in-Fonds-investieren
Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2020

Hast du dir schon einmal überlegt in Fonds zu investieren? Kennst du die Vor- und Nachteile von Fonds im Vergleich zu anderen Anlageformen? Da es sich bei Fonds um ein Sondervermögen handelt und diese auch Kursschwankungen und somit ein Risiko mit sich bringen, bleibt der Netto-Normalverbraucher vorzugsweise bei Sparbüchern.

Doch verfügbares Kapital in Fonds zu investieren bringt höhere Ertragschancen. Außerdem gibt es verschiedene Arten von Fonds die sich aufgrund ihrer Anlageform, ihrer Erträge und dem damit verbundenen Risiko unterscheiden. Dieser Artikel fasst alles zusammen was du über Fonds und dem Kauf von Fonds wissen solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Investmentfonds sind eine beliebte Anlageform zum langfristigen Vermögensaufbau. Diese werden von professionellen Fondsmanager verwaltet. Ziel ist das Risiko möglichst breit zu streuen, um das Risiko zu vermindern.
  • Je nach Art des Fonds können verschieden hohe Erträge erzielt werden. Die Erträge sind von der Anlagedauer, der Risikobereitschaft und dem Anlageziel abhängig. Grundsätzlich gilt je höher das Risiko, desto höher die Erträge.
  • ETFs (Exchange Traded Funds) sind passiv gemanagte Fonds und zählen zu den Alternativen der Investmentfonds.

In Fonds investieren: Was du wissen solltest

Im folgenden Teil beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema “in Fonds investieren”.

Was sind Fonds und wie funktionieren sie?

Fonds (bzw. Investmentfonds) sind eine beliebte Anlageform zum langfristigen Vermögensaufbau. Deutsche AnlegerInnen können mittlerweile zwischen über 8.000 Fonds wählen. (1, 2)

Unter einem Investmentfonds versteht man ein Sondervermögen, welches von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft beziehungsweise Fondsmanager verwaltet wird.

Dieses Sondervermögen kann in Aktien, Immobilien, Währungen, Staatsanleihen und Rohstoffen angelegt werden und setzt sich aus dem gemeinsam veranlagten Vermögen vieler AnlegerInnen zusammen. Demzufolge erwirbt jeder Investor durch das Einzahlen eines Betrags einen Anteil am Fondsvermögen. (2, 3)

In den Fondsrichtlinien wird die Zusammensetzung des Fondsvermögens eindeutig festgelegt und die enthaltenen Wertpapiere werden laufend unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung ausgetauscht. Zudem ist die Fondsgesellschaft verpflichtet, die ausgegebenen Anteile jederzeit zum festgestellten Rücknahmepreis zurückzukaufen. (3, 5)

Warum sollte ich in Fonds investieren?

Je höher das Risiko, desto notwendiger ist es dieses zu Streuen. Investmentfonds oder Aktienfonds bieten dem Privatanleger die Möglichkeit eine breite Streuung bereits mit einer geringen Investition zu erzielen. Das Risiko, das die Kurse einzelner Anteile fallen wird durch die Chance, dass die Kurse anderer gleichzeitig steigen ausgeglichen. (5, 6)

Vorteile
  • Du musst dich nicht mit der Auswahl von Einzelwerten beschäftigen und sparst dir Zeit.
  • Deine Anlage ist automatisch gestreut, und zwar schon ab kleinen Beträgen.
  • Fonds gelten als Sondervermögen und wird getrennt vom Vermögen aufbewahrt.
  • Qualifizierte Manager setzen sich permanent mit der Mark- und Börsenentwicklung auseinander. Dies erhöht die Chance die angestrebten Renditen zu erzielen.
Nachteile
  • Das Verlustrisiko ist höher als bei herkömmlichen Anlageformen.
  • Zusätzliche Gebühren wie Depotgebühren, Ausgabeaufschlag und Rücknahme Spesen können anfallen.
  • Das veranlagte Geld unterliegt Kursschwankungen und ist daher auch nicht plötzlich verfügbar, wenn es benötigt wird.

Die Nachteile der Fonds sind zum einen das Verlustrisiko bei Kurseinbruch sowie die relativ hohen Kosten für die Veranlagung in Fonds. Daher sollte man der getroffenen Wahl langfristig treu bleiben, um diese Kosten zu decken.

Welche Arten von Fonds gibt es?

Fonds kommen in den verschiedensten Arten vor und werden in diesem Artikel in zwei verschiedenen Arten unterteilt. Zum einen in Management und Ausschüttung und zum anderen in die verschiedenen Fonds-Typen.

Management und Ausschüttung

Fonds lassen sich nach Management und Ausschüttung einteilen. Die Fondsarten werden im Folgendem kurz erklärt.

  1. Ausschüttende Fonds: Die jährlich erwirtschafteten Nettobeträge werden an den Anleger ausgeschüttet. Diese Ausschüttung wird als passiver Cashflow oder Dividende für den Anteilseigner bezeichnet. (2)
  2. Thesaurierende Fonds: Bei thesaurierenden Fonds werden die erwirtschafteten Erträge nicht an den Anleger ausgeschüttet, sondern wieder reinvestiert. Dadurch profitiert der Anteilseigner vom Zinseszinseffekt. Die Reinvestition erfolgt abzüglich laufender Kosten sowie der möglichen Erfolgsbeteiligung der Investmentgesellschaft. (2)
  3. Offene Fonds: In offenen Fonds kann eine unbegrenzte Menge von Anlegergeldern aufgenommen werden. Erworben werden Anteile an offenen Fonds über Finanzinstitute, Banken, der Börse oder der Investmentgesellschaft selbst. Der Anlagehorizont ist flexibel und kann kurz- bis langfristig sein. (2)
  4. Geschlossene Fonds: Geschlossene Fonds sind hingegen dafür gedacht ein begrenztes Kapital für Großprojekte zu sammeln. Der Anlagehorizont ist normalerweise langfristig und kann sich auf zehn bis dreißig Jahre erstrecken. Durch einen Ausgabeaufschlag (Agio) von fünfzehn bis zwanzig Prozent sind die Kosten relativ hoch und die Mindestanlagesumme liegt bei in etwa 5000 Euro. (2)

Man unterscheidet zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds, sowie zwischen offenen und geschlossenen Fonds.

Fonds-Typen

Ein Aktienfond ist ein Wertpapier, das sich ausschließlich aus Aktien zusammen. Dabei wird jedoch nicht nur in eine, sondern in eine breite Palette von Aktien investiert, die ein Fondsmanager als gewinnbringend erachtet werden. Bei Aktien wird der Investor oder Aktionär zum Miteigentümer des Unternehmens und kann von der Kurssteigerung oder der Dividendenausschüttung profitieren.Aktienfonds sind zur langfristigen Investition gedacht und können eine Dividende von fünf bis zehn Prozent jährlich einbringen. Die Kursentwicklung der gewählten Aktien ist somit entscheidend für die Werteentwicklung des Aktienfonds.

Vorteile
  • von der Kurssteigerung profitieren
  • von der -Dividendenausschüttung profitieren
Nachteile
  • höheres Risiko
  • Geld nicht sofort verfügbar
  • Verwaltungskosten

Da Kurse Schwankungen ausgesetzt sind, und somit deutlich steigen aber auch fallen können wird in eine Vielzahl von Aktien investiert, um mögliche Verluste mit potentiellen Gewinnen ausgleichen zu können. Du solltest nur dann investieren, wenn du sicherstellen kannst, dass du das Geld nicht von heute auf morgen benötigst. (1, 3, 5, 6)

Anleihefonds werden auch als Rentenfonds bezeichnet und investieren in festverzinsliche Wertpapiere, wie die von Staaten, Ländern oder Unternehmen. Dies können Bundesanleihen, Pfand- und Kommunalbriefe, sowie Anleihen von Unternehmen sein. Anleihefonds zahlen regelmäßig Zinszahlungen, sogenannte Kupons aus (zum Beispiel jährlich) und am Ende der Laufzeit erfolgt eine Rückzahlung des Nennwerts.

Vorteile
  • mehr Sicherheit
  • regelmäßige Zinszahlungen
  • stabile Kursentwicklung erwartet
Nachteile
  • geringere Erträge
  • Geld nicht sofort verfügbar
  • Verwaltungskosten

Die Werteentwicklung ergibt sich aus der Veränderung des Anleihen Kurses und aus den Zinseinnahmen.
Die Höhe des Zinses hängt unmittelbar vom Risiko ab und unterliegen daher auch unterschiedlich großen Schwankungen.

Daher gilt, je höher das Ausfallrisiko, desto höher ist die Gefahr, dass die Schulden nicht bedient werden können. Da in einem Rentenfond in dutzende solcher Anleihen investiert wird, verringert sich natürlich auch das Risiko und eine relativ stabile Kursentwicklung kann erwartet werden. (1, 3, 5, 6)

Mischfonds vereinen unterschiedliche Anlageklassen setzen sich aus Aktien, Anleihen und sonstigen Anlagen zusammen. Hinsichtlich des Risikos liegen sie zwischen Anleihe- und Aktienfonds. Ziel ist es hohe Erträge und eine stabile Kursentwicklung zu vereinen. 

Vorteile
  • gestreutes Risiko
  • Kombination Sicherheit und höhere Erträge
Nachteile
  • mittelhohes Risiko
  • Geld nicht sofort verfügbar
  • Verwaltungskosten

Auf der Basis von Fonds-Richtlinien wird der Schwerpunkt festgelegt. Die Wertentwicklung ergibt sich durch die Zinserträge, Dividenden, Kursschwankungen oder Fremdwährungsveränderungen der im Fonds enthaltenen Titel. (1, 3, 5, 6)

Dachfonds investieren nicht selbst in Aktien oder Anleihen sowie die Mischfonds, aber in andere Fonds, auch Zielfonds genannt. Durch die breite Streuung wird das Risiko nochmals verringert, jedoch entstehen dadurch auch höhere Kosten. (1, 5, 6)

Zielsparfonds sind hauptsächlich für Privatanleger gedacht. Die Zusammensetzung des Portfolios hängt maßgeblich von dem Zieldatum und der verbleibenden Zeit ab. Je näher das Zieldatum ist, desto höher wird der Anteil an festverzinslichen Wertpapieren. (1)

Garantiefonds bieten dem Anleger eine Garantie auf einen Mindestbetrag am Ende der Laufzeit. Der Nachteil ist jedoch, dass diese Garantie auch etwas kostet, da die Investmentgesellschaft einen Teil des Fondsvermögen in Absicherungsgeschäfte stecken muss. (1)

Geldmarktfonds gelten als sehr stabil und sicher. Hier wird das Geld in Anleihen mit Restlaufzeit investiert. Jedoch wird nur ein minimal höherer Ertrag als am Sparbuch erzielt. (5)

Bei Länder- und Branchenfonds liegt der Hauptfokus auf ausgewählte Länder bzw. Branchen, die dem Investor ermöglichen eine Anlageschwerpunkte in dieser Hinsicht zu streuen. (6)

Zudem gibt es noch zahlreiche weitere Fondsarten. Dazu zählen Immobilienfonds, Rohstofffonds, Mündelsicher Fonds, Exchange Traded Fonds (ETFs) uvm. (1, 3)

In der folgenden Tabelle haben wir dir nochmals eine Überblick über alle Fondsarten erstellt und das verhältnismäßige Risiko angegeben.

Fonds-Typ verhältnismäßiges Risiko
Aktienfonds hoch
Mischfonds mittel
Anleihefonds niedrig bis mittel
Zielsparfonds niedrig bis mittel
Länder- und Branchenfonds niedrig bis mittel
Dachfonds niedrig
Garantiefonds niedrig
Geldmarktfonds niedrig

Das Risiko nach je nach Fonds-Typ stark variieren.

Was muss ich vor dem Kauf von Fonds beachten?

Wenn es um Geldanlagen geht solltest du dir grundsätzlich über deine Ziele, deine Risikobereitschaft und den erwünschten Zinserträgen im Klaren sein. Nur so kannst du die für dich richtige Anlageform auswöhlen.

Außerdem solltest du dir über die folgenden Aspekte vor dem Kauf eines Fonds im Gedanken machen.

Welche Gebühren/ Kosten fallen an?

Wir haben dir eine Auflistung der üblich anfallenden Kosten vorbereitet. Informiere dich vor dem Kauf auf deiner Bank oder Online-Bank über alle Gebühren, die möglicherweise anfallen können. (2)

Kostenart Erklärung
Verwaltungskosten 1,5 bis 2,5 Prozent jährlich
Transaktionskosten fallen bei Depotumschichtungen der Fondsgesellschaft an
erfolgsabhängige Vergütung auch Performance Fee genannt, bis zu 20 Prozent des Fondsmanagement
Gebühren der Depotbank die anfallenden Gebühren die von der Depotbank verrechnet werden
Handelsgebühren beim Kauf der Anteile über die Börse Die Gebühren die beim Kaufen oder Verkaufen von Aktien oder sonstigen Finanzprodukten anfallen
Disagio Rückgabeabschlag kann bis zu mehrere Prozentpunkte ausmachen

Um die Gebühren der Fondsgesellschaft (ohne Agio) zu vergleichen gibt es eine Kennzahl namens Total Expense Ratio (TER). Eine kostengünstige Alternative könnten passive gemanagte Fonds sein. Weiters solltest du umbedingt die anfallenden Kosten mit der erhofften Rendite gegenrechnen, da in einigen fällen die Kosten die Renditen auffressen können. (2)

Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen?

Seit Juli 2013 Unterliegen Fonds in Deutschland dem Kapitalanlagegesetzbuch. Deshalb muss die Risikostreuung beachtet werden bei Aktienfonds müssen 16 verschiedene Aktientitel im Portfolio sein und keine darf mehr als 10 Prozent des Fondsvermögens sein. In Deutschland aufgelegte Fonds sind der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen unterlegen. (2)

Welche Fonds-Strategien gibt es?

Nach wie vor zählen Aktienfonds zu eine der beliebtesten Anlageformen, insbesondere für Leute mit wenig Erfahrung auf dem Aktienmarkt. Hier empfiehlt es sich mit kleinen Beträgen zu starten und über die Jahre zu erhöhen.

in Fonds investieren

Die Fondsstrategie ist äußerst wichtig um langfristig Erträge zu erzielen. So solltest du die Gewichtung deiner Fonds ausgleichen indem du die stark gestiegenen verkaufst und schwächere kaufst. (Bildquelle: Isaac Smith / Unsplash)

Außerdem solltest du auf die Streuung deiner Aktienfonds gut planen. Du solltest in verschiedene Regionen weltweit investieren, da diese meist zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich gut laufen. (4)

Weiters gibt es keinen perfekten Zeitpunkt um mit Aktienfonds anzufangen. Es empfiehlt sich regelmäßig zu kaufen und eventuell einen Sparplan zu erstellen.

Was muss ich beim Kauf von Fonds beachten? (D,G)

Auswahl der Fondsdepot-Bank

Investmentfonds werden normalerweise über die Hausbank oder über eine Online-Bank gekauft. Hier gibt es jedoch einiges zu beachten. Im Normalfall fallen bei einer Hausbank Ausgabeaufschläge in der Höhe von bis zu fünf Prozent an. Außerdem werden bei der Hausbank meist nur die hauseigenen Fonds angeboten. (1, 4)

Die Nachteile der Ausgabeaufschläge und der limitierten Auswahl an Fonds kann vermieden werden, wenn diese über eine Online-Bank gekauft werden. (4)

Wahl des passenden Fonds-Typs

Die Art der Fonds hängt von dem Renditeziel, der Anlagedauer und der Risikobereitschaft ab. Allgemein gilt auch hier je höher die versprochenen Erträge, desto höher ist auch das Risiko. Die einzelnen Fondsarten so wie deren Charakteristiken wurden bereits in der Frage “Welche Arten von Fonds gibt es?” näher erklärt. (4)

Die besten Fonds auswählen und kaufen (D)

Natürlich kann ein Finanzberater bei der Investition in Fonds helfen. Jedoch solltest du bei den Gesprächen immer besonders skeptisch sein, da diese meist unternehmensinterne Ziele verfolgen und deren Finanzprodukte verkaufen wollen. Daher empfiehlt sich auch eine Eigenrecherche sowie Online-Tools zum Fonds-Vergleich. Meist können Fonds aufgrund ihrer Rendite, Risiko oder der anfallenden Gebühren verglichen werden. (4)

Welches Risiko gehen Anleger ein?

Du solltest dir über seine Bedürfnisse und Erwartungen im Klaren sein. Wer ein höheres Risiko eingeht, kann auch höhere Erträge erzielen.

in Fonds investieren

Das Risiko der Fonds hängt stark von der Anlagestrategie und der Art der ausgewählten Fonds ab. Dies beeinflusst auch die höhe der künftigen Erträge. (Bildquelle: Rich Smith/ Unsplash)

Zu den risikoarmen Varianten zählen Rentenfonds, da diese hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere investieren. (7)

Mit welchen Erträgen / Renditen können Anleger rechnen?

Die erhoffte oder erwartete Wertentwicklung der Fonds wird aufgrund der vergangenen Werte errechnet und stellt somit keine Garantie für die Zukunft dar. Zudem verrechnen Fondsgesellschaften einen Ausgabeaufschlag zwischen 0,5 und 5 Prozent.

Informier dich vor dem Kauf wie hoch der Ausgabeaufschlag ist. Weiters werden die Kursgewinne mit 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag besteuert. (5, 7, 8)

Natürlich gilt je höher die erhofften erträge desto höher ist auch das Risiko. Für das Risiko-Ertrags-Verhältins kann man sich allegemein an den folgenden Leitsatz orientieren.

Welche Alternativen gibt es, anstatt in Fonds zu investieren?

Anstatt in Fonds zu investieren, können folgende Sparformen gewählt werden.

Alternativ kannst du natürlich auch andere Anlageformen in Betracht ziehen. Hier stellt sich die Frage ob du eher konservativ oder spekulativ eingestellt bist. Oder ob du kurzfristig oder langfristig anlegen willst.

Die aller wichtigste Frage, die du dir stellen musst, ist: „Wie viel Risiko möchte ich mit meinem Geld eingehen?“ Nur dann kannst du deine Prioritäten setzten und festlegen ob du mehr Wert auf Sicherheit oder Renditechance legst.

Im folgenden gehen wir weiter auf die Alternativen ein.

Konservative Anlageformen

Unter konservative Anlageformen versteht man eine relativ sichere Geldanlage mit sehr geringen Zinserträgen. Dazu zählen das Sparbuch, der Sparbrief, sowie Tagesgeld, Festgeld und Kapital-LV.

Da der europäische Leitzins historisch niedrig gehalten wird, um die Investitionspolitik und somit die Wirtschaft anzukurbeln, wird das auf der Bank veranlagte Geld automatisch weniger Wert. Der Grund dafür ist, dass die Inflation höher ist, als die Zinserträge. Deshalb sollte nur ein Teil des Vermögens in diese Anlageform investiert werden.(9)

Anleihen

Bei Anleihen ist die Rendite höher als bei den konservativen Anlageformen und wird als moderat eingestuft. Auch hier gibt es verschiedene Formen wie Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Aktienanleihen, Währungsanleihen und Immobilien Anleihen.

Bei den Staatsanleihen sollte auf eine breite Diversifizierung geachtet werden, bei den Unternehmensanleihen kann ein hoher Zinssatz erzielt werden, jedoch ist auch das damit verbundene Risiko höher. Und die Aktienanleihen sind bei fairer Gestaltung durchaus eine gute Beimischung.

Die Währungsanleihen sind unberechenbar und weniger zu empfehlen. Bei geschlossenen Immobilienanleihen muss mit einem sehr hohen Risiko bis zu einem totalen Verlustrisiko gerechnet werden. (9)

ETFs

Exchange Traded Funds auch ETFs genannt sind quasi ein Muss für Privatanleger und werden auch als privat gemanagte Fonds bezeichnet. Hierbei handelt es sich um ein Sondervermögen, welches vor der Insolvenz des Anbieters geschützt ist.

Klassische Investmentfonds helfen Kleinanleger gleichzeitig in mehreren Unternehmen zu investieren und somit das Risiko zu streuen. Da jedoch meist ein Ausgabeaufschlag sowie hohe Verwaltungskosten verrechnet werden, bietet es sich an stattdessen ETFs in das eigne Portfolio einzubauen. (9)

Discount- und Bonuszertifikate

Discount- und Bonuszertifikate sind risikoärmer als die Aktie, aufgrund eines eingebauten Risikopuffers. Jedoch ist die direkte Investition in Aktien empfehlenswerter, da hier das Chance-Risiko-Verhältnis selten fair ist.

Aktie

Eine Aktie ist ein Wertpapier, mit dem ein Anteil einer Aktiengesellschaft erworben wird. Sie ist ein Finanzierungsinstrument womit sich Rechtsformen Eigenkapital verschaffen können. Meist wird an die Aktionäre eine prozentuale Dividende, also eine Gewinnbeteiligung ausgeschüttet, insbesondere bei etablierten Unternehmen.

Aktionäre können jedoch auch in Wachstumstitel investieren, die meist eine geringe Dividende ausschütten aber ein hohes Entwicklungspotential und somit einen steigenden Aktienkurs aufweisen. Aktien sind ein absoluter Muss für fortgeschrittene Privatanleger.

Spekulative Anlageformen

Äußerst spekulative Anlageformen sind Optionen, Optionsscheine, Futures oder CFDs. Hier ist das Risiko äußerst hoch. Optionen und Futures sind nur für hohe Vermögenssummen und Profis geeignet. Optionsscheine sind nur wenig zu empfehlen. (9)

Fazit

Fonds bestehen aus einer Vielzahl an Wertpapieren. Dies können Aktien, Anleihen oder sonstige Anlageformen sein. Die Fonds werden von professionellen Fondsmanager verwaltet und richten sich nach strengen Auflagen.

Du solltest dir über deine Anlagestrategie im Klaren sein und bestenfalls einen Sparplan aufstellen. Eine Diversifizierung ist nicht nur innerhalb der Fonds wichtig, sondern bei der Geldanlage im allgemeinen. So empfiehlt es sich, nach und nach sein Finanzportfolio zu diversifizieren und auch in ETFs oder Aktien zu investieren.

Bildquelle: Elenathewise / 123rf

Einzelnachweise (9)

1. Volker A., Investmentfonds kaufen - Vermögensaufbau mit Fonds. Veröffentlicht: 2020
Quelle

2. De los Santos A., Fonds als Geldanlage: Das sollten Sie wissen. Veröffentlicht: 2020
Quelle

3. Erste Sparkasse, Fonds Attraktive Ertragschancen mit breiter Risikostreuung. Veröffentlicht: 2020
Quelle

4. Focus, Investment-Tipps Was du beim Investieren in Fonds beachten solltest. Veröffentlicht: 2018
Quelle

5. Arbeiterkammer, Investmentfonds. Veröffentlicht: 2020
Quelle

6. Wiener Börse, Investmentfonds: Arten & Vorteile für Privatanleger. Veröffentlicht: 2020
Quelle

7. Verbraucherzentrale, Investmentfonds - Das Wichtigste im Überblick. Veröffentlicht: 2019
Quelle

8. Finanzet, Vermögensaufbau mit Dividenden: Die Suche nach der höchsten Rendite. Veröffentlicht: 2020
Quelle

9. Grüger T., 23 Anlageformen sortiert nach Chance und Risiko. Veröffentlicht: 2015
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Mike hat seinen internationalen Master in "Finance and Accounting" in Österreich absolviert. Mittlerweile arbeitet er in einer bekannten Bank als Wealth- und Kreditmanager. Schon seit dem Gymnasium hat Mike zusammen mit seinem Vater die Finanzen für die gesamte Familie gemacht und sich mithilfe von Fachartikeln im Gebiet der Finanzen weitergebildet.
Investmentfonds kaufen - Vermögensaufbau mit Fonds
Volker A., Investmentfonds kaufen - Vermögensaufbau mit Fonds. Veröffentlicht: 2020
Gehe zur Quelle
Fonds als Geldanlage: Das sollten Sie wissen
De los Santos A., Fonds als Geldanlage: Das sollten Sie wissen. Veröffentlicht: 2020
Gehe zur Quelle
Fonds Attraktive Ertragschancen mit breiter Risikostreuung
Erste Sparkasse, Fonds Attraktive Ertragschancen mit breiter Risikostreuung. Veröffentlicht: 2020
Gehe zur Quelle
Investment-Tipps Was du beim Investieren in Fonds beachten solltest
Focus, Investment-Tipps Was du beim Investieren in Fonds beachten solltest. Veröffentlicht: 2018
Gehe zur Quelle
Investment-Tipps Was du beim Investieren in Fonds beachten solltest
Arbeiterkammer, Investmentfonds. Veröffentlicht: 2020
Gehe zur Quelle
Investmentfonds: Arten & Vorteile für Privatanleger
Wiener Börse, Investmentfonds: Arten & Vorteile für Privatanleger. Veröffentlicht: 2020
Gehe zur Quelle
Investmentfonds - Das Wichtigste im Überblick
Verbraucherzentrale, Investmentfonds - Das Wichtigste im Überblick. Veröffentlicht: 2019
Gehe zur Quelle
Vermögensaufbau mit Dividenden: Die Suche nach der höchsten Rendite
Finanzet, Vermögensaufbau mit Dividenden: Die Suche nach der höchsten Rendite. Veröffentlicht: 2020
Gehe zur Quelle
23 Anlageformen sortiert nach Chance und Risiko
Grüger T., 23 Anlageformen sortiert nach Chance und Risiko. Veröffentlicht: 2015
Gehe zur Quelle