Zuletzt aktualisiert: 2. Oktober 2020

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Hunde sind der beste Freund des Menschen. Vierbeiner machen Freude und nehmen aktiv am Familienleben teil. Dabei bleiben Schäden leider nicht aus. Täglich lauern Gefahren und auch ruhige und brave Hunde werden zu Schadensverursachern.

Der Abschluss einer Hundehaftpflicht bewahrt Tierfreunde vor bösen Überraschungen, welche nicht selten mit finanziellem Ruin verbunden sein können. Folgender Artikel klärt umfassend über die Vorteile einer Hundehaftpflicht auf und weist zugleich auf die Pflicht eines jeden Hundehalters hin, diese Form der persönlichen Absicherung nicht zu vernachlässigen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Allein in Deutschland leben etwa sieben Millionen Hunde. Jährlich verursachen die bis zu 100.000 Schäden. Statistisch gesehen, sind meist kleinere Hunde dafür verantwortlich. Circa 70 Prozent aller in Deutschland lebender Hunde sind versichert.
  • Hundehalter haften für alle Schäden, die ihre Vierbeiner anrichten mit ihrem Privatvermögen. Mit einer Hundehaftpflichtversicherung werden Personen-, Sach- und Vermögensschäden in Millionenhöhe abgedeckt.
  • In einigen Bundesländern ist die Hundehaftpflicht Gesetz. Als gefährlich eingestufte “Listenhunde” müssen in den meisten Bundesländern versichert werden.

Hundehaftpflicht Vergleich: Favoriten der Redaktion

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Hundehaftpflicht Schutz abschließt

Im Bürgerlichen Gesetzbuch § 833 ist geregelt, dass Hundehalter für alle Schäden haften, welche ihr Vierbeiner verursacht. Der Abschluss einer Hundehaftpflicht schützt vor den Ansprüchen Dritter.

In einigen Bundesländern ist der Abschluss Pflicht. Ums sich gegen Schadenskosten durch die Beschädigung von fremdem Eigentum oder die Gefährdung von Menschenleben entstehen können abgesichert zu sein, empfiehlt sich der Abschluss einer Hundehaftpflicht für jeden verantwortungsbewussten Tierhalter.

Warum sollte ich eine Hundehaftpflicht abschließen?

Jeder Hundehalter besitzt Verantwortung, seinem Tier und sich selbst gegenüber. Auch die gutmütigsten und bravsten Vierbeiner können Schäden verursachen und dabei nicht unerhebliche Kosten in die Welt setzen.

Kommen dabei Personen zu Schaden, schnellen die Beträge nicht selten in unermessliche Höhen und gefährden die Existenz der Hundehalter.

Eine Hundehaftpflicht sollte jeder abschließen, denn diese bietet einen umfassenden Leistungsumfang für vergleichsweise wenig Geld.

Der Hundehalter ist in der Pflicht, den Schaden zu ersetzen.

Hunde sind aktiv und lebhaft, zur Freude ihrer Halter. Geht dabei mal etwas zu Bruch, wird es meist hingenommen. Beschädigen die Hunde fremdes Eigentum, ändert sich die Sachlage. Der Hundehalter ist in der Pflicht, den Schaden zu ersetzen, ganz gleich, ob er den Vierbeiner ordnungsgemäß beaufsichtigt oder seiner Pflicht eher vernachlässigt.

Hat der Hund einen Menschen gebissen oder ist in einen Verkehrsunfall verwickelt, kommen unvorhergesehene Kosten auf den Tierhalter zu. Diese können den finanziellen Ruin bedeuten.

Eine Hundehaftpflicht gibt Sicherheit und ist als Vorsorge für ein entspanntes und stressfreies Zusammenleben von Mensch und Tier zu verstehen.

Eine Hundehaftpflicht kann dir einen Rundumschutz bieten. (Bildquellen: 123rf.com / Chaiyawat Sripimonwan)

Wofür kommt eine Hundehaftpflicht auf?

Eine Hundehaftpflicht kommt für folgende Schäden auf:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Vermögensschäden

Hat der Hund zugebissen, entsteht ein Personenschaden. Der zerkratzte Teppich des Nachbarn ist als Sachschaden zu werten. Zu einem Vermögensschaden kommt es, wenn sich der Hund gegen die jährliche Impfung wehrt und der Tierarzt eine Verletzung an den Händen davonträgt, die ihn daran hindert, seinen Beruf wie gewohnt auszuführen.

Eine Hundehaftpflicht übernimmt den Schaden in jedem Fall. Wie du dich als Tierhalter in der entsprechenden Situation verhalten hast, ist nicht ausschlaggebend.

Der Hund kann also praktisch ordnungsgemäß angeleint sein oder sich frei und ohne Aufsicht bewegen. Der Versicherungsschutz tritt auch ein, wenn eine dritte Person das Tier beaufsichtigt.

Welche Leistungen sollten abgedeckt werden?

Beim Leistungsumfang sollte nicht gespart werden. Die Beiträge sind, gemessen am Schaden, der dir entstehen kann, in jedem Fall moderat.

Folgende Leistungen sollten im Versicherungsschutz enthalten sein:

Mietschäden

Wer zur Miete wohnt, profitiert. Die Versicherung zahlt bei spontanen Handlungen. Zerkratzt der Hund zum Beispiel eine Tür oder geht Glas zu Bruch, weil er daran hochgesprungen ist, gilt dies als Versicherungsfall.

Schäden, die über einen längeren Zeitraum entstanden sind, wie zum Beispiel die Abnutzung von Parkett oder Teppichboden durch häufiges Betreten gelten dagegen nicht als Mietschäden. Mietschäden solltest du bis mindestens 250.000 Euro absichern.

Deckschäden

Hat dein liebestoller Mischling die Rassehündin des Nachbarn geschwängert, entsteht diesem ein wirtschaftlicher Schaden, da sich kein reinrassiger Nachwuchs einstellt. In diesem Fall ist die Versicherung gegen Deckschäden die notwendige Absicherung.

Ob dieser Versicherungsschutz inkludiert ist, kann in den „Besonderen Bedingungen und Risikobeschreibungen“ nachgelesen werden.

Urlaub im Ausland

Viele Hunde dürfen ihre Herrchen in die Ferien begleiten. Um am Urlaubsort versichert zu sein, wird ein mindestens zwölf Monate umfassender Auslandsschutz notwendig. Beim Abschluss sollte darauf geachtet werden, dass einige Anbieter zwischen dem Aufenthalt in Europa und einer weltweiten Absicherung unterscheiden.

Wenn du also lediglich in die Steiermark zum Wandern oder an den Hundestrand von Büsum unterwegs bist, lässt sich einiges an Geld einsparen.

Welche Voraussetzungen muss der Hund mitbringen?

Die Hundehaftpflicht greift erst ab einem bestimmten Alter. Einige Anbieter versichern junge Hunde ab acht Wochen, wieder andere erteilen erst ab einem Alter von 16 Wochen Versicherungsschutz.

Das Höchstalter beträgt bei den meisten Anbietern sieben Jahre. Einige wenige Versicherungen bieten die Hundehaftpflicht bis zu einem Alter von zehn Jahren an. Besonderes Augenmerk wird auf die Rasse der Hunde gelegt. Für als gefährlich eingestufte Hunderassen können die Beiträge bis auf das Doppelte ansteigen. Auch für häufig von Krankheiten betroffene Rassen wird häufig mehr verlangt.

Du solltest deinen Hund relativ früh versichern. Ein relativ alter Hund lässt sich nur schwer versichern. (Bildquelle: 123rf.com / Susan Richey-Schmitz)

Was ist eine Zwingerhaftpflicht?

Eine Zwingerhaftpflicht ist nicht, wie der Name vermuten lässt, für im Zwinger gehaltene Vierbeiner ausgelegt, sondern bezieht sich auf Hundezüchter und die Halter mehrerer Hunde. Meistens können diese Versicherungen ab  der Haltung von vier Hunden in einem Haushalt abgeschlossen werden.

Wie regeln die einzelnen Bundesländer die Versicherungspflicht?

Folgende Übersicht listet die Regelungen in den einzelnen Bundesländern auf (Stand Sept. 2019).

Bundesland Regelung
Baden-Württemberg Versicherungspflicht für alle Listenhunde ab dem siebenten Monat
Bayern Versicherungspflicht für alle Listenhunde, Deckungssumme mindestens eine Million Euro für Personen- und 250.000 Euro für Sachschäden
Berlin Versicherungspflicht für alle Hunde, Deckungssumme mindestens eine Million Euro
Brandenburg Versicherungspflicht für Listenhunde, Befreiung durch Gutachter möglich
Bremen Versicherungspflicht für Listenhunde
Hamburg Versicherungspflicht für alle Hunde, Deckungssumme mindestens eine Million Euro, Selbstbeteiligung auf 500 Euro begrenzt
Hessen Versicherungspflicht für Listenhunde, Deckungssumme mindestens 500.000 Euro
Mecklenburg-Vorpommern keine Versicherungspflicht
Niedersachsen Versicherungspflicht für alle Hunde ab siebenten Monat Deckungssumme mindestens 500.000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für Sachschäden
Nordrhein-Westfalen Versicherungspflicht für alle aggressiven Hunde ab 40 Zentimeter Widerristhöhe und ab 20 kg Körpergewicht
Rheinland-Pfalz Versicherungspflicht für Listenhunde, Deckungssumme mindestens 500.000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für sonstige Schäden
Saarland Versicherungspflicht für gefährliche Hunderassen, jährlicher Versicherungsnachweis notwendig
Sachsen Versicherungspflicht für Listenhunde ab dem siebenten Monat, Befreiung durch Gutachter möglich
Sachsen-Anhalt Versicherungspflicht für alle Hunde ab vier Monate, Deckungssumme mindestens 500.000 Euro für Personen- und Sachschäden und 50.000 Euro für Vermögensschäden
Schleswig-Holstein Versicherungspflicht für alle Hunde ab vierten Monat, Deckungssumme mindestens 500.000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für sonstige Schäden
Thüringen Versicherungspflicht für alle Hunde ab dem vierten Monat, Deckungssumme mindestens 500.000 Euro für Personen- und Sachschäden und 250.000 für sonstige Schäden.

Was sind die häufigsten Schadensfälle?

Ein Schadensrisiko ist täglich vorhanden und gilt auch für kleine, gutmütige oder besonders gut erzogene Hunde.

Die Liste der häufigsten Schadensfälle macht deutlich, dass oft bereits ein unbedachter Moment genügt, um einem nicht unerheblichen Schaden gegenüberzustehen.

  • Verletzung anderer Tiere
  • kleinere Schäden
  • Verletzung von Menschen
  • Schäden innerhalb der Wohnung
  • Schäden im Verkehr
  • Schäden an der Elektronik
  • Eigenschäden
  • Vermögensschäden
  • Ausfalldeckung
  • Brandschäden

Entscheidung: Welche Arten von Hundehaftpflicht gibt es und welche ist die Richtige für dich?

Die Hundehaftpflicht wird in private Hundehaftpflicht, betriebliche Hundehaftpflicht und Zwingerhaftpflicht unterschieden.

Hundehaftpflicht gibt es in verschiedenen Ausführungen, grundsätzlich kann man drei Haupttypen unterscheiden:

  • Private Hundehaftpflicht
  • Betriebliche Hundehaftpflicht
  • Zwingerhaftpflicht

Was zeichnet eine private Hundehaftpflicht aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Die private Hundehaftpflicht ist in einigen Bundesländern vorgeschrieben.

Jeder Hundehalter ist aufgerufen, seinen Hund zu versichern und sich selbst vor teils existenzbedrohlichen Schäden abzusichern. Die private Hundehaftpflicht ist in einigen Bundesländern vorgeschrieben und wer dies versäumt, macht sich vor dem Gesetz strafbar.

Bei einem recht geringen Jahresbeitrag wird ein umfassender Personen-, Sach- und Vermögensschutz geboten. Die Preise für die Versicherungen schwanken und sind abhängig von Anbieter, Laufzeit oder Leistungsspektrum.

Vorteile
  • Absicherung von Privatpersonen
  • Moderate Jahresbeiträge
  • Schutz bei Personen-, Vermögens- und Sachschäden
Nachteile
  • Große Preisunterschiede
  • Höhere Beiträge für Listenhunde
  • Ältere Hunde werden nicht versichert

Was zeichnet eine betriebliche Hundehaftpflicht aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Wer nicht nur mit Hunden zusammenlebt, sondern täglich mit ihnen arbeitet, kann eine betriebliche Hundehaftpflicht abschließen.

Dieser Versicherungsschutz ist zu empfehlen für:

  • Hundezüchter
  • Hundetrainer
  • Hundefriseure
  • Hundesitter
  • Betreiber von Tierheimen
  • Betreiber von Tierpensionen

Die betriebliche Hundehaftpflicht greift bei allen Schäden, welche bei der Arbeit mit Hunden im beruflichen Alltag entstehen.

Vorteile
  • Absicherung bei der Arbeit mit Hunden
  • Umfassender Schutz für Tierheime, Tierpensionen etc.
  • Auch als Ergänzung zur privaten Hundehaftpflicht sinnvoll
Nachteile
  • Deckt die Schäden im privaten Bereich nicht ab
  • Oft teurer als private Hundehaftpflicht

Was zeichnet eine Zwingerhaftpflicht aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Die Zwingerhaftpflicht macht die Absicherung mehrerer Hunde möglich. Der Begriff Zwinger bezieht sich nicht auf die Form der Haltung, sondern soll lediglich darauf hinweisen, dass mehrere Tiere sich gleichzeitig versichern lassen.

Für Listenhunde können ebenfalls höhere Beiträge fällig werden. Es kann auch vorkommen, dass einige Anbieter den Versicherungsschutz für Kampfhunde ablehnen. Der Antragsteller muss Name und Rasse der Hunde und deren Anzahl angeben. Auch Welpen sind mitversichert.

Vorteile
  • Günstige Versicherung mehrerer Hunde möglich
  • Züchter sind rundum abgesichert
  • Auch Welpen sind mitversichert
Nachteile
  • Erst ab einer Anzahl von vier Hunden möglich
  • Einschränkungen für Listenhunde

Die Haltung und Erziehung von Hunden ist keine leichte Aufgabe. Auch wer glaubt, diesbezüglich alles richtig gemacht zu haben, kann nicht in der Haut seines Tieres stecken. Schäden können im Alltag täglich eintreten.

Werden dabei Personen verletzt, entstehen Kosten, die meist allein nicht zu tragen sind. Mit einer Hundehaftpflicht ist eine Absicherung gegen Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden gegeben.

In einigen Bundesländern ist die Absicherung für jeden Vierbeiner Pflicht. Andere Bundesländer schränken die Versicherung auf als gefährlich eingestufte Listenhunde ein. Die Hundehalter selbst sollten keine Kompromisse eingehen und sich mit einer Hundehaftpflicht gegen mögliche Schäden absichern. Dies gibt Sicherheit und gestaltet das Leben mit dem Vierbeiner entspannter.

Trivia: Was du sonst noch über die Hundehaftpflicht wissen solltest

Wann zahlt die Versicherung nicht?

Zahlt die Hundehaftpflicht nicht, ist dies meist auf zwei Gründe zurückzuführen:

  • es liegen gefahrdrohende Umstände vor
  • der Schaden wurde zu spät gemeldet

Sind als auffällig und aggressiv geltende Hunde ohne Maulkorb und Leine unterwegs, kommt die Hundehaftpflicht nicht für entstandene Schäden auf.

Gleiches gilt, wenn die Schadensmeldung zu spät bei der Versicherung eingegangen ist. Du solltest umgehend reagieren. Bereits eine Woche nach Eintritt des Schadens gilt dieser bei den meisten Versicherungen als verschleppt und es erfolgt keine Leistung.

Bei den meisten Hundehaftpflichtversicherungen sind Eigenschäden ausgenommen. Ausgenommen sind folglich alle Schäden, welche den Versicherungsnehmer und mitversicherte Personen ereilen.

Entsteht einem Familienmitglied Schaden, fällt dies in den Zuständigkeitsbereich der privaten Unfallversicherung.

In einigen leistungsstarken Tarifen sind einige Eigenschäden inkludiert. Wer hier Bedarf sieht, sollte sich vor dem Abschluss der Versicherung genauer erkundigen. Entsteht einem Familienmitglied Schaden, fällt dies in den Zuständigkeitsbereich der privaten Unfallversicherung.

In bestimmten öffentlichen Bereichen sind Hunde an der Leine zu führen. Abhängig vom Tarif, kommt die Hundehaftpflicht auch für Schäden auf, die nicht an der Leine geführte Tiere verursachen. Ob der Hund eigentlich hätte angeleint ein müssen, da es Ort und Situation erfordern, ist für die Hundehaftpflicht, welche diese Option inkludiert nicht von Belang.

Wie versichere ich einen Jagdhund?

Für Jagdhunde gelten besondere Bestimmungen. Der Abschluss einer hier thematisierten Hundehaftpflicht ist  in diesem speziellen Falle nicht notwendig. Stattdessen muss für diese Tiere eine Jagdhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Für einen Jagshund solltest du eine Jagdhaftpflichtverischerung abschließen. (Bildquelle: 123rf.com / dolgachov)

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Auch wenn die Beträge dich vielleicht überraschen oder sogar abschrecken, an der Versicherungssumme sollte nicht gespart werden. Allgemein üblich sind Versicherungssummen zwischen drei und zehn Millionen Euro.

Entstehen Personenschäden, ist eine derartige Kalkulation durchaus realistisch. Erst dann bist du wirklich abgesichert, wenn der Hund beißt oder in einen Verkehrsunfall verwickelt ist.

Niedrige Versicherungssummen versprechen übrigens nicht automatisch einen geringen Versicherungsbeitrag. Eine Versicherungssumme von fünf Millionen Euro ist empfehlenswert.

Was ist unter Selbstbeteiligung zu verstehen?

Eine Selbstbeteiligung kennst du wahrscheinlich von deiner Kfz-Versicherung. Wer sich dafür entscheidet, kann seinen Versicherungsbeitrag minimieren, wird im Schadensfall dann aber auch entsprechend zur Kasse gebeten.

Wer Versicherungen mit einer Selbstbeteiligung von 100 bis 200 Euro abschließt, kann seinen Jahresbeitrag um durchschnittlich zwölf Euro senken. Es spricht nichts gegen eine geringe Selbstbeteiligung, welche im Schadensfall problemlos gezahlt werden kann. Ob dies für dich eine Option ist, musst du selbst entscheiden.

Werden alle Hunderassen in der Hundehaftpflicht versichert?

Theoretisch werden alle Hunderassen versichert. Die Halter von Listenhunden müssen mit deutlich höheren Kosten rechnen und sollten sich vorab erkundigen, denn nicht jede Versicherung übernimmt automatisch den Versicherungsschutz für Kampfhunde.

Günstige Tarife werden sich für die beliebtesten Hunde der Deutschen finden lassen:

  • Deutscher Schäferhund
  • Teckel
  • Deutsch Drahthaar
  • Golden Retriever
  • Pudel
  • Deutsche Dogge

Günstige Versicherungen für Listenhunde sind zugegeben selten zu finden. Es wird ein Risikozuschlag erhoben, welcher schnell beinahe das Doppelte der üblichen Summen ausmacht. Vor der Anschaffung sollten Hundehalter abklären, ob ihr favorisierter Vierbeiner als Listenhund gilt.

Die bekanntesten Listenhunde sind:

  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Staffordshire Terrier

In ausgewählten Bundesländern gelten auch Tiere als Kampfhunde, von denen man es vielleicht nicht vermuten würde:

Listenhund Bundesland
Rottweiler Bayern, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen
Kangal Hamburg, Hessen
Dobermann Brandenburg

Welche Zusatzleistungen sind möglich?

Die Hundehaftpflicht deckt einen Basisschutz ab. Dieser lässt sich durch verschiedene Optionen erweitern. Damit kann auf individuelle Gegebenheiten Rücksicht genommen werden. Die Beiträge steigen durch eine Erweiterung des Versicherungsschutzes.

Daher sollte abgewogen werden, ob einige der folgenden Zusatzleistungen für dich und deinen Vierbeiner in Frage kommen:

  • Mietsachschäden
  • Fremdhüter-Risiko
  • Forderungsausfalldeckung
  • ungewollter Deckakt
  • Führen ohne Leine

Die Preise variieren zwischen den einzelnen Anbietern. Daher lohnt es, vorab mehrere Angebote zu vergleichen.

Wie ist die Mindestlaufzeit einer Hundehaftpflicht?

Die Mindestlaufzeit wird bei Versicherungsabschluss festgelegt und beinhaltet den Zeitraum, welcher verstreichen muss, bevor du die Hundehaftpflicht wechseln oder kündigen kannst. Üblich sind Mindestlaufzeiten zwischen einem und drei Jahren.

Wer sich für eine längere Mindestlaufzeit entscheidet, kann bei den Rabatten sparen. Viele Versicherungen zeigen sich in diesem Punkt erstaunlich kulant.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.transparent-beraten.de/schadensfall-lexikon/schaeden-durch-den-eigenen-hund/

[2] https://www.planethund.com/allgemein/wer-zahlt-wenn-hund-schaden-verursacht.html

[3] https://orthopaedisches-hundebett-24.de/hundehaftpflicht/

[4] https://suche.web.de/web/result?q=Hundehaftpflicht%20Warum&page=1&src=tb_newtab_ff&btabid=bff386d4-0aa7-441c-9474-8bfaefce2767&comp=web_backtab

[5] https://suche.web.de/web/result?q=Hundehaftpflicht%20Warum&page=1&src=tb_newtab_ff&btabid=d8aa7a65-286b-4fdb-9a27-d05833699b0e&comp=web_backtab

Bildquelle: 123rf.com / Jaromir Chalabala

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Thorsten berät Menschen, wie man Geld am besten privat anlegt. Um auf dem neusten Stand zu bleiben, beschäftigt er sich in seiner Freizeit intensiv mit verschiedenster Fachliteratur. Auch über verschiedene Finanzierungsmodelle weiß er Bescheid. Um sein Wissen mit noch mehr Menschen zu teilen, hat er sich dazu entschieden, über diese Thematiken zu schreiben.