Der Cost Average Effekt wird auch als Durchschnittskosteneffekt bezeichnet und basiert auf der Idee, bei langfristigen Anlagen von der regelmäßigen Einzahlung gleichbleibender Beträge zu profitieren. Angewendet wird er vor allem bei Fondssparplänen, aber auch Sparpläne mit ETFs kommen immer mehr zum Einsatz.

Bei einem Investment kommt es nicht unbedingt darauf an, einen hohen Betrag direkt zu investieren. Es gibt die Möglichkeit, mit geringen Sparraten monatlich über einen längeren Zeitraum hinweg Vermögen aufzubauen.

Bei dieser Idee kommt der Cost Average zum Einsatz. Damit du nachvollziehen kannst, was er zu bedeuten hat, findest du in diesem Ratgeber differenzierte Details.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Cost Average Effekt tritt auf, wenn du dich dafür entscheidest, über einen längeren Zeitraum regelmäßig Geld in eine Anlage zu investieren. Er besagt, dass bei einer regelmäßigen Investition gleicher Beträge profitiert werden kann.
  • Nicht möglich ist ein Cost Average Effekt bei einer Einmalanlage. Sie bildet das Gegenteil zu dieser Strategie.
  • Es werden verschiedene Sparplan-Möglichkeiten angeboten, unter anderem für Fonds und auch ETFs. Dadurch kannst du den CAE flexibel nutzen.

Definition: Was ist der Cost Average Effekt?

Der Cost Average Effekt oder auch Durchschnittskosteneffekt greift die Tatsache auf, dass Anleger bei einem Sparplan für einen dauerhaft gleichbleibenden Betrag einen günstigeren Durchschnittspreis für den Kauf seiner Anteile in einem Fonds erzielen kann.

Durch den Cost Average Effekt ist der Durchschnittspreis für den Kauf von Anteilen auf die Dauer günstiger. (Bildquelle: pixabay.com / nattanan23)

Fallen die Kurse, kauft er für diesen Betrag mehr Anteile. Steigen die Kurse, kauft er weniger Anteile. Durch den CAE ist der Durchschnittspreis für den Kauf der Anteile auf die Dauer günstiger, als wenn in unbestimmten Abständen mit einem höheren Betrag Anteile gekauft werden.

Der Cost Average Effekt steigt an, wenn der Sparplan lange läuft und einen volatilen Kurs hat.

Übrigens: Der Cost Average Effekt funktioniert auch beim Tanken. Falls du bisher immer über die Menschen gelächelt hast, die nur für 20 Euro tanken, so kann dies eine durchaus kluge Entscheidung sein.

Sie kaufen zwar bei geringen Preisen weniger Benzin, investieren bei höheren Preisen aber ebenfalls deutlich weniger in den Kraftstoff.

Was sind die Vor- und Nachteile des Cost Average Effekt?

Wie viele Punkte in der Investition hat auch der Cost Average Effekt Vor- und Nachteile. Für dich ist es hilfreich zu wissen, wie diese aussehen und wie sie sich auf deine Geldanlage auswirken können. Daher findest du sie nachfolgend zusammengestellt im Überblick:

Die Vorteile im Überblick

Vorteile
  • Disziplin
  • Kein Markt-Timing notwendig
  • Verwässerung der Verluste
  • kein falscher Einstiegzeitpunkt
Disziplin

Ein Sparplan ist immer ein Stück weit Disziplin. Du entscheidest dich dafür, monatlich einen bestimmten Betrag zur Seite zu legen. Das reduziert die Gefahr, jeden Monat neu darüber nachzudenken, wo und wie du sparen kannst.

Kein Markt-Timing notwendig

Beim Cost Average Effekt wird darauf zurückgegriffen, über einen längeren Zeitraum Sparpläne einfach laufen zu lassen. Durch die monatlichen automatischen Einzahlungen beschäftigen sich Anleger nicht mehr mit ihren Sparplänen und sehen daher auch Verluste nicht.

So wird verhindert, dass es zu Kurzschlussreaktionen kommt oder du mit dem falschen Markt-Timing Verluste einfährst.

Verwässerung

Der psychologische Effekt beim CAE ist besonders wichtig. Gerade bei Investitionen spielt Psychologie eine wichtige Rolle. Du möchtest Gewinne sehen. Wenn sich dann hohe Verluste zeigen, entsteht Panik und es kann zu Kurzschlussreaktionen kommen.

Lautet deine Strategie jedoch CAE, hast du den Vorteil der Verwässerung. Verluste gibt es, diese werden jedoch normalerweise verwässert und wirken sich nicht zu stark auf deine Psyche aus.

Einstiegszeitpunkt

Entscheidest du dich dafür, den Cost Average Effekt mit einem Sparplan zu nutzen, hast du den Vorteil, dass das Risiko, einen falschen Einstiegszeitpunkt zu erreichen, reduziert wird. Bei einer Einmalanlage spielt der Einstiegszeitpunkt eine besonders wichtige Rolle

Die Nachteile im Überblick

Nachteile
  • Höhere Kosten als bei einmaliger Anlage
  • Flasche Hoffnungen in Gewinne
Höhere Kosten

Abhängig von der gewählten Anlage ist ein möglicher Cost Average Effekt Nachteil, dass du höhere Kosten hast, als bei einer einmaligen Anlage. Besteht also die Möglichkeit, auch einmalig einen hohen Betrag zu investieren, kann es teilweise sinnvoll sein, genau zu vergleichen.

Falsche Hoffnungen

Die Beschreibungen des CAE suggerieren gerne, dass er in jedem Fall eine positive Rendite mit sich bringt. Wenn du jetzt jedoch hohe Gewinne erwartest, kannst du enttäuscht werden.

Was ist die mögliche Wirkung auf den Anleger?

Bei der Suche nach einer passenden Strategie kommt immer auch die Wirkung auf den Anleger ins Spiel. Du wirst dich für eine Strategie nur dann entscheiden, wenn diese auch zu dir passt und du der Meinung bist, dass sie sich für dich rentiert.

Daher ist die Frage interessant, was der Durchschnittskosteneffekt für eine Wirkung auf dich hat.

Jeder Anleger fürchtet sich vor Verlusten. Gerade am Anfang rund um die Geldanlage sind Verluste jedoch besonders schlimm. Der Cost Average Effekt hat den Vorteil, dass er die Verluste weniger schlimm erscheinen lässt.

Der Einstiegskurs steigt gleichzeitig mit dem Markt. Das wirkt sich psychologisch aus. Kommt es zu einem Crash, hast du nicht das Gefühl, dass dein Depot nur noch aus Verlusten besteht.

Dazu kommt der Vorteil, dass du den Markt nicht ständig im Auge behalten musst. Nutzt du den Cost Average Effekt, ist es nicht unbedingt wichtig, wann du in den Markt einsteigst.

Du kannst dich auch mal entspannen und musst den Markt nicht ständig verfolgen, um den perfekten Markteinstieg zu erwischen. (Bildquelle: pixabay.com / 5688709)

Vor allem Laien profitieren davon, die den Markt möglicherweise noch gar nicht optimal lesen können und auch nicht die Zeit haben, sich weiter mit der Thematik zu beschäftigen.

Auch wenn der CAE höher ist, wenn du dich für lange Laufzeiten entscheidest, nimmt er irgendwann doch ab.

Dies hängt damit zusammen, dass du dir im Laufe der Zeit einen hohen Betrag ansparst, deine Raten aber gering bleiben.

Die Raten machen dann nur noch einen Bruchteil von deiner Summe aus, die Summe selbst ist jetzt der Faktor, der auf den Markt reagiert. Sie ist dann vergleichbar mit einer Einmalanlage.

Hintergründe: Was du über den Cost Average Effekt wissen solltest

Ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint, ist der Cost Average Effekt jedoch nicht. Es handelt sich um ein komplexes Thema im Bereich der Geldanlage, das unbedingt beleuchtet werden sollte, bevor du dich für diese Strategie entscheidest. Nachfolgend werden weitere wichtige Aspekte rund um den CAE aufgegriffen.

Gibt es Beispiele für den Cost Average Effekt?

Um generell nachvollziehen zu können, wie der Cost Average Effekt funktioniert, ist ein allgemeines Beispiel hilfreich:

Wenn du in einem Fondssparplan monatlich 100 Euro sparst, hast du den ersten Schritt schon getan. Die Börsenkurse, die für deinen Fonds relevant sind, schwanken. Dadurch ist die Anzahl an Fondsanteilen, die monatlich gekauft werden, immer unterschiedlich.

So bekommst du vielleicht in den ersten vier Monaten je einen Anteil, in sechs weiteren Monaten zwei Anteile und in zwei Monaten mit einem sinkenden Kurs je vier Anteile. Nach einem Jahr hast du 24 Anteile. Dafür hast du einen Betrag von 1.200 Euro investiert.

Befindet sich der Fonds am Jahresabschluss wieder dort, wo er auch am Anfang war und wird mit einer Einmalanlage von 1.200 Euro gekauft, gibt es dafür 12 Anteile. Du hast mit deiner monatlichen Anlage stattdessen 24 Anteile und konntest einen Gewinn von 100 % erwirtschaften.

Noch einfacher zu erklären ist es am Beispiel mit den Äpfeln, das gerne herangezogen wird.

Der Cost Average Effekt lässt sich leicht mit einem Apfel-Einkauf-Beispiel erklären. (Bildquelle: pixabay.com / Pexels)

Du investierst jede Saison in regionale Äpfel und kaufst immer ein Kilogramm. Im Frühling investierst du 1,50 Euro, im Sommer 0,50 Euro, im Herbst kostet das Kilogramm einen Euro und im Winter steigt der Preis auf 3 Euro an. Innerhalb eines Jahres bekommst du für 6 Euro insgesamt 4 kg Äpfel.

Entscheidest du dich, in jeder Saison für 1,50 Euro Äpfel zu kaufen, bekommst du für das gleiche Geld 6 kg. Bei gleichbleibender Rate hast du also mehr heraus, als beim Kauf von immer einem Kilogramm.

In der Realität ist ein so hoher Gewinn eher selten, das Beispiel zeigt jedoch auf, wie es funktionieren kann. Weitere Szenarien sind ebenfalls möglich und in der nachfolgenden Tabelle beschrieben:

Szenario Beschreibung
Abwärtstrend sorgt für Verluste Du kaufst für 50 Euro Anteile von einem Aktienfonds. Es kommt zu einem Abwärtstrend und der Kurs halbiert sich. Hättest du in einer einmaligen Aktion 500 Euro investiert, wäre dies ein Verlust in Höhe von 50 %., Dadurch, dass du mit dem Sparplan im Abwärtstrend jedoch bei Kursverlust mehr Anteile bekommst, sinkt der Verlust.
Aufwärtstrend sorgt für Gewinne Dies ist ein Beispiel dafür, dass es mit einem Sparplan auch zu Verlusten kommen kann. Kaufst du für die 50 Euro Anteile und der Kurs steigt auf 100 Euro, ist dies ein Gewinn von 100 %. Du hast einen Gewinn von 50 Euro. Bei einer einmaligen Anlage von 500 Euro wäre der Gewinn beim Zehnfachen., Sinkt der Kurs wieder und wird im nächsten Monat wieder investiert mit der Sparrate, kannst du nicht weiter vom Aufwärtstrend profitieren. Da über einen längeren Zeitraum hinweg jedoch mit mehreren Trends nach oben zu rechnen ist, sollen die Verluste mit dem CAE ausgeglichen werden.
Es gibt immer wieder Kursanstiege Eigentlich bleibt der Kurs beim Fonds gleich, zwischenzeitlich zeigen sich aber immer wieder kleine Kursanstiege? Wenn du dich hier für eine Einmalanlage entscheidest, bringt dir das nichts außer den Aufwand der Investition., Bei einem Sparplan machst du dagegen Verluste, ähnlich wie beim Aufwärtstrend.
Es gibt Kurseinbrüche Bei dieser Variante bleibt der Kurs ebenfalls gleich, es gibt jedoch immer wieder Kurseinbrüche. Bei einer Einmalanlage profitierst du davon, keine Verluste zu machen., Bei einer Sparanlage kaufst du auch beim Kurseinbruch und profitierst davon, dass der Kurs wieder ansteigt. Du bist im Vorteil gegenüber der Einmalanlage.

Um vom Cost Average Effekt wirklich profitieren zu können ist es vor allem wichtig, Geduld zu haben und dennoch die Geldanlage zu beobachten.

Was sagt die Wissenschaft zum Cost Average Effekt?

In der oben aufgeführten Übersicht zu den einzelnen Szenarien, die entstehen können, wird deutlich, dass bei vier verschiedenen Szenarien in zwei Situationen der CAE profitiert, bei zwei weiteren Szenarien die Einmalanlage jedoch die Nase vorne hat.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass es immer wieder eine Cost Average Effekt Kritik gibt.

Wissenschaftler der Uni Mannheim haben sich mit dem Effekt beschäftigt. Niels Neuhauser und Thomas Langer haben festgestellt, dass es in der praktischen Anwendung keinen offensichtlichen Vorteil gibt.

Zusätzlich dazu wurden empirische Analysen durchgeführt. Auch hier hat sich gezeigt, dass die Strategie auf die Dauer nicht besser abschneidet.

Interessant kann in diesem Zusammenhang auch die Einschätzung der Investment GmbH Dr. Gerd Kommer sein. Der Mythos rund um den Cost Average Effekt wurde hier aufgegriffen. Es wird darauf verwiesen, dass der CAE keine Förderung der Rendite mit sich bringt.

Auch wenn Kommer unterstreicht, dass die Grundlage vom Durchschnittskosteneffekt vorhanden ist, wirkt sich dieser nach Meinung der Experten nicht auf die Rendite aus.

Im Beitrag zum CAE wird durch Kommer sogar darauf verwiesen, dass Untersuchungen von Investments innerhalb der letzten 50 Jahre gezeigt haben, dass einmalige Investitionen rentabler für die Rendite sind.

Bei dieser Erkenntnis wurde nicht berücksichtigt, dass die Kosten bei einem Sparplan höher sein können.

Wichtig: Kritik ist ein wichtiger Anhaltspunkt um abschätzen zu können, ob der CAE eine mögliche Strategie für dich darstellen kann.

Grundsätzlich ist jedoch die Option, überhaupt mit Sparplänen arbeiten zu können, für Kleinanleger von Interesse, da sie so die Möglichkeit haben, auch ohne hohes Kapital Vermögen aufzubauen.

Was ist der negative Durchschnittskosteneffekt?

Beschäftigst du dich mit dem Cost Average Effekt, wird dir vielleicht auch der negative Durchschnittskosteneffekt auffallen. Dieser bezieht sich auf einen Entnahmeplan oder auch einen Auszahlplan.

Wenn du ein Depot hast und dir daraus konstant Auszahlungen entnimmst, wird sich der Cost Average Effekt nachteilig auswirken.

Wenn du dir zu viel ausbezahlen lässt, kann das zu einem negativen Durchschnittskosteneffekt führen. (Bildquelle: pixabay.com / schuldnerhilfe)

Das gilt im Vergleich zum Verkauf einer bestimmten hohen Anzahl an Anteilen. Allerdings handelt es sich hierbei um eine rein theoretische Annahme.

Ein praktischer Vergleich kann nicht gezogen werden, denn ein Auszahlplan, der über eine konstante Auszahlung verfügt, kann nicht so aufgestellt werden, dass ein Ende erkennbar ist. Es ist nicht möglich, die künftigen Renditen in diesem Zusammenhang vorherzusagen.

Cost Average Effekt: Praktische Anwendung und Vorteile

Du kannst nun abschätzen, worum es sich beim Cost Average Effekt handelt und weißt vielleicht schon, ob diese Form der Anlagestrategie für dich von Interesse sein kann. Dennoch ist es wichtig, dich weiter detailliert zu informieren.

Du findest hier Tipps rund um die praktische Anwendung und erfährst noch mehr über die Vorteile.

Wie lässt sich der CAE für den Anlageerfolg nutzen?

Mit einer Geldanlage möchtest du Gewinn machen. Umso wichtiger ist es, dass du deinen Anlageerfolg als Ziel hast und diesen in den Fokus stellst.

Sinnvoll ist die Nutzung dann, wenn bei deiner ausgewählten Anlage die Kurse einen starken Anstieg aufweisen und es möglich ist, dass es zu hohen Rückschlägen kommen kann.

Entscheidest du dich für eine Einmalanlage, kann es passieren, dass nach dem Kurshoch ein langer Rückschlag mit Wartezeit kommt, bis sich deine Anlage rentiert.

Gerade bei einem Höchststand macht der Einsatz von Sparplänen Sinn. Zu erwartende Kurseinbrüche bringen dann keine zu hohen Verluste mit sich und wirken sich auch nicht langfristig auf deine jeweiligen Sparpläne aus.

Wichtig ist es, dass du ausreichend Geduld mitbringst und bei ersten Kurseinbrüchen nicht direkt die Zahlungen in deinen Sparplan einstellst. Um vom Cost Average Effekt profitieren zu können, muss die Zeit für dich arbeiten.

Dein Anlageerfolg basiert unter anderem auch auf der Entscheidung, wo du investierst. So kann der Cost Average Effekt nicht nur bei Fonds, ETFs und einzelnen Aktien beobachtet werden.

Ebenso ist es bei Gold und Silber möglich, ihn zu nutzen. Ein Golddepot ist ein gutes Beispiel. Auch wenn Gold als eines der Anlagegüter zählt, das einen relativ konstanten Wert hat, gibt es dennoch Kursschwankungen.

Auch beim Kauf von Gold und Silber lässt sich der Cost Average Effekt anwenden. (Bildquelle: pixabay.com / istara)

Bei der Investition in Gold wird nicht so lange gespart, bis du dir eine Goldunze oder einen Goldbarren leisten kannst. Du investierst in halbe oder auch in viertel Unzen.

Diese kaufst du in einem bestimmten Abstand, wie einmal monatlich. Zudem gibt es Edelmetallsparpläne von verschiedenen Anbietern, die für dich vielleicht interessant sein können.

Gibt es gegenüber Einmalanlagen Vorteile vom Cost Average Effekt?

Experten weisen häufig darauf hin, dass der Cost Average Effekt langfristig keine größeren Vorteile mit sich bringt, als eine Einmalanlage. Diese Aussage bezieht sich jedoch rein auf die Rendite.

Bei der Suche nach einem passenden Investment kommt es jedoch nicht nur auf die Rendite, sondern auch auf den Anleger selbst an.

Anleger haben unterschiedliche Ansprüche an ihr Investment und handeln daher unterschiedlich. Während einige Investoren eine sehr hohe Disziplin mitbringen, ist diese bei anderen Anlegern nicht vorhanden.

Daher findest du nachfolgend noch einmal die Vorteile vom Cost Average Effekt gegenüber einer Einmalanlage in der Übersicht:

Vorteile Beschreibung
Kleine Raten Nicht jeder Anleger hat einen hohen fünfstelligen Betrag zur Verfügung, den er investieren kann. Dennoch möchte er Rendite mit seinen Sparbeträgen machen., Das funktioniert durch kleine Raten ebenfalls sehr gut und der Cost Average Effekt ist ein interessanter Nebeneffekt, von dem du profitieren kannst.
Disziplin An dieser Stelle soll auch noch einmal auf die Disziplin eingegangen werden. Es gibt Anlegern, denen es nicht leicht fällt, monatlich von selbst einen Betrag zu sparen, um so Kapital für eine Einmalanlage zu sammeln., Durch den Sparplan, der beim CAE die Basis darstellt, brauchst du dich darum nicht zu kümmern – die Sparraten werden automatisch abgebucht.
Langfristig Vermögen aufbauen Der langfristige Vermögensaufbau ist eine gute Möglichkeit, um über einen Zeitraum von mehreren Jahren einen höheren Betrag ansparen zu können., Er ist die Basis vom Cost Average Effekt.
Flexibilität Bei den meisten Anbietern kannst du die Raten bei deinen Sparplänen flexibel anpassen und mit einer jährlichen Steigerung versehen., Hast du über einen kurzen Zeitraum mehr Geld übrig, erhöhst du die Rate einfach und senkst sie später wieder. Das lässt dich deutlich flexibler werden.
Diversifikation Die Streuung deines Kapitals ist ein Effekt, der bei einer guten Geldanlage berücksichtigt werden sollte. Je breiter es gestreut ist, desto geringer ist das Risiko für hohe Verluste., Da Sparpläne bereits mit kleinen Raten ab 25 Euro gestartet werden können, kannst du auch mit geringen Sparbeträgen eine Diversifikation erreichen.

Wichtig: Gehörst du zu den Anlegern, die bei Kursschwankungen und damit verbundenen Verlusten bereits unruhig werden, hat ein Sparplan für dich den Vorteil, dass du loslassen kannst.

Da die langfristige Geldanlage beim Cost Average Effekt im Fokus steht, sind Verluste eingeplant und du musst nicht direkt umschichten.

Gibt es einen Cost Average Effekt Rechner?

Gut wäre es natürlich, wenn du den Cost Average Effekt bei einer von dir geplanten Anlage bereits vorher berechnen könntest. Ganz so einfach ist es allerdings nicht, da du nicht vorausschauend eine Rendite festsetzen kannst, wenn du die Kursentwicklung nicht kennst.

Dennoch gibt es Cost Average Effekt Rechner, mit denen du zumindest Szenarien durchspielen und deine Sparpläne beobachten kannst.

Es gibt zwar keinen verlässlichen Cost Average Rechner, der den Gewinn konkret voraussagen kann, aber du kannst ihn dir dennoch in etwa ausrechnen. (Bildquelle: pixabay.com / jarmoluk)

Diese Rechner werden meist gegen Gebühr als Programm zur Verfügung gestellt und bieten dir eine Auflistung mit Tabellen sowie über eine Grafik. Du kannst so erkennen, wie sich deine Sparpläne entwickeln und welche Vorteile du durch den Effekt bereits erzielen konntest.

Gerade für die Visualisierung in Bezug auf mögliche Gewinne und Verluste kann ein Rechner sinnvoll sein. Lohnenswert ist er allerdings vor allem dann, wenn du regelmäßig höhere Sparbeträge investieren möchtest.

Fazit

Der Cost Average Effekt setzt auf die Idee, dass bei regelmäßig gleichen Investitionen über einen langen Zeitraum ein Durchschnittseffekt eintritt, der dafür sorgt, dass du profitieren kannst.

Grundsätzlich ist der Gedanke nachvollziehbar und in vielen Fällen auch erkennbar. Dennoch gibt es Kritik am Cost Average Effekt, die bei der Entscheidung für deine Geldanlage einfließen sollte.

In den letzten Jahren habe Sparpläne für Fonds und ETFs zunehmend an Interesse gewonnen.

Während die Einmalanlage eine lange Zeit als absolute Empfehlung galt, gibt es heute zahlreiche Alternativen für Anleger, die kein hohes Kapital haben, das sie investieren möchten oder einfach von regelmäßigen Sparraten in Fonds und ETFs profitieren möchten.

Ein Blick auf die vergangenen 50 Jahre zeigt, dass der Cost Average Effekt vorhanden ist, wenn er auch nicht nur positive Aspekte mit sich bringen kann.

Wie bei jeder Suche nach der passenden Investmentform ist auch hier die Empfehlung, dass du dich umfangreich zum Thema informierst, Vergleiche nutzt und dann prüfst, ob die Strategie rund um den Cost Average Effekt für dich von Interesse sein kann.

Die Möglichkeit, über Sparpläne jedoch langfristig auch mit geringen Raten Vermögen aufbauen zu können, ist auch ohne den Cost Average Effekt durchaus eine interessante Alternative zu einer Einmalanlage und kann auch ergänzend zu anderen Investments eingesetzt werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt

[2| https://newsroom.proaurum.de/cost-average-effekt-langfristig-investieren-mit-gold-und-silber/

[3] https://www.union-investment.de/startseite/unsere-services/haeufige-fragen/haeufige-fragen-uniondepot/Vorteile-regelmaessigen-Besparung

[4] https://finanzportal24.de/rechner-cost-average-effekt/

[5] https://cost-average-effekt.de/

[6] https://www.sparkasse.de/themen/wertpapiere-als-geldanlage/cost-average-effekt.html

[7] https://wertpapierdepot.net/boersenlexikon/cost-average-effekt/

[8] https://boersenlexikon.faz.net/definition/cost-average-effekt/

[9] https://www.lynxbroker.de/artikel/wie-sie-den-cost-average-effekt-fuer-ihren-anlageerfolg-nutzen-koennen/

[10] https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/cost-average-effekt-die-tuecken-der-sparplaene-und-wie-man-sie-umgeht/22911142.html?ticket=ST-9530784-uf4BxjqyIcY3GwlYOdIZ-ap3

[11] https://www.gerd-kommer-invest.de/legende-vom-cost-averaging-effect/

[12] https://tagesgeld.info/lexikon/cost-average-effekt/

Bildquelle: 123rf.com / Denis-Ismagilov

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