengesetzte" werden mehrere Konten berücksichtigt. Alle Buchungen eines Unternehmens werden dokumentiert, dadurch hat ein Unternehmer einen Überblick auf seine Finanzen (1).

Wie werden Buchungssätze erstellt und wie gehe ich vor?

Damit du einen kleinen Überblick und ein besseres Verständnis erhältst wie du einen Buchungssatz erstellen kannst bzw. wie du am besten vorgehst, haben wir dir einige Schritte detailliert erklärt (2):

  • Du überlegst am Anfang welche Konten du ansprechen möchtest.
  • Was für Konten sind das? z. B. Aktivkonto oder Passivkonto
  • Was passiert genau auf den Konten. Hast du Zugänge oder Abgänge? z. B. Dein Guthaben auf der Bank nimmt ab, wenn du eine Überweisung tätigst, somit findet hier ein Abgang statt.
  • Hier schaust du dir den Zusammenhang an. Bei deinem Aktivkonto buchst du die Zugänge im Soll und die Abgänge auf der Haben Seite.
  • Am Ende erstellst du einen Buchungssatz. Hier ist es wichtig, dass du das ganze verstanden hast, damit du auch einen sinnvollen Satz bilden kannst.

Was versteht man bei den Buchungssätzen unter Soll und Haben?

Wie du bereits gelernt hast geht es bei den Buchungssätzen um "Soll an Haben". Wichtig ist dabei die Buchungssätze richtig zu verstehen. Das Soll und Haben bildet immer jeweils eine Seite eines Kontos in der Buchführung. Das SOLL in der Buchführung bedeutet die Vermögenswerte wie z. B. Bar- und Bankvermögen. Das HABEN in der Buchführung sind die Verbindlichkeiten wie die Kredite und Schulden (3).

Was muss ich bei den Buchungssätzen beachten?

Die Buchhalter/innen sind es gewohnt und machen Buchungssätze tagtäglich. Für unerfahrene ist es sinnvoll, sich in Ruhe Gedanken zu machen. Hierbei helfen dir die folgende drei Fragen zu stellen:

  • Welche Konten sind betroffen?
  • Auf welcher Seite steht das Konto und wird der Bestand als Soll oder als Haben ermittelt?
  • Wie verändert sich dadurch der Bestand?

Du wirst ein wenig Zeit investieren müssen, um diese Schritte dir zu verinnerlichen. Bei der Erstellung eines Buchungssatzes ist es immer besser gut zu überlegen und Schritte zu überprüfen, um keine Fehler in der Bilanz einzubauen. Fehler zu identifizieren sind sehr schwer und mühsam, daher ist es sinnvoller bewusst vorher Schritt für Schritt alles durchzugehen (4).

Welche Buchungsarten gibt es?

Jeder Geschäftsfall ist individuell und führt zu seiner Veränderung der Bilanz. Es gibt unterschiedliche Buchungsarten und Buchungstypen. Hier findest du die verschiedene Buchungsarten in einer Tabelle zusammengefasst (5):

Buchungsarten Beschreibung
Aktivtausch in der Buchführung Der Aktivtausch findet auf der Seite der Aktiva statt. Betroffen sind das Umlaufvermögen oder das Anlagevermögen eines Unternehmens. Es findet keine Erhöhung der Bilanzsumme statt.
Passivtausch in der Buchführung Der Tausch findet auf der Passiva Seite statt und betroffen sind die Verbindlichkeiten oder Fremdkapital. Es findet keine Erhöhung oder Verringerung der Bilanzsumme statt.
Aktiv Passiv Mehrung in der Buchführung Bei dieser Art erhöht sich die Bilanzsumme und es findet eine Wertezuwachs statt. Der Wert der Aktivposition und Passivposition nehmen zu.
Aktiv Passiv Minderung in der Buchführung Bei dieser Art vermindert sich die Bilanzsumme, d.h. es fließt Kapital aus dem Unternehmen. Der Wert der Aktivposition und Passivposition nimmt ab.

Warum macht man Buchungssätze?

Für dein Unternehmen solltest du Buchungssätze ermitteln oder von einer Buchhalterin ermitteln lassen. Alle Transaktionen des Unternehmens werden erfasst. Es gibt verschiedene Geschäftsfälle, warum man Buchungssätze machen sollte.

Buchungssätze

Für ein gutes Verständnis solltest du dir die wesentliche Grundlagen verinnerlichen. (Bildquelle: Dan Dimmock / Unsplash)

Du kannst Buchen von Anlagevermögen, Buchen von Warenein- und Verkäufen, Personalbuchungen, Buchung von Rückstellungen, Eröffnungs- und Abschlussprüfungen und vieles mehr machen. Um die ganzen Kosten auf den Blick zu behalten, sollten Buchungssätze gemacht werden (6).

Buchungssätze für Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung

Die Logik der Buchungssätze ist immer gleich zu verstehen. Die beiden Bereiche Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung werden wie folgt unterschieden:

Debitorenbuchhaltung: Die Debitoren sind die Schuldner und haben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sie für den Unternehmen begleichen müssen. Das sind Buchung von Ausgangsrechnungen, d.h. "Forderungen von Kunden".

Kreditorenbuchhaltung: Die Kreditoren sind externe Anbieter oder Lieferanten wie Personen oder Firmen, die bisher Leistungen für ein Unternehmen erbracht haben. Diese haben offene Forderungen gegenüber des Unternehmens und das Unternehmen hat Verbindlichkeiten. Das sind Buchungen von Eingangsrechnungen, d.h. "Verbindlichkeiten von Lieferanten". Sie übernehmen immer das Risiko eines Kreditgebers (7).

Wie bilde ich Buchungssätze in 5 Schritten?

Die Buchungssätze werden meistens nach dem gleichen Schema gebildet. Damit du besser vorankommst, haben wir dir die wesentliche fünf Schritte zusammengestellt (8):

  • Laut Kontenplan solltest du die betroffene Konten bestimmen.
  • Nun solltest du die Kontenarten bestimmen. Sollte es ein Aktiv- oder Passivkonto sein? Sollte es ein Aufwands- oder Ertragskonto sein?
  • Änderungen auf den Konten bestimmen, ob es Zugang oder Abgang ist?
  • Danach solltest du die Konto-Seiten festlegen. Ist es Soll oder Haben?
  • Zum Schluss kannst du dann ein Buchungssatz formulieren wie z. B. "Soll an Haben".

Fazit

Wie du durch diesen Artikel gelernt hast, solltest du dich mit dem Thema Buchungssätze gut auseinandersetzen. Für ein erfolgreiches Unternehmen ist es sinnvoll, sich mit den Grundkenntnissen der Buchungssätze zu beschäftigen. Damit die Bilanzen richtig kalkuliert sind, sollte man Fehler vermeiden.

Meistens hat man bei Kleinunternehmen keine Ressourcen, um eine Finanzbuchhaltung einzurichten. Solltest du dich nicht gut auskennen, kannst du dir einen Steuerberater als Unterstützung integrieren, um auch Fehler zu vermeiden. Buchungssätze sind sehr wichtig, daher müssen doppelte Buchführung korrekt formuliert werden. Das Nachvollziehen von Geschäftsvorfällen sollte berücksichtigt werden.

Die Digitalisierung ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil geworden und es gibt die Möglichkeit "Buchhaltungssoftware" zu kaufen, um die Buchführung leichter zu ermitteln. Wir haben dir die wesentlichen Fragen in unserem Artikel beantwortet und hoffen, dass wir dir damit weiterhelfen konnten.

Bildquelle: Volkan Olmez / Unsplash

Einzelnachweise (8)

1. Debitoor: Buchungssatz – Was ist ein Buchungssatz?
Quelle

2. Wiwiweb: BUCHEN VON GESCHÄFTSVORFÄLLEN - BUCHUNGSSÄTZE LERNEN
Quelle

3. Sevdesk: Soll und Haben
Quelle

4. Gevestor: Grundlagen Buchungssätze: Wie werden Buchungssätze erstellt?
Quelle

5. Rechnungswesen-verstehen: Buchungsarten und Buchungstypen
Quelle

6. Rechnungswesen-portal: Buchungssätze - Grundlagen einfach erklärt
Quelle

7. Buchhaltung-verstehen: Buchhaltung Grundlagen: Debitoren und Kreditoren – Kunden und Lieferanten
Quelle

8. Buchhaltung-einfach-sicher: Buchungssätze einfach erklärt
Quelle

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BUCHEN VON GESCHÄFTSVORFÄLLEN - BUCHUNGSSÄTZE LERNEN
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Soll und Haben
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Wie werden Buchungssätze erstellt?
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