KFZ Steuer
Zuletzt aktualisiert: 2. Juni 2021

Beinahe jeder Fahrer eines Kraftfahrzeuges muss für die KFZ-Steuer aufkommen. Für diese Steuer wird man automatisch mit der Zulassung eines Fahrzeuges angemeldet. Dabei gibt es jedoch, je nach Fahrzeug einige Unterschiede, in welcher Höhe sich die KFZ-Steuer zusammensetzt.

Durch einige Reformen und Abstufungen in den Steuerklassen ist es dabei oft gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Die Unterschiede liegen hier vor allem im Detail. Wie du trotzdem den Überblick behältst und außerdem Kosten bei der KFZ-Steuer einsparen kannst, verraten wir dir in diesem Artikel.




Das Wichtigste in Kürze

  • Personen mit Hauptwohnsitz in Deutschland und einem Fahrzeug, egal ob inländisch oder ausländisch, müssen die KFZ-Steuer bezahlen. Ausnahmen gibt es nur in speziellen Fällen, wie einer Schwerbehinderung oder der ausschließlichen Nutzung für landwirtschaftliche Zwecke.
  • Wie hoch die KFZ-Steuer ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind hierbei der Hubraum des Fahrzeugs und der CO2-Ausstoß. Aufgrund dieser Merkmale wird das Fahrzeug in eine Steuerklasse eingeteilt.
  • Die KFZ-Steuer ist jährlich und im Voraus zu bezahlen, sie kann auch direkt vom Konto abgebucht werden. Liegt sie für dein Fahrzeug über 500 €, kannst du sie auch halbjährlich bezahlen. Falls sie über 1000 € liegt auch vierteljährlich. In diesen Fällen gibt es jedoch einen Teilaufschlag.

Hintergründe: Was ist eine KFZ-Steuer?

Ursprünglich wurde die KFZ-Steuer erhoben, um damit den Straßenbau und Straßenerhalt finanzieren zu können. In etwas anderer Form existiert eine solche Steuer schon seit 1906. Die KFZ-Steuer ist für alle Kraftfahrzeuge zu bezahlen, die nicht auf Schienen fahren.

Sowohl inländische als auch ausländische Fahrzeuge sind davon betroffen, solange der Besitzer seinen Hauptwohnsitz in Deutschland hat. Auch wenn das Fahrzeug nicht zugelassen ist, ist die Steuer zu bezahlen. (1)

Wie wird die KFZ-Steuer berechnet?

Die Berechnung der KFZ-Steuer erfolgt für jedes Fahrzeug individuell und ist an dieses angepasst. Die KFZ-Steuer setzt sich aus mehreren Komponenten zu einem Gesamtbetrag zusammen.

Sockelbetrag

Der Sockelbetrag ist der Betrag, welcher sich aus dem Hubraum und der Kraftstoffart ergibt. Dieser muss im ersten Schritt ermittelt werden, damit du dir die anfallende KFZ-Steuer ausrechnen kannst.

Anteil der CO2-Emission

Grundsätzlich gilt, Fahrzeuge die mehr Schadstoffe erzeugen, werden auch höher besteuert. Für Dieselfahrzeuge ist dementsprechend eine höhere KFZ-Steuer zu bezahlen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Schadstoffklassen, mit denen beschrieben wird, ob das Fahrzeug schadstoffarm ist oder nicht.

Bei schadstoffarmen Fahrzeugen erfolgt eine Unterteilung in die Klassen Euro 1,2,3,4,5 oder 6. Euro 1 hat dabei den höchsten Schadstoffausstoß und Euro 6 den niedrigsten. Bei nicht-schadstoffarmen Fahrzeugen der Klasse Euro 0 wird unterteilt, ob dessen Nutzung bei Ozonalarm erlaubt oder verboten ist. (2)

Euroklasse Erstzulassung
Euro 1 seit 01.01.1993
Euro 2 seit 01.01.1997
Euro 3 seit 01.01.2001
Euro 4 seit 01.01.2006
Euro 5 seit 01.01.2011
Euro 6b seit 01.09.2015
Euro 6c seit 01.09.2018
Euro 6d seit 01.01.2021

In der oben dargestellten Tabelle werden die verschiedenen Schadstoffklassen angegeben. Daneben befindet sich immer das Datum der Erstzulassung ab welche die folgende Schadstoffklasse geltend gemacht wird.

Testverfahren zur Bestimmung der KFZ-Steuer

Seit September 2018 wird für die Bestimmung der KFZ-Steuer ein neues Testverfahren benutzt. Grund dafür ist der Abgasskandal von VW, durch den Ergebnisverfälschungen der Autohersteller bei der Festlegung der CO2-Ausstoß-Werte aufgedeckt wurden. Daraufhin entstand ein neues Testverfahren.

In diesem Verfahren werden Messungen vorgeschrieben, die eher wirklichen Bedingungen beim Fahren ähnelt, um so die Möglichkeit der Hersteller zur Werte-Manipulation auf bei der internen Prüfung zu verkleinern. Als Ergebnis erhält man durch die neue Messmethode auch Abgasangaben, die man im wirklichen Straßenverkehr erwarten kann. Durch diese höhere Bemessungsgrundlage entstehen auch höhere Kosten, die bei der KFZ-Steuer anfallen.

Beispiel für die Berechnungsmethode

Die genaue KFZ-Steuer, die du bezahlen musst ergibt sich aus mehreren Teilen. Entscheidend sind die Motorklasse und der Hubraum, hier gilt pro angefangene 100 m² Hubraum für Benziner ein Betrag von 2 € und für Dieselautos 9,50 €.

Beim Schadstoffausstoß ist das Erstzulassungsdatum wichtig. Autos, welche vor dem 1. Januar 2012 zugelassen wurden dürfen noch einen etwas höheren Schadstoffausstoß aufweisen. Seit 2014 liegt der Grenzwert bei 95 Gramm pro Kilometer.

Für jeden weiteren Gramm sind zwei Euro mehr an KFZ-Steuer zu bezahlen. Mit dem 1. Januar 2021 ist der Steuersatz höher, umso höher der CO2-Wert ist. Es gibt sechs Stufen, welche mit zwei bis vier Euro pro ausgestoßenem Gramm CO2 pro Kilometer besteuert werden.

Als Beispiel zahlt man für einen PKW mit Erstzulassung von 01.01.2014 bis 31.12.2020 mit der Antriebsart Diesel, einem Hubraum von 1.984 ccm und einem CO2-Wert von 153 g/kg, 306 € an KFZ-Steuer. Willst du den Betrag für dein Fahrzeug berechnen, kannst du das mit dem Steuer-Rechner des Bundesfinanzministeriums. (3)

Wie wird die Steuer für spezielle Fahrzeugtypen berechnet?

Für spezielle Fahrzeugtypen gibt es meist eigene Regelungen, wie die Steuer erhoben wird. Im Gegensatz zu der Erhebung der Höhe der KFZ-Steuer für PKWs, gibt es bei den folgenden Fahrzeugtypen einige Unterschiede.

Elektrofahrzeuge

Ab dem 18. Mai 2011 sind für elektrische Fahrzeuge, bei der Erstzulassung, 10 Jahre lang keine KFZ-Steuern zu bezahlen. Allerdings gilt das höchstens bis zum 31. Dezember 2030. Dieses Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität, welches Mitte 2016 in Kraft getreten ist, bezieht hier auch umgerüstete Fahrzeuge mit ein.

Diese Steuerbefreiung gilt allerdings nur für Erstzulassungen bis Ende 2025. Nach Ablauf der Steuerbefreiung für Elektroautos bildet sich diese aus der Gesamtmasse des Autos und du bekommst eine Ermäßigung der Hälfte des Betrags.

KFZ Steuer

Besitzer eines Elektroautos müssen aktuell keine KFZ-Steuer zahlen. (Bildquelle: Pixabay / Mikes-Photography)

Des Weiteren bekommt man mit einem Elektroauto auch Vorteile für die Lohnsteuer. Arbeitnehmer dürfen ihr Elektroauto lohnsteuerfrei und frei von der Sozialversicherung aufladen. Bei einem Neukauf eines Elektroautos gibt es derzeit noch Kaufprämien von 9000 €. Diese werden maximal bis 2025 vergeben.

Im Zeitraum von 2019 bis 2030 müssen auch um einiges weniger Steuern beim Kaufen oder leasen eines Elektro- oder Hybrid-Dienstwagens gezahlt werden. Arbeitgeber können den Bruttolistenpreis in diesem Fall halbieren. Ab 2020 fallen für ein E-Auto, welches erstmals überlassen wurde und kein CO2 ausstößt, 25 % vom Bruttolistenpreis an.

Oldtimer

Wenn das Fahrzeug erstmals vor mindestens 30 Jahren zugelassen wurde, kann es ein H-Kennzeichen bekommen, solange es sich in einem erhaltenswerten Zustand befindet. In diesem Fall gibt es eine pauschale KFZ-Steuer von 191,73 Euro für Autos und 46,02 Euro für Motorräder.

Motorräder

Motorräder werden nach Hubraum versteuert. Besitzt du ein Leichtkraftrad mit maximal 11 Kilowatt und 125 Kubikzentimeter, so ist dieses steuerfrei. Bei größeren Maschinen sind 1,84 Euro pro angefangene 25 Kubikzentimeter Hubraum zu entrichten.

Autogas- und Erdgas-Fahrzeuge

Diese Fahrzeuge genießen keine Steuervorteile, dafür kann bei dem Kraftstoff gespart werden, da dieser billiger ist. Beginnend mit Ende 2018 bekommen Autogas-Fahrer (LPG), welche mit diesem tanken, einen Energiesteuer-Rabatt.

Die Steuer steigt aber seitdem um 20 Prozent jährlich, 2023 wird so wieder ein regulärer Steuersatz fällig, der 22,09 Cent pro Liter Flüssiggas beträgt. Allerdings sind nicht mehr viele Autos unterwegs, die diesen Kraftstoff benötigen. Ungefähr 100.000 Fahrzeuge mit Erdgas-Treibstoff sind hier im Umlauf, diese genießen ein Steuerprivileg bis Ende 2023. Bis 2027 wird die Erdgas-Steuer dann wieder Schritt für Schritt erhöht.

Leichte Nutzfahrzeuge

Leichte Nutzfahrzeuge werden seit 2021 wieder nach Gewicht besteuert, zu ihnen zählen Fahrzeuge die mehr Sitzfläche als Fläche für den Gütertransport haben. In der alten Regelung wurden diese umständlicher besteuert, dies hat aber zu Fehlern geführt, weswegen die Regelung wieder geändert wurde.

Wohnmobile

Fahrzeuge, die zum Wohnen benutzt werden können, können auch eine Zulassung als Wohnmobil bekommen. Dabei ist eine Mindestausstattung vorgesehen. Fest eingebaute Plätze zum Schlafen, ein Tisch mit Sitzgelegenheiten, eine Küche die eine Stelle zum Kochen besitzt, Stauraum und eine Spüle sind Voraussetzungen. Hier bildet sich die KFZ-Steuer anhand der Schadstoffklasse und des Fahrzeuggewichtes.

Lastkraftwagen

Für LKWs ergibt sich die Steuer ebenfalls aus dem Gesamtgewicht, das zulässig ist. Die Steuer erhöht sich dabei in Schritten von 200 kg. Es gibt einen nach Gewicht gestaffelten Tarif und schwere Lastwagen werden progressiv besteuert. Wenn 3,5 Tonnen an Gewicht übertroffen werden, haben bei der Steuerberechnung auch die Schadstoffklassen und Geräuschklassen einen Einfluss.

Anhänger

Hier wird die Steuer nur nach Gewicht berechnet. Pro 200 Kilogramm sind 7,46 € zu bezahlen, die Obergrenze beträgt dabei 373 €. Ein Anhänger mit grünem Kennzeichen kann steuerfrei benutzt  werden. Darunter fallen Anhänger zum Transportieren von Sportgeräten, Pferdetransporter oder Anhänger zum Transport von Booten. Außerdem auch Anhänger die hinter Zugmaschinen angebracht sind und für welche bereits ein Anhängerzuschlag berechnet wird.

Wodurch zahlt man weniger KFZ-Steuer?

In einigen Fällen sind keine oder weniger KFZ-Steuern zu bezahlen als normal. So gibt es Ermäßigungen oder Befreiungen für Schwerbehinderte und für die landwirtschaftliche Nutzung. Wenn du auf einige Dinge beim Kauf deines Autos achtest, kannst du auch anderweitig bei der KFZ-Steuer sparen.

Ermäßigung oder Befreiung für Schwerbehinderte

Falls du schwerbehindert bist, dann kannst du als Fahrzeughalter einen Antrag auf eine komplette oder 50-prozentige Befreiung der KFZ-Steuer stellen. Bei den Merkmalen „BI“ (blind/sehbehindert) „H“ (hilflos) und „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung) kann es zu einer kompletten Steuerbefreiung kommen.

Diese hat aber nur Wirkung für ein Kraftfahrzeug, welches auf eine Person mit Schwerbehinderung zugelassen ist. Ob du eine Vergünstigung bekommst, wird im Fahrzeugschein festgeschrieben.

Mit dem Merkmal „G“ für Gehbehindert bekommst du meistens eine Ermäßigung von 50 Prozent. Ebenfalls 50 Prozent Ermäßigung bekommst du bei dem Merkmal „GI“, wenn du gehörlos bist. Du musst dafür aber auf dein Recht für eine kostenlose Beförderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln aufgeben, um eine Ermäßigung für dein Fahrzeug zu bekommen. Steuerermäßigungen gelten also für:

  • „BI“ Blinde und Sehbehinderte
  • „H“ hilflose Personen
  • „aG“ Personen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung
  • „G“ gehbehinderten Personen
  • „GI“ gehörlosen Personen

Der steuerliche Vorteil ist jedenfalls personengebunden, wenn also jemand anders als die schwerbehinderte Person fährt, muss jede Fahrt zur Beförderung dieser Person dienen. Falls die Bedingungen für eine Vergünstigung wegfallen, muss das dem Hauptzollamt schriftlich gemeldet werden, ansonsten kann man wegen Steuerhinterziehung belangt werden.

Landwirtschaftliche Nutzung

Fahrzeuge und Omnibusse, die nur für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden, sind vollkommen steuerbefreit. Steuerbefreit können Zugmaschinen (ausgenommen Sattelzugmaschinen), kraftfahrzeugsteuerrechtlich anerkannte Sonderfahrzeuge und Anhänger (ausgenommen Sattelanhänger) sein.

Falls du dein Fahrzeug rein landwirtschaftlich benutzt, ist es steuerbefreit.

Genauere Informationen bietet die Website des Zolls. (4)

Maßnahmen zum Sparen

Die KFZ-Steuer ist zwar im Gegensatz zu anderen Kosten, die für ein Kraftfahrzeug anfallen gering, ist aber dafür jedes Jahr zu bezahlen. Für andere Kosten, wie der Versicherung des Kraftfahrzeugs ist es einfacher Einsparungen zu tätigen. Grundsätzlich gibt es jedoch Steuervorteile für E- und Hybrid-Autos, durch die du dir einiges an KFZ-Steuer sparen kannst.

Wer ist für die KFZ-Steuer zuständig?

Vor dem Kauf oder Umrüsten eines Fahrzeugs kannst du bei der „zentralen Auskunft Kraftfahrzeugsteuer“ unter der Nummer 0351/44 834 550 oder unter der E-Mail [email protected] deine Fragen stellen. Hier kann dir Auskunft über die Zahlungsweise, Berechnung, Fälligkeit und über Befreiungen und Steuerbegünstigungen gegeben werden.

Beim zuständigen Hauptzollamt sind Anträge mit konkretem Anliegen, zu deinem Fall einzureichen. Anträge für Begünstigung oder Befreiung der KFZ-Steuer sind dort zu tätigen. Geht es um das Um- oder Abmelden von Fahrzeugen so ist die Zulassungsstelle dein Ansprechpartner. Hat sich deine Adresse durch einen Umzug geändert, dann wende dich ebenfalls an die Zulassungsstelle.

Du musst direkt, wenn die Zulassung getätigt wird, ein Sepa-Lastschriftverfahren erteilen, außer dein Fahrzeug ist steuerbefreit. Die Zollverwaltung kassiert über dieses die Steuer ein. Das Hauptzollamt übermittelt dir einen, dauerhaft gültigen, Steuerbescheid. Dieser gilt bis das Fahrzeug umgerüstet oder abgemeldet wird.

Seit dem Jahr 2009 ist der Bund für das Verwalten der KFZ-Steuer verantwortlich und nicht mehr die Bundesländer. Seitdem gibt es aber auch immer wieder falsche oder verwirrende Bescheide, weswegen dein Steuerbescheid genau überprüft werden sollte.

Du kannst hierfür den KFZ-Steuer-Rechner auf der Website des Bundesfinanzministeriums verwenden. (5) Wenn der Bescheid falsch ist, dann kannst du Einspruch einlegen, dies muss innerhalb eines Monats nach Erhalt des Bescheids erfolgen.

Was hat sich 2021 bei der KFZ-Steuer geändert?

Mit dem Jahr 2021 gibt es eine Steuererhöhung für Autos mit hohem Spritverbrauch. Fahrzeuge, die bereits zugelassen sind, sind von dieser Erhöhung nicht betroffen, SUVs und Sportwagen werden zukünftig aber höher besteuert. Dadurch sollen die Menschen dazu motiviert werden, sparsamere Autos zu kaufen. Außerdem wird die KFZ-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge bis zum 31. Dezember 2025 verlängert.

KFZ Steuer

Für Sportwagen fällt die KFZ-Steuer meist höher aus. (Bildquelle: Unsplash / Campbell)

Die Emissionen beim Verkehr müssen zum Erreichen der deutschen Klimaziele gesenkt werden. Durch höhere staatliche Kaufzuschüsse steigt die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos, trotzdem ist diese Zahl noch zu niedrig. (6)

Worauf muss ich beim Bezahlen der KFZ-Steuer achten?

Nun solltest du Bescheid Wissen wie sich die KFZ-Steuer zusammensetzt und welche Kosten du ungefähr zu erwarten hast. Abschließend geben wir dir noch ein paar Dinge mit auf den Weg, die du beim Bezahlen der KFZ-Steuer beachten solltest.

Bis wann muss ich die KFZ-Steuer bezahlen?

Hier gibt es eine klare gesetzliche Regelung, wie lange du maximal Zeit hast um deine KFZ-Steuer zu bezahlen. Laut §11 Abs. 1 KraftStG (Kraftfahrzeugsteuergesetz) sind alle Fahrzeughalter dazu verpflichtet, die KFZ-Steuer jeweils für ein Jahr im Voraus an das zuständige Finanzamt zu zahlen.

 Die Steuer ist jeweils für die Dauer eines Jahres im Voraus zu entrichten.

Wenn die Anmeldung eines Fahrzeugs nicht mit dem Jahreswechsel zusammenfällt, dann wird die KFZ-Steuer anteilig und tagesgenau im Voraus für das restliche laufende Jahr erhoben. In den darauffolgenden Jahren wird die KFZ-Steuer dann immer zum Jahreswechsel fällig. (7)

Kann man die KFZ-Steuer auch monatlich zahlen?

Die KFZ-Steuer kann nicht monatlich bezahlt werden, sie ist jährlich und im Voraus zu bezahlen. Ausnahmen gibt es, wenn die KFZ-Steuer über 500 Euro liegt, in diesem Fall kann sie halbjährlich gegen einen Aufschlag von 3 Prozent bezahlt werden.

Falls die KFZ-Steuer sogar über 1000 Euro liegt, so kann sie halbjährlich gegen einen Aufschlag von 3 Prozent, aber auch vierteljährlich gegen einen Aufschlag von 6 Prozent des Teilbetrags bezahlt werden. (8)

Was passiert, wenn die KFZ-Steuer nicht abgebucht werden kann?

Die KFZ-Steuer kann geradewegs von deinem Konto abgebucht werden. Wenn eine Abbuchung nicht durchgeführt werden konnte, dann drohen Mahnungen und im schlimmsten Fall kann dein Fahrzeug stillgelegt und auch veranlasst werden, das dein Auto abgeschleppt wird. (9)

Wie ändere ich die Bankverbindung für die KFZ-Steuer?

Sollte sich deine Bankverbindung ändern, dann muss das bei der zuständigen Zollverwaltung gemeldet werden. Eine solche Meldung kann schriftlich, online als auch per Fax durchgeführt werden. Zur Vereinfachung wurde dafür ein spezielles Formular vom Zollamt erstellt.

Der Name des Formulars lautet „Kraftfahrzeugsteuer SEPA Lastschriftmandat für die SEPA – Basislastschrift“. Falls man dabei auf die Unterschrift vergisst, so hat das Sepa-Lastschriftmandat keine Gültigkeit. Auch bei der Änderung der Bankverbindung muss die Unterschrift vorhanden sein und nicht nur bei der erstmaligen Erteilung.

Fazit

Die KFZ-Steuer gibt es schon lange, wurde aber oft abgeändert. Grundsätzlich muss jeder Besitzer eines Fahrzeuges mit Hauptwohnsitz in Deutschland die KFZ-Steuer bezahlen. Wie viel bezahlt werden muss, unterscheidet sich je nach Hubraum und Anteil der CO2-Emissionen. Vor allem der CO2-Ausstoß wird immer höher besteuert, während E- und Hybrid-Autos Steuervorteile genießen.

In manchen Fällen muss keine KFZ-Steuer bezahlt werden. Befreiungen und Ermäßigungen gibt es für Schwerbehinderte und im Falle einer ausschließlich landwirtschaftlichen Nutzung. Die Steuer ist jährlich und im Voraus zu bezahlen und kann auch von deinem Konto abgebucht werden.

Titelbild: Lohacamonchai / 123rf

Einzelnachweise (9)

1. Website des Bundesverkehrsamts: KFZ-Steuer. Die KFZ-Steuer in Deutschland. Abgerufen am: 20.04.2021.
Quelle

2. Allianz Direct: KFZ-Steuer: Alles was du wissen musst. Abgerufen am: 20.04.2021.
Quelle

3. Bundesministerium der Finanzen. KFZ-Steuer-Rechner. Abgerufen am: 22.04.2021.
Quelle

4. Zoll online: Land und Forstwirtschaft. Fahrzeuge der Land und Forstwirtschaft. Abgerufen am: 21.04.2021.
Quelle

5. Bundesministerium der Finanzen: KFZ-Steuer-Rechner. Abgerufen am: 21.04.2021.
Quelle

6. ADAC (2020): Kfz-Steuer 2021: Das ändert sich. Abgerufen am 21.04.2021.
Quelle

7. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG 2002) § 11 Entrichtungszeiträume. Abgerufen am: 21.04.2021.
Quelle

8. Zoll online: Fälligkeit und Zahlung der KFZ-Steuer. Abweichende Entrichtungszeiträume. Abgerufen am: 21.04.2021.
Quelle

9. Cosmos Direkt Versicherung: KFZ-Steuer. Wann und wie bezahlen?
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Website des Bundesverkehrsamts
Website des Bundesverkehrsamts: KFZ-Steuer. Die KFZ-Steuer in Deutschland. Abgerufen am: 20.04.2021.
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Allianz Versicherungen
Allianz Direct: KFZ-Steuer: Alles was du wissen musst. Abgerufen am: 20.04.2021.
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KFZ-Steuer-Rechner
Bundesministerium der Finanzen. KFZ-Steuer-Rechner. Abgerufen am: 22.04.2021.
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Website des Zolls
Zoll online: Land und Forstwirtschaft. Fahrzeuge der Land und Forstwirtschaft. Abgerufen am: 21.04.2021.
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KFZ-Steuer-Rechner des Bundesfinanzministeriums
Bundesministerium der Finanzen: KFZ-Steuer-Rechner. Abgerufen am: 21.04.2021.
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Online Artikel
ADAC (2020): Kfz-Steuer 2021: Das ändert sich. Abgerufen am 21.04.2021.
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Gesetzestext
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG 2002) § 11 Entrichtungszeiträume. Abgerufen am: 21.04.2021.
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Website des Zolls
Zoll online: Fälligkeit und Zahlung der KFZ-Steuer. Abweichende Entrichtungszeiträume. Abgerufen am: 21.04.2021.
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Online Artikel
Cosmos Direkt Versicherung: KFZ-Steuer. Wann und wie bezahlen?
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