Zuletzt aktualisiert: 7. Mai 2021

Mobiles Bezahlen ist in einigen Ländern bereits seit Jahren geläufig. Obwohl auch in Deutschland große Anbieter wie Google, Apple und Samsung genutzt werden können und inzwischen auch die meisten Banken und Sparkassen mobiles Bezahlen anbieten, läuft es hierzulande immer noch langsam an.

Viele Konsumenten sind skeptisch, haben Bedenken, was die Sicherheit und den Datenschutz angeht und wissen teilweise gar nicht genau, wie mobiles Bezahlen funktioniert. Im folgenden Artikel wollen wir dich daher über alles Wichtige rund um mobiles Bezahlen informieren.




Das Wichtigste in Kürze

  • Mobiles Bezahlen bedeutet, dass du an der Kasse mit deinem Handy oder deiner Smartwatch bezahlst, anstatt mit Bargeld oder Karte.
  • Das mobile Bezahlen läuft über die Zahlungs-App von Google, Samsung oder Apple oder über die App deiner Bank oder Sparkasse.
  • Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone gilt als recht sicher. Betreffend Datenschutz ist man aber unter Umständen schlechter aufgestellt, als beim Bezahlen mit Karte.

Hintergründe: Was du über mobiles Bezahlen wissen solltest

Nach einer längeren Anlaufzeit wird nun, nicht zuletzt wegen der Corona-Krise, das mobile Bezahlen auch in Deutschland immer beliebter. Laut neusten Umfragen bezahlen bereits rund drei Viertel der Deutschen kontaktlos. 8 Prozent benutzen ein Smartphone oder eine Smartwatch zum Bezahlen (1). Hier beantworten wir dir die wichtigsten Fragen rund um mobiles Bezahlen.

Was ist mobiles Bezahlen und wie funktioniert es?

Beim mobilen Bezahlen benutzt du an der Kasse dein Smartphone, anstatt mit der Karte oder mit Bargeld zu bezahlen. Du musst dazu nur dein Handy an den Terminal halten, und schon wird dir der Rechnungsbetrag abgebucht.

Zum mobilen Bezahlen benötigt dein Gerät einen NFC-Chip.

Damit das mobile Bezahlen funktioniert, braucht dein Smartphone, eine NFC-Schnittstelle. NFC steht für Near Field Communication, auf Deutsch "Nahfeldkommunikation". NFC ist mittlerweile, wie auch WLAN und Bluetooth, ein häufig verwendeter Funkstandard und funktioniert über eine Distanz von wenigen Zentimetern (2, 3).

Die meisten aktuellen Smartphones sind heute NFC fähig. Um bezahlen zu können, musst du aber darauf achten, dass du in deinem Smartphone die NFC-Funktion eingeschaltet hast. Falls du ein iPhone hast, gibt es dort keine Möglichkeit die Funktion ein- und auszuschalten. Seit iPhone 6 haben alle Apple Handys einen NFC-Chip, der immer aktiviert ist (3, 4).

Zusätzlich zur NFC-Funktion benötigst du eine App für mobiles Bezahlen, die du entweder mit einem Guthaben auflädst oder mit einem Zahlungsmittel verbindest. Konkret gibt es dazu drei Möglichkeiten (4, 5):

  • Guthaben aufladen: In vielen Geschäften hast du die Möglichkeit, zum Beispiel für die Google Pay App, Geschenkkarten zu kaufen. Mittels Pin kannst du dann das Guthaben der Karte auf deine App übertragen. Auch Paysafecards funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Der Vorteil davon ist, dass beim Kauf einer solchen Karte keine persönlichen Daten angegeben werden müssen und bei Missbrauch außerdem höchstens der aufgeladene Betrag verloren geht.
  • Kreditkarte: Du kannst in der App auch einfach deine Kreditkarte hinterlegen. Danach ersetzt die App deine Kreditkarte und das Bezahlen funktioniert genau gleich wie mit der Karte.
  • Lastschrift: Du kannst mit der App auch direkt über dein Girokonto bezahlen. Hinterlege dafür in der App einfach dein Konto und die bezahlte Summe wird deinem Konto direkt belastet.

Mittlerweile ist das mobile Bezahlen sogar mit anderen Mitteln möglich. So kannst du deinen Kaufbetrag zum Beispiel nicht nur mit dem Smartphone, sondern auch mit einer Smartwatch am Zahlterminal begleichen.

Für Handys, die keinen NFC-Chip haben, gibt es eine alternative Möglichkeit: Das Bezahlen läuft hier über das Erfassen von QR-Codes. Huawei und PayPal arbeiten zum Beispiel mit dieser Methode (6).

Wo kann ich mobil bezahlen?

Inzwischen gibt es viele Geräte, die mittels NFC-Technologie kontaktlos eine Zahlung übermitteln können. Vielleicht fragst du dich aber, wo du diese Funktion überhaupt nutzen kannst. Hier die zwei gängigsten Einsatzmöglichkeiten:

  • Bezahlen in Supermärkten: Die meisten Supermärkte bieten inzwischen Zahlterminals mit NFC-Funktion an. Diese sind mit dem Wellen-Symbol gekennzeichnet. Abgesehen von Supermärkten gibt es auch immer mehr kleine Geschäfte und sogar Marktstände, bei denen du mit deinem Smartphone bezahlen kannst.
  • Privat Geld versenden: Nicht nur im Geschäft kannst du mobil Bezahlen. Auch das sogenannte Peer-to-Peer-Payment steht dir mit dem mobilen Bezahlen zur Verfügung. So kannst du zum Beispiel einem Freund, der im Restaurant für euch beide bezahlt hat, schnell und unkompliziert deinen Anteil der Rechnung zurücküberweisen. Dies ist vor allem unter Freunden und in der Familie für kleinere Beträge sinnvoll.

Obwohl mittlerweile so viele Händler die Möglichkeit zum mobilen Bezahlen anbieten, geht es in Deutschland langsamer voran, als in anderen Ländern. Laut einer Umfrage gaben im Dezember 2020 nur 20 Prozent der Befragten an, dass sie gerne immer mit dem Smartphone bezahlen möchten. Fast 40 Prozent sagten, sie möchten nie mit dem Smartphone bezahlen (7).

Wer bietet mobiles Bezahlen an?

Wenn du für dich mobiles Bezahlen in Erwägung ziehst, musst du erst mal wissen, welche Anbieter es für diese Art der Bezahlung überhaupt gibt. Im folgenden Abschnitt stellen wir dir die wichtigsten Anbieter kurz vor.

Google Pay

Wenn du Nutzer eines Android-Gerätes bist, bietet dir Google für das mobile Bezahlen die Google-Pay-App an. Seit Mitte 2018 kann man damit in Deutschland bezahlen. Dies funktioniert mit diversen Girokonten und Kreditkarten.

Smartphone mit geöffneter Google Pay App

Nutzer von Android-Geräten können das mobile Bezahlen über die Google-Pay-App abwickeln. (Bildquelle: unsplash / Mika Baumeister)

Google Pay kooperiert jedoch nicht mit allen deutschen Banken. Auf Umwegen, zum Beispiel über dein PayPal-Konto oder über den Anbieter VIMpay, kannst du Google Pay aber so oder so nutzen, egal bei welcher Bank du dein Girokonto hast (8).

Ende 2020 hat Google Pay aufgerüstet und bietet seither in den USA eine neue Version mit vielen zusätzlichen Angeboten, wie zum Beispiel digitalen Mobile-first-Bankkonten. In Zukunft werden diese Dienste wohl auch in anderen Ländern angeboten werden (9).

Apple Pay

Seit Ende 2018 ist in Deutschland auch das mobile Bezahlen mittels Apple Pay möglich, welches für Geräte von Apple funktioniert. Apple Pay kooperiert inzwischen mit den meisten größeren Banken und Sparkassen in Deutschland.

Als Alternative zum direkten Verknüpfen mit deinem Bankkonto oder deiner Kreditkarte kannst du auch bei Apple Pay über VIMpay gehen. PayPal allerdings funktioniert bei Apple Pay nicht.

Zu beachten gilt, dass Nutzer eines Apple-Gerätes nur mittels Apple Pay bezahlen können. Der NFC-Chip in den Geräten von Apple ist so programmiert, dass keine anderen Anbieter darauf zugreifen können.

Samsung Pay

Im Oktober 2020 hat Samsung in Deutschland sein eigenes Angebot zum mobilen Bezahlen auf den Markt gebracht. Dies kann mit den neueren Smartphones von Samsung verwendet werden. Das Prinzip ist dasselbe, wie man es schon von Apple und Google kennt.

Samsung arbeitete in Deutschland mit Visa und dem Unternehmen Solarisbank zusammen, welches zur Benutzung von Samsung Pay virtuelle Visa-Debitkarten ausstellt. Diese können mit jedem beliebigen deutschen Girokonto verknüpft werden. Lediglich das Bezahlen über PayPal funktioniert bei Samsung Pay nicht (10).

Huawei Wallet-App

Einen anderen Weg als Google, Samsung und Apple hat hierzulande Huawei eingeschlagen. Auch mit einem Huawei Smartphone kannst du mobil bezahlen, indem du die Wallet-App von Huawei benutzt. Die Technologie, die dafür verwendet wird, ist allerdings nicht NFC, sondern die Bezahlung läuft über das Scannen eines QR-Codes (6).

Sparkassen und Volksbanken

Die meisten deutschen Sparkassen und Volksbanken sind inzwischen mit im Boot, wenn es um mobiles Bezahlen geht. Zurzeit ist die Landschaft des mobilen Bezahlens allerdings noch recht chaotisch. Eine einheitliche Lösung gibt es bisher nicht.

Jede Bank entscheidet selber, mit welchen Anbietern sie zusammenarbeiten will. Einige Banken haben für Android-Handys eine eigene App-Lösungen, während sie für iPhones mit Apple Pay kooperieren.

Richtig ärgerlich ist es, wenn deine Bank eigentlich Apple Pay anbietet, dies aber nicht bei jeder Karte funktioniert. Es kann vorkommen, dass du im Wallet-App von Apple deine Bank findest, du aber beim Hinterlegen deiner Karte eine Fehlermeldung erhältst. Dies betrifft zum Beispiel Karten der Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Landesbank Berlin (LBB) (11).

Da es nicht ganz einfach ist, einen Überblick über das Angebot der verschiedenen Banken zu bekommen, wollen wir dir mit der folgenden Tabelle dabei helfen. Sie zeigt eine Übersicht über die wichtigsten deutschen Banken, ihre Apps und Kooperationen (6):

Bank Lösung für Android-Smartphones Lösung für iPhones
Sparkasse eigene App: Mobiles Bezahlen Apple Pay
Volksbank eigene App: VRBanking Apple Pay
Postbank eigene App: Postbank Finanzassistent -
Commerzbank Google Pay Apple Pay
Deutsche Bank eigene App: Deutsche Bank Mobile Apple Pay
Comdirect Google Pay Apple Pay
DKB Google Pay Apple Pay
Targobank eigene App: Targobank Bezahl-App -
N26 Google Pay Apple Pay
Hypo Vereinsbank eigene App Apple Pay

Ist mobiles Bezahlen sicher?

Hierzulande sind immer noch viele Konsumenten skeptisch eingestellt gegenüber dem mobilen Bezahlen. Sicherheitsbedenken spielen dabei eine große Rolle. In den folgenden Abschnitten erklären wir dir, wie es um die Sicherheit und den Datenschutz beim mobilen Bezahlen steht.

Bin ich Betrügern ausgesetzt, wenn ich mobil bezahle?

Wenn du am Terminal mit dem Handy bezahlst, in dem du deine Kreditkarte hinterlegt hast, werden indirekt die Details deiner Kreditkarte benutzt. Es ist daher verständlich, wenn man als Konsument Bedenken hat, was die Sicherheit angeht.

Der Vorgang beim Bezahlen geschieht jedoch über eine verschlüsselte Kopie deiner Kreditkartendaten, die nur für diesen einen Vorgang gilt. Dieses Vorgehen nennt man "Host Card Emulation" (HCE).

Die Angst davor, dass Betrüger mittels NFC bei deinem Handy Informationen über deine Kreditkarte anzapfen könnten, ist daher unbegründet. In dieser Hinsicht bist du mit dem Bezahlen per Handy sogar sicherer unterwegs, als wenn du direkt mit der Kreditkarte bezahlst (12).

Theoretisch ist es möglich, dass dir Betrüger mit einem mobilen NFC Terminal unbemerkt durch die Hosentasche Geld von deinem Handy abbuchen. Abgesehen davon, dass dies nur auf eine Distanz von maximal 4 Zentimetern möglich ist, ist es aber auch sonst eher unwahrscheinlich, dass dich jemand auf diese Art beklaut.

Diese Art von Diebstahl ist für Betrüger nicht sehr attraktiv, da der verwendete Zahlterminal das Geld direkt auf ein gültiges Bankkonto überweisen müsste. Die Diebe würden so nicht lange unerkannt bleiben. Hinzu kommt, dass du zum Bezahlen höherer Geldbeträge dein Handy mit Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperren musst. Es könnten also höchsten kleine Beträge ergaunert werden (13).

Wenn du dich trotzdem unsicher fühlst, kannst du bei Nichtgebrauch den NFC-Chip deines Smartphones in den Einstellungen deaktivieren. Dies funktioniert bei allen Android-Handys, allerdings nicht bei iPhones.

Wie steht es um den Datenschutz beim mobilen Bezahlen?

Wenn du mit dem Smartphone bezahlst, werden, wie bereits erwähnt, die Details deiner Kreditkarte nur verschlüsselt übertragen. Die Daten deiner Karte bleiben also geheim und sind für Händler und Anbieter der Zahlterminals nicht ersichtlich. Auch sonst können deine Kartendetails nicht aus deinem Handy ausgelesen werden. Bei der Karte selbst würde das theoretisch funktionieren.

Betreffend Datenschutz ist die Bezahl-App deiner Bank die beste Lösung.

Etwas anders sieht es mit deiner Kaufhistorie aus. Wenn du zum Beispiel über Google Pay, Apple Pay oder PayPal bezahlst, erfährt dadurch eine weitere Firma Details über dein Kaufverhalten. Apple gibt zwar an, dass keine Daten gespeichert werden. Google aber kann diese Daten für seine eigenen Interessen einsetzen und sie sogar an ihre Tochterfirmen weiterreichen.

Bankeigene Apps haben betreffend Datenschutz einen klaren Vorteil. Da deine Bank sowieso erfährt, wann du wo wie viel einkaufst, macht das keinen Unterschied mehr, wenn du mit ihrer App bezahlst. Wenn du also möglichst wenige Datenspuren hinterlassen willst, dann solltest du dich für die Bezahllösung deiner eigenen Bank entscheiden (14).

Was tun bei Verlust des Smartphones?

Wenn du dein Smartphone verlierst, besteht die Gefahr, dass jemand anderes damit bezahlt. Dies funktioniert allerdings nur für kleinere Beträge, da spätestens ab 50 Euro ein PIN, ein Fingerabdruck oder eine Gesichtserkennung zur Bestätigung erforderlich ist.

Bei Verlust solltest du sofort über den Sperrnotruf 116 116 deine hinterlegte Karte und die SIM-Karte deines Handys sperren lassen. Dazu brauchst du lediglich den Namen deiner Bank, deine Kontonummer und deine Handynummer.

Sollte tatsächlich jemand über dein Handy etwas gekauft haben, bevor du es sperren lassen konntest, haftest du möglicherweise bis zu einem Betrag von 50 Euro selber. Wenn du grob fahrlässig gehandelt, also zum Beispiel den PIN auf die Handyhülle geklebt hast, haftest du vollumfänglich (15).

Ist mobiles Bezahlen kostenlos?

In der Regel ist mobiles Bezahlen kostenlos. So scheint es zumindest. Der Schein trügt allerdings, wenn man bedenkt, dass an der Dienstleistung des mobilen Bezahlens mehrere Anbieter beteiligt sind, die alle etwas für ihre Dienste erhalten wollen.

Die Kosten, die bei verschiedenen Dienstleistern durch das mobile Bezahlen anfallen, trägt in der Regel der Händler. Da dieser natürlich nicht auf den Kosten sitzen bleiben will, überträgt er diese durch erhöhte Preise seiner Produkte an die Endkunden. Insofern bezahlen wir alle einen kleinen Preis dafür, dass wir die Möglichkeit haben mobil zu bezahlen.

Zahlterminal mit Smartphone

Beim Bezahlen mit dem Smartphone im Supermarkt sollten in der Regel keine Gebühren anfallen. Es lohnt sich aber trotzdem, sich im Voraus gut zu informieren. (Bildquelle: pexels/ Jack Sparrow)

Es lohnt sich außerdem, vor dem Benutzen des mobilen Bezahldiensts die Bestimmungen über Gebühren des Anbieters zu lesen. Vor allem für Peer-to-Peer-Überweisungen und für das Aufladen von Guthaben können oft kleinere Gebühren anfallen (16).

Welche Vor- und Nachteile hat mobiles Bezahlen?

Der große Vorteil vom Bezahlen mit dem Smartphone ist, dass du am Zahlterminal keinen PIN eingeben musst. Besonders jetzt, in der Corona-Zeit, ist angenehm, wenn du kein PIN-Pad berühren musst, auf dem schon hunderte vor dir rumgedrückt haben. Beim mobilen Bezahlen musst du stattdessen dein Handy per Code, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperren.

Außerdem bringt das mobile Bezahlen natürlich alle Vorteile mit sich, die auch schon die kontaktlose Zahlung mit der Kreditkarte hatte: kein Bargeld und dadurch kein mühsames Münzenzählen und kein plötzliches Verlieren von Scheinen aus der Hosentasche. Hinzu kommt, dass es es immer eine detaillierte Abrechnung am Ende des Monats gibt. Für einen guten Überblick über die Finanzen kann das sehr hilfreich sein (8).

Was zudem heute Realität ist: Dein Handy hast du wohl immer mit dabei. Deine Brieftasche vergisst du vielleicht mal. Schon alleine deshalb ist es sehr praktisch, wenn du mit dem Smartphone bezahlen kannst.

Ein Nachteil des mobilen Bezahlens ist, dass du beim Einkaufen Datenspuren hinterlässt. Das tust du zwar auch, wenn du mit der Kreditkarte bezahlst, doch beim mobilen Bezahlen kommt meist noch ein weiterer Anbieter hinzu. So gibst du deine Kaufdaten zusätzlich an Anbieter wie Google oder Apple weiter, falls das mobile Bezahlen über diese läuft.

Betreffend Datenschutz ist es daher am besten, wenn du die App-Lösung deiner Bank verwendest. Diese hat ohnehin schon Zugriff auf all deine Kaufdaten und nutzt diese in der Regel nicht für eigene Interessen. Je nach Bank und Betriebssystem deines Handys hast du diese Möglichkeit allerdings gar nicht.

Weitere Nachteile sind die Tatsache, dass ein Handy-Akku mal leer sein kann, genau dann, wenn man bezahlen möchte, und dass zum Bezahlen dein Handy meistens mit dem Internet verbunden sein muss. Wenn du den Bezahldienst im Ausland nutzt, können daher durch eine Datenverbindung zusätzliche Kosten entstehen (8).

Fazit

Mit dem mobilen Bezahlen, also dem Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch anstelle von Karte oder Bargeld, geht es hier in Deutschland immer noch eher schleichend vorwärts, während es in anderen Ländern bereits seit längerem Standard ist. Das mobile Bezahlen ist zwar sehr praktisch und schnell, trotzdem sind aber viele Konsumenten skeptisch und befürchten, dass es nicht genug sicher sein könnte.

Grundsätzlich wird das mobile Bezahlen aber als recht sicher eingestuft. Einzig was den Schutz der Kaufdaten angeht, ist mobiles Bezahlen nicht ideal. Am besten fährt man in dieser Hinsicht, wenn man die Bezahl-App der eigenen Bank benutzt. So können die Kaufdaten an keine weiteren Akteure gelangen.

Bildquelle: lightfieldstudios/ 123rf

Einzelnachweise (16)

1. bitkom.org: In der Corona-Krise entdecken die Deutschen das kontaktlose Bezahlen. 05.01.2021.
Quelle

2. bsi.bund.de: Kontaktloses Bezahlen im digitalen Alltag via NFC.
Quelle

3. heise.de: NFC - Near Field Communication.
Quelle

4. verbraucherzentrale.de: Bezahlen mit dem Smartphone – wie geht das? 18.01.2019.
Quelle

5. computerbild.de: Google Pay Guthaben erhöhen: So geht es. 12.03.2021.
Quelle

6. netzwelt.de: Mit dem Handy bezahlen: So geht's. Jan Kluczniok, 23.02.2021.
Quelle

7. de.statista.com: In welchen Situationen würden Sie gern mit Ihrem Smartphone (ohne Debit- oder Kreditkarte und ohne Bargeld) bezahlen können? Alexander Kunst, 14.12.2020.
Quelle

8. vzhh.de: Mit Handy oder Smartwatch zahlen – das sollten Sie wissen. 02.02.2019.
Quelle

9. heise.de: Google Pay bekommt Redesign und bietet vollständige Bank-Konten. Eva Maria Weiß, 19.11.2020.
Quelle

10. heise.de: Kontaktloses Bezahlen: Samsung Pay startet in Deutschland. Volker Briegleb, 28.10.2020.
Quelle

11. heise.de: Apple Pay: Weiter warten auf LBB und Volksbank bei bestimmten Karten. Ben Schwan, 08.02.2021.
Quelle

12. verbraucherzentrale.de: Mobiles Bezahlen: Wie sicher ist das? 19.12.2018.
Quelle

13. heise.de: So leicht lässt sich Geld beim kontaktlosen Bezahlen abfischen. Jan-Keno Janssen, 20.07.2018
Quelle

14. mobilsicher.de: Wie sicher ist Bezahlen per NFC? Miriam Ruhenstroth, 10.11.2019.
Quelle

15. verbraucherzentrale.de: Mobiles Bezahlen deaktivieren – so geht es. 19.12.2018.
Quelle

16. verbraucherzentrale.de: Mobiles Bezahlen kostet nichts? Das ist nur die halbe Wahrheit. 22.01.2019.
Quelle

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