Zuletzt aktualisiert: 2. Oktober 2020

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Als Hundebesitzer möchtest du natürlich immer nur das Beste für dein Tier. Eine Hundekrankenversicherung hilft dir dabei, die Kosten zu minimieren. Krankheiten beim Hund treten treten meist plötzlich auf und du solltest darauf vorbereitet sein. Ein Besuch beim Tierarzt kann bei einer ernsthaften Erkrankung schnell mehrere 100 Euro kosten. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Anbieter, die Versicherungen für den Ernstfall anbieten. Mit diesem Ratgeber möchten wir dir Hinweise geben, worauf du achten solltest, wenn du eine solche Versicherung abschließen möchtest.

Inhaltsverzeichnis




Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt viele verschiedene Anbieter von Hundekrankenversicherungen. Aber nicht alle Versicherungen bieten die gleichen Leistungen an. Ein Blick in das Kleingedruckte lohnt sich daher immer.
  • Bei den Versicherungen gibt es reine OP-Versicherungen, die auch nur die Kosten für eine Operation am Hund abdecken. Schaue vorab unbedingt in den Vertragsbedingungen nach, was bei dieser Versicherung als Operation gilt.
  • Eine Hundekrankenversicherung definiert sich im besten Fall als absolute Vollversicherung im Krankheitsfall für deinen Hund. Bei einigen werden sogar Vorsorgekosten wie Wurmkuren oder das jährliche Impfen übernommen.

Hundekrankenversicherung: Favoriten der Redaktion

Die beste Hundekrankenversicherung mit geringer Kostenübernahme

Petprotect Komfort

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Bei dieser Variante der petprotect Hundekrankenversicherung werden bis zu 60% der anfallenden Kosten übernommen.




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29,90 EUR

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Bei dieser Variante der petprotect Hundekrankenversicherung werden bis zu 60% der anfallenden Kosten übernommen. Diese Leistung staffelt sich nach dem jeweiligen Alter des Hundes wie folgt:

60% bei Alter 8 Wochen – 6 Jahre
50% bei Alter 7 – 9 Jahre
40% bei Alter > 9 Jahre

Leistungen, wie veterinärmedizinisch notwendige Heilbehandlungen, Schmerzstillende Zahnbehandlung inkl. Extraktion, Unterbringung in einer Tierklinik oder Tierarztpraxis und Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel sind in der Krankenversicherung enthalten und werden mit bis zu 60% geldlich unterstützt.

Die beste Hundekrankenversicherung mit hoher Kostenübernahme

Petprotect Premium

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Bei dieser Variante der petprotect Hundekrankenversicherung werden bis zu 80% der anfallenden Kosten übernommen.




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39,90 EUR

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Mit einem etwas höheren Beitrag pro Monat kannst du bei der Variante Premium bereits eine Versicherung erlagen, die bis zu 80% der Leistungen übernimmt. Auch hier wird nach dem Alter deines Hundes differenziert:

80% bei Alter 8 Wochen – 6 Jahre
70% bei Alter 7 – 9 Jahre
60% bei Alter > 9 Jahre

Es werden die bereits aufgezählten Leistungen unterstützt. Der Versicherungsschutz gilt hierbei in Europa und außerhalb von Europa für bis zu sechs Monate.

Die beste Hundekrankenversicherung mit kompletter Kostenübernahme

Petprotect Exklusiv

Petprotect Exklusiv

Bei dieser Variante der petprotect Hundekrankenversicherung werden bis zu 100% der anfallenden Kosten übernommen.




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49,90 EUR

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Die umfangreichste Krankenversicherung für deinen Hund ist das petprotect Exklusiv Paket. Hier können Leistungen bis zu 100% übernommen werden. Die Altersdifferenzierung ist wie folgt:

100% bei Alter 8 Wochen – 6 Jahre
90% bei Alter 7 – 9 Jahre
80% bei Alter > 9 Jahre

Auch sind in diesem Paket alle notwendigen Leistungen enthalten, der Schutz in und außerhalb von Europa und eine einmalige Gesundheitspauschale. Die Versicherung bei petprotect ist außerdem auch monatlich kündbar.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Hundekrankenversicherung abschließt

Was ist eine Hundekrankenversicherung?

Viele Versicherungen, die sich auf Haustiere spezialisiert haben, bieten eine Hundekrankenversicherung an. Jeder Hundebesitzer kennt das: Ein Besuch beim Tierarzt kann schnell an die 100 Euro kosten. Bei Unfällen und Aufenthalten in einer Tierklinik erreichen die Beträge oftmals mehr als 1000 Euro.

Die Krankenversicherung für Hunde übernimmt die anfallenden Tierarztkosten und rechnet in den meisten Fällen direkt mit dem Arzt ab.

(Bildquelle: 123rf.com / DAVID HERRAEZ)

Die Hundekrankenversicherung ist in etwa vergleichbar mit der privaten Krankenversicherung für uns Menschen. Das ist nur logisch, denn der Hund ist streng genommen ein Privatpatient bei jedem Tierarzt.

Eine Hundekrankenversicherung erstattet dir im besten Fall jeden Tierarztbesuch.

Du bist als Hundehalter verpflichtet, die Kosten der Behandlung an deinem Vierbeiner nach dem Besuch direkt zu zahlen. Der Tierarzt wiederum verpflichtet sich, sein Honorar an die GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) anzulehnen.

Wenn du deinen Hund komplett krankenversichern möchtest, wirst du um eine Hundekrankenversicherung nicht herumkommen. Diese erstattet dir im besten Fall jeden Tierarztbesuch – sei es zur Vorsorge oder im akuten Krankheitsfall.

Was ist der Unterschied zwischen einer Hundekrankenversicherung und einer reinen OP Versicherung?

Um die passende Hundekrankenversicherung für deinen Hund auswählen zu können, ist es wichtig, die Unterschiede zu kennen.

Hundekrankenversicherung

Bei einer Hundekrankenversicherung werden alle Tierarztbesuche erstattet. Neben schweren Erkrankungen wie Unfälle usw. werden auch die Kosten für typische leichte Erkrankungen deines Vierbeiner übernommen wie beispielsweise:

  • Problematiken im Magen-Darm Bereich
  • Versorgung von kleineren Wunden
  • Erkältungskrankheiten
  • allgemeines Unwohlsein
  • Entzündung der Krallen
  • Entzündungen an Augen
  • Hautausschlägen wie Hotspot
  • Vorsorgeleistungen wie Wurmkuren und Impfungen

Die Hundekrankenversicherung als Vollversicherung kostet dementsprechend natürlich. In der Regel sind ca. 50 Euro pro Monat an die Versicherung zu zahlen.

OP-Versicherung

Um die monatliche Rate etwas zu senken, bieten einige Versicherungen eine reine OP-Versicherung an. In diesem Fall zahlt die Versicherung den Tierarzt nur, wenn er eine Operation an deinem Vierbeiner ausführt.

Das sind natürlich auch die teureren Behandlungen, die dich als Tierbesitzer – vor allem plötzlich – vor ungeahnte finanzielle Herausforderungen stellen. Nicht selten haben Tierbesitzer daher schon Kredite aufnehmen müssen, um den Tierarzt nach solchen Operationen zu bezahlen.

Die finanziellen monatlichen Belastungen für eine reine OP-Versicherung sind deutlich niedriger, als bei der Hundekrankenversicherung. Das liegt daran, dass sie seltener in Anspruch genommen werden muss und im Optimalfall gar nicht zum Tragen kommt.

Typische Erkrankungen für eine OP-Versicherung sind folgende:

  • Knochenbrüche
  • Magendrehung
  • Darmverschluss
  • Operationen an den Gelenken bei HD
  • Kreuzbandriss
  • Tumorentfernungen
  • Augenoperationen
  • Zahnoperationen
  • Operationen nach Unfällen aller Art

In der Regel sind der Tag vor der Operation – also die Befundaufnahme – und einige Tage nach der Versorgung mit versichert. Aber auch da lohnt es sich, einen genauen Blick in das Kleingedruckte der Versicherungspolice zu werfen. Jede Versicherungsgesellschaft hat ihre eigenen Richtlinien.

Für wen ist eine Hundekrankenversicherung sinnvoll?

Wenn du keine finanziellen Rücklagen für den „Fall der Fälle“ zur Verfügung hast, kann eine Hundekrankenversicherung für dich tatsächlich sinnvoll sein. Grundsätzlich musst du immer damit rechnen, dass dein Vierbeiner ernsthaft erkranken kann.

Das muss nicht immer absehbar wie bei einer Krankheit sein. Vor allem bei Unfällen können von jetzt auf gleich immense Tierarztkosten auf dich zukommen.

Manche Tierbesitzer zahlen monatlich einen gewissen Geldbetrag auf ein gesondertes Sparbuch ein, umso für den Ernstfall gewappnet zu sein. Diese Konsequenz ist aber nicht für jeden Tierbesitzer durchführbar.

Sollte der Unfall allerdings im ersten Jahr der eigenen Vorsorge eintreten, ist unter Umständen noch nicht genügend Geld angespart. Eine Versicherung tritt auch im ersten Jahr für die Kosten ein.

(Bildquelle: 123rf.com / Lindsay Helms)

Übernimmst du einen Hund aus dem Tierschutz, weißt du mitunter nicht viel über die Vergangenheit des Hundes. Das betrifft natürlich auch die Krankheitsgeschichte.  Dabei muss es keine böse Absicht des Tierschutzvereins oder des Tierheimes sein, diese Informationen nicht weiterzugeben.

Sie wissen es oftmals selber nicht. Vor allem Tiere aus dem Auslandstierschutz müssen als Überraschungspakete gesehen werden – nicht nur was das Verhalten betrifft, sondern auch der Krankheitsstatus. Für diese Fälle ist eine Hundekrankenversicherung wirklich als sinnvoll anzusehen.

Was kosten die einzelnen Versicherungen?

Wir haben dir eine übersichtliche Tabelle zusammengestellt, damit du auf einem Blick die Preise vergleichen kannst:

Versicherungsart Kosten pro Monat in €
OP-Versicherung nach Unfällen 10 – 15 €
OP-Versicherung nach Unfällen und Krankheiten 18 – 30 €
Hundekrankenversicherung – Vollschutz 40 – 90 €

Können alle Hunde versichert werden?

Grundsätzlich können natürlich alle Hunde versichert werden, die eindeutig identifizierbar sind. Das Tier muss also zwingend mit einem Mikrochip und einer eindeutigen Mikrochip-Nummer gekennzeichnet sein.

Bei älteren Hunden wird unter Umständen auch eine gut lesbare Tätowierung im Ohr anerkannt. Die Chipnummer muss bei der Anmeldung übermittelt werden.

Es ist wichtig, das Kleingedruckte zu lesen.

Allerdings gibt es auch Versicherungen, die einige Hunde bzw. Hunderassen von vorneherein ausschließen und sie nicht versichern. Andererseits gibt es aber auch Versicherungsgesellschaften, die genau diese Hunde wieder auffangen, die andere Versicherungen ablehnen.

Deshalb ist es so wichtig, sich das Kleingedruckte genau durchzulesen. Abgeschlossen ist eine Hundekrankenversicherung schnell. Wichtig ist, wie sie sich verhält, wenn der Versicherungsfall tatsächlich eintrifft.

Im folgenden beantworten wir dir die wichtigsten Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du eine Versicherung abschließt. Dabei ist es egal, für welche Art der Versicherung du dich entscheidest. Die Richtlinien gelten sowohl für den reinen OP-Schutz als auch für die komplette Hundekrankenversicherung.

Gibt es eine Altersbeschränkung?

Was das Alter des Hundes betrifft, gibt es natürlich eine Aussage, die fast immer zutrifft: Je jünger der Hund ist, desto besser sind die Konditionen seitens der Versicherung.

https://www.instagram.com/p/B4QOTGyq1bK/

Das liegt daran, dass naturgemäß junge Hunde gesund sind und auch noch länger gesund bleiben. Hohe Tierarztkosten treten in der Regel später auf, sobald der Hund ein gewisses Alter erreicht hat.

So sind die meisten Versicherungen dazu übergegangen, eine Altersbeschränkung für Hunde auszusprechen. Bei einigen Gesellschaften gelten bereits Tiere, die das achte Lebensjahr vollendet haben, als zu alt. Einen neun Jahre alten Hund kannst du dann dort nicht mehr versichern.

Andere Anbieter sehen es etwas lockerer und setzen die Altersgrenze bei zwölf Jahren an. Allerdings sind dann die monatlichen Zahlungen für diese Versicherungsleistung im Vergleich sehr hoch.

Das liegt einfach daran, dass das Risiko zu erkranken für ältere Hunde einfach höher angesiedelt ist. Bei einem 15 Jahre alten Hund wirst du allerdings bei keiner Versicherung fündig werden. Dieses Risiko wird niemand tragen wollen.

Werden Hunderassen ausgeschlossen?

Da es sich um eine Krankenversicherung handelt, werden keine Hunderassen explizit ausgeschlossen. Das kann bei einer Haftpflichtversicherung der Fall sein und zwar bei Hunden, denen ein höheres Aggressionspotenzial oder eine große Gefährlichkeit nachgesagt wird.

Ein Listenhund kann genau so einen Unfall erleiden oder krank werden wie ein Hund, der nicht auf einer Liste steht.

Es kann aber durchaus sein, dass eine Versicherung bestimmte Krankheiten, die rassespezifisch sind, nicht erstattet. Bei einem Mops ist es beispielsweise bekannt, dass sie durch Überzüchtung vermehrt an Atemproblemen leiden.

So ist in diesem Fall eine Operation am Gaumensegel oftmals ausgeschlossen. Hat der Mops allerdings Zahnschmerzen, so ist eine Zahnextraktion natürlich erstattungsfähig, da es mit der Rasse „Mops“ generell nichts zu tun hat.

Müssen die Hunde aktuell gesund sein?

Diese Frage ist eindeutig mit „Ja“ zu beantworten. Wenn du deinen Hund also krankenversichern möchtest, sollte er zu dem Zeitpunkt der Antragstellung gesund sein. Manche Versicherungen verlangen zusätzlich auch, dass der Vierbeiner durch Impfungen grundimmunisiert ist und möchten auch eine Kopie des Impfpasses sehen.

In den meisten Fällen werden Hunde bis zu einem Alter von vier Jahren ohne weitere Gesundheitsuntersuchungen versichert. Ist der Vierbeiner älter, wird oftmals ein Gesundheitszeugnis von einem anerkannten Tierarzt gefordert.

Auf jeden Fall solltest du die Gesundheitsfragen auf dem Antrag der Versicherung wahrheitsgemäß beantworten.

Hat dein Hund eine Erkrankung, scheue dich nicht, einen direkten Ansprechpartner der Versicherung anzusprechen. Viele Versicherungen haben auch Einzellösungen oder Sonderpolicen in ihrer Schublade. Wichtig ist, dass du von Anfang an mit offenen Karten spielst.

Wie sieht es mit allgemeinen Vorerkrankungen aus?

Diese Frage interessiert deine Versicherung nur, wenn dein Hund eine schwere Erkrankung in den letzten Jahren hatte. Sie möchten gerne wissen, was es für eine Erkrankung war und ob sie vollständig ausgeheilt ist.

Die Krankenversicherung möchte Vorerkrankungen deines Hundes wissen.

Hat dein Vierbeiner vor zwei Jahren einen Beinbruch aufgrund eines Unfalles erlitten, ist davon auszugehen, dass es sich um eine einmalige Erkrankung handelt und auch in Zukunft kein Problem mehr darstellen wird.

Genauso werden beispielsweise Erkältungen, Durchfälle und sonstige „harmlose“ Hundekrankheiten gesehen.

Hat dein Liebling allerdings eine chronische Erkrankung wie chronischer Durchfall oder eine Schilddrüsenerkrankung, wird die Versicherung vielleicht anders entscheiden.

Auch wenn dein Hund zum Zeitpunkt der Antragstellung gesund erscheint, weil er mit Medikamenten gut eingestellt ist, wird die Hundekrankenversicherung diesen Umstand anders sehen. Manchen Gesellschaften ist das Risiko einfach zu groß und sie werden den Hund nicht versichern.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass eine gewisse Wartezeit bei fast allen Versicherungen gegeben ist. Das bedeutet, dass nach Abschluss der Versicherung einige Zeit (meistens drei Monate) noch keine Leistungen bei Krankheiten gewährt werden.

Die Praxis sieht dann so aus, dass du drei Monatsbeiträge bezahlst und dein Hund erst dann versichert ist. So wird auch umgangen, dass du einen akut kranken Hund versichern kannst. Diese Wartezeit entfällt natürlich bei Unfällen aller Art.

Werden typische Erbkrankheiten behandelt?

Bei den meisten Versicherungen sind tatsächlich typische Erbkrankheiten von der Versicherungsleistung ausgeschlossen. Als Beispiel dient hier die Hüftgelenksdysplasie (HD) bei Schäferhunden.

Bei dieser Erkrankung wird angenommen, dass sie vererbt werden kann. Willst du einen Schäferhund-Welpen versichern, kann es sein, dass die Versicherung eine HD- Freiheit der Elterntiere verlangt. Nur wenn die Eltern HD-frei sind, wird der Welpe versichert.

Andere Versicherungsgesellschaften können es anders sehen und versichern natürlich den Welpen gegen andere Erkrankungen, schließen aber speziell die Behandlung auf HD aus.

In der folgenden Übersicht zeigen wir dir, welche rassebedingten Ausschlüsse es bei den Versicherungen geben kann:

  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Ellenbogendysplasie (ED)
  • Herzerkrankungen
  • Allergien
  • Schilddrüsenerkrankungen

Was versteht die Versicherung unter einer Operation?

Manchmal bedürfen auch einfache Begriffe eine ganz klare Definition. So ist es auch bei dem Wort „Operation“. Jeder von uns stellt sich tatsächlich etwas anderes darunter vor.

Darum ist es sehr wichtig, dass du deine Versicherung vor Vertragsabschluss fragst, was sie darunter verstehen. Das ist vor allem wichtig, wenn du eine reine OP-Versicherung abschließen möchtest.

Manche Versicherungen stellen sich tatsächlich etwas quer, wenn es um die Regulierung eines Schadensfalles geht. Bei der reinen OP-Versicherung wird oftmals eine Operation nicht anerkannt. Für jede Versicherung gibt es ein anderes Kriterium, welches eine Operation erfüllen muss.

Bei einigen Versicherungen ist die Voraussetzung für eine OP, dass eine Narkose gesetzt wird. Demnach wären kleinere Operationen, die lediglich unter örtlicher Betäubung stattfinden, nicht mitversichert. Das kann beispielsweise sein, wenn eine Kralle gezogen wird oder eine Bissverletzung genäht wird.

Für andere Gesellschaften hingegen muss bei einer Operation zwingend eine Naht genäht werden. Damit wäre dann zwar der operierte Hundebiss versichert, aber keine Extraktion eines Zahnes unter Vollnarkose.

Daher ist es tatsächlich sehr wichtig, dass du dich im Vorfeld darüber schlau machst, welche Leistungen im Ernstfall wirklich erstattet werden.

Wie sieht die Laufzeit einer Hundekrankenversicherung aus?

Wie bei anderen Versicherungen auch, endet die Laufzeit einer Hundekrankenversicherung mit dem Tod des jeweiligen Tieres. Darunter fällt natürlich auch, wenn du deinen Vierbeiner aus anderen Gründen nicht mehr in deinem Besitz hast – ihn also abgegeben bzw. verkauft hast.

In diesem Fall endet die Versicherungslaufzeit sofort. Beim Tod des Hundes ist eine Bescheinigung vom Tierarzt bei manchen Versicherungen erforderlich. Beim Verkauf des Hundes ist ein Vertrag mit dem neuen Besitzer hilfreich.

(123rf.com / Dmitrii Shironosov)

Viele Hundekrankenversicherungen möchten dich als Kunden für viele Jahre binden. Deshalb bieten sie dir oft im Vorfeld eine sehr lange Laufzeit an, in dessen Gegenzug du geringere Beiträge pro Monat leisten musst.

Die günstigsten Verträge laufen daher über eine Dauer von zehn Jahren und können nur über ein Sonderkündigungsrecht aufgelöst werden.

Entscheidung: Welche Arten von Hundekrankenversicherungen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Jede Versicherung hat ihre eigenen Richtlinien, nach denen sie Leistungen erstatten. Das ist natürlich bei Hundekrankenversicherungen nicht anders. Trotzdem gibt es bei fast allen Versicherungen drei unterschiedliche Situationen, die versichert werden können.

Das sind im einzelnen:

  • OP-Versicherung nach Unfällen
  • OP-Versicherung nach Unfällen und Krankheiten
  • Komplette Krankenversicherung inklusive Vorsorgeleistungen

Was zeichnet eine reine OP-Versicherung nach Unfällen aus und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Bei dieser Variante zahlt die Versicherung die Tierarztkosten oder den Klinikaufenthalt bei deinem Hund nur, wenn eine Operation nach einem Unfall nötig ist. Ein Unfall zeichnet sich dadurch aus, dass er plötzlich und unerwartet eintritt und dein gesunder Hund nach diesem Ereignis eine tierärztliche Operation benötigt.

Typische Situationen, die als Unfall zu werten sind:

  • Kollision mit einem Verkehrsmittel ( Hund wird vom Auto angefahren)
  • Tapsiger Welpe/Junghund kriegt beim Spielen die Kurve nicht und läuft gegen Hauswand
  • Beim Spielen auf der Hundewiese knickt der Hund in einem Buddelloch um und bricht sich das Bein

Diese und ähnliche Situationen sind bei einer reinen OP-Versicherung infolge von Unfällen abgesichert. Preislich ist diese Versicherung die günstigste Variante der Versicherungsarten. Teilweise kannst du deinen Hund schon für unter zehn Euro im Monat versichern.

Vorteile
  • Günstigste Variante
Nachteile
  • Muss sich wirklich um einen Unfall handeln
  • Nur bei Operationen

Was zeichnet eine reine OP-Versicherung nach Unfällen und Krankheiten aus und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Preislich etwas mehr bezahlen musst du bei der OP-Versicherung, die neben Unfälle auch Operationen nach Krankheiten einschließen. Statistisch gesehen erfolgen natürlich mehr Operationen nach vorangegangenen Krankheiten bei deinem Haustier.

Um eine Krankheit bei deinem Hund genau zu diagnostizieren, sind unter Umständen mehrere Tierarztbesuche notwendig. In den meisten Fällen werden vorher Blutproben in ein Labor geschickt und diagnostische Hilfsmittel wie Röntgen, Ultraschall oder Kernspin in Anspruch genommen.

Hier musst du genau in den Versicherungspolicen nachschauen, ob diese Leistungen auch im Falle einer Operation mit übernommen werden.

Manchmal ist es tatsächlich wirklich so: Bis eine gesicherte Diagnose bei deinem Hund festgestellt wird, müssen mehrere teure Untersuchungen bezahlt werden. Die Diagnosefindung ist ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.

Viele Versicherungen sind daher dazu übergegangen, einen Behandlungstag vor der Operation in den Leistungskatalog mit aufzunehmen. Das gleiche gilt für einen Behandlungstag nach einer Operation, in der gegebenenfalls die Naht kontrolliert oder der Verband gewechselt werden muss.

Vorteile
  • Etwas günstiger
  • Operationen nach Krankheit und Unfällen
Nachteile
  • Nicht alle Krankheiten
  • Nicht alle Leistungen

Typische Krankheiten bei deinem Hund, wo diese Versicherung greift:

  • Magendrehung
  • Gelenkoperationen
  • Bauchhöhlen-Operationen
  • Zahnextraktion
  • Tumorentfernungen
  • Augenoperation/Entfernung
  • Blutohren

Was zeichnet eine komplette Krankenversicherung inklusive Vorsorgeleistungen aus und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Den absoluten Vollschutz bezüglich Tierarztkosten verspricht eine Hundekrankenversicherung, die alle Tierarztkosten übernimmt. Dabei ist es egal, ob es sich bei einem Unfall, um eine Erkrankung oder um eine reine Vorsorge für dein geliebtes Tier handelt.

Auch erforderliche Medikamente und Laborleistungen sind bei dieser Versicherungsart inkludiert. Selbst Vorsorgemaßnahmen, die verhindern sollen, dass dein Tier überhaupt erkrankt, sind in dieser Police mit abgesichert.

In manchen Fällen sind selbst Tierheilpraktiker oder Hundephysiologen in der Police integriert. Da musst du dann genau schauen, ob diese Leistungen im Vertrag der Versicherungen aufgeführt sind. Vergleichbar ist dieser komplette Schutz mit einer privaten Krankenversicherung für Menschen.

Bei den meisten Versicherungen werden folgende Situationen bei deinem Hund übernommen:

  • Unfälle plus Folgebehandlungen
  • Untersuchungen für eine Diagnose wie zum Beispiel Röntgen, Ultraschall und Kernspin
  • sämtliche Laborkosten
  • sämtliche Medikamentenkosten
  • Wurmkuren
  • alle erforderlichen Impfungen
  • Leistungen beim Tier-Heilpraktiker
  • Physiotherapie nach Operationen an Gelenken
  • Beratungsgespräche beim Tierarzt
Vorteile
  • Vollschutz
  • Auch Sonderleistungen können enthalten sein
Nachteile
  • Teuer

Hundekrankenversicherungen sind eine tolle Sache, wenn man sich finanziell gegen den Ernstfall absichern möchte. Die meisten Hundebesitzer lieben ihre Tiere abgöttisch und würden lieber auf eigenen Komfort verzichten, wenn dem Hund damit im Krankheitsfall geholfen ist.

Nichts ist schlimmer, als sich eine notwendige Behandlung für den Hund nicht leisten zu können.

Für diesen Fall lohnt sich zumindest eine OP-Versicherung, die den größten Kostenfaktor, der bei einem Hund auftreten kann, abdeckt. Wer keine eigenen Rücklagen für den Tierarzt besitzt, sollte wirklich eine Versicherung abschließen, damit der Hund im Ernstfall behandelt werden kann.

Niemand darf ein Tier wegen einem finanziellen Engpass leiden lassen.

Trivia: Was du sonst noch über die Hundekrankenversicherung wissen solltest

Wenn du eine Hundekrankenversicherung abschließen möchtest, solltest du auch genau Bescheid wissen, was in einem Schadensfall zu tun ist.

Kann ich jeden Tierarzt und jede Tierklinik aufsuchen?

Die meisten Versicherungen erlauben dir, den Tierarzt deiner Wahl und jede Tierklinik aufzusuchen. Die Gesellschaften gehen davon aus, dass jeder zugelassene Tierarzt bemüht ist, jedes Tier nach bestem Wissen und Gewissen zu behandeln.

Es gibt in der Welt der Hundekrankenversicherungen keinen speziellen Vertrauens-Tierarzt, wie es bei den Krankenversicherungen bei uns Menschen der Fall sein kann.

Allerdings wird in der Regel nur eine Rechnung von einem Tierarzt erstattet. Wenn du eine zweite Meinung von einem weiteren Tierarzt einholen möchtest, wirst du diesen selbst bezahlen müssen. So etwas sieht keine Police von einer Tierkrankenversicherung vor.

Wird die Tierarztrechnung zu 100 % erstattet?

Bei der Erstattung bekommt es darauf an, welchen Tarif du bei der Versicherung gewählt hast. viele Gesellschaften erstatten tatsächlich jede Tierarztrechnung bzw. Klinikaufenthalt zu 100 %. Das führt aber zu einem erhöhten monatlichen Beitrag der Versicherungspolice.

Wer die monatlichen Belastungen etwas niedriger gestalten möchte, hat oftmals die Möglichkeit für einen Selbstbehalt. Manche Versicherungen bieten daher an, lediglich 80 % der anfallenden Rechnungen zu erstatten. Dafür reduziert sich dann die allgemeine Versicherungspolice.

Wieder andere Gesellschaften bieten ein anderes Modell an, in dem beispielsweise immer 150 Euro selber getragen werden müssen. Das führt zwar dazu, dass bei kleineren Tierarztrechnungen kaum etwas erstattet wird, aber bei größeren Operationen über 1000 Euro wird mehr erstattet, als bei der 80 %-Regelung.

Vor Vertragsabschluss solltest du dir daher mehrere Möglichkeiten für dich selbst ausrechnen und dann entscheiden, welche finanzielle Absicherung für dich und deinen Hund am sinnvollsten ist.

Versicherungsart Vorteil Nachteil
100% – Erstattung volle Kostendeckung hoher Versicherungsbeitrag
70% – 80% Erstattung günstiger Versicherungsbeitrag ev. hohe Eigenleistung
Selbstbehalt 150-300 € feste Betrag als Eigenleistung bei günstiger Rechnung

Welche GOT-Sätze werden von der Versicherung übernommen?

Fast alle Versicherungsgesellschaften sind sich einig, dass Leistungen vom Tierarzt bis zum 2,5 fachen GOT-Satz übernommen werden. Sämtliche höhere Sätze müssen auf jeden Fall vom Tierarzt eindeutig begründet werden, damit sie ebenfalls erstattet werden.

Der Nottierarzt ist berechtigt, einen höheren GOT-Satz zu veranschlagen.

Denke daran, dass vor allem Notfälle mit dem Tier gerne am Wochenende oder außerhalb der allgemeinen Sprechstundenzeiten der Tierärzte stattfinden. In diesen Fällen musst du mit deinem Hund zu einem Nottierarzt.

Dieser ist berechtigt einen höheren GOT-Satz zu veranschlagen bzw. den Notdienstzuschlag hinzuzufügen. Dann kann es schon mal passieren, dass ein hoher GOT-Satz auf der Rechnung zu finden ist.

Daher solltest du die Versicherung im Vorfeld auf jeden Fall einmal befragen, wie es sich mit den Notdiensten generell verhält. Ein Tierarzt muss vom Gesetzgeber her auf jeden Fall nach der GOT abrechnen. Welchen Prozentsatz er allerdings für seine Leistungen aufschlägt, bleibt alleine ihm überlassen.

Kann ich die Hundekrankenversicherung einfach kündigen?

Wenn du eine Hundekrankenversicherung mit einer mehrjährigen Laufzeit abgeschlossen hast, kannst du nur in einem Sonderfall kündigen. Das kann in folgenden Punkten der Fall sein:

  • Tod des Tieres
  • Verkauf oder Abgabe des Tieres
  • Nach einem Schadensfall
  • Nach einer Beitragserhöhung

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.bundestieraerztekammer.de/tieraerzte/beruf/got/

[2] https://laboklin.com/de/leistungen/genetik/erbkrankheiten/hund/

[3] https://www.steuerring.de/steuererklaerung-hilfe-news/news/kosten-fuer-haustiere-in-der-steuererklaerung.html

[4] https://www.wir-sind-tierarzt.de/2019/08/die-notdienst-got-kommt-aber-reicht-mehr-geld/

Bildquelle: 123rf.com / iakovenko

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