Zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2021

Mutterschaftsgeld entlastet viele Mütter sowie ihre Partner während und nach einer Schwangerschaft. Da Mütter in Mutterschutz müssen, nämlich sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt, können sie meistens nicht arbeiten gehen. Viele haben in dieser Zeit einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, welches sich nach dem Nettogehalt richtet und eine finanzielle Entlastung ist.

Es kommen häufig viele Fragen auf: Wer hat überhaupt Anspruch auf das Geld? Wie viel Geld erhalte ich oder wird das Geld auch versteuert? Deshalb möchten wir dir in diesem Artikel das Thema Mutterschaftsgeld näher bringen und alle Unklarheiten beseitigen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Nicht jede werdende Mutter hat einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Es kommt darauf an, ob du gesetzlich, privat- oder familienversichert bist und welcher Tätigkeit du nachgehst.
  • Die Höhe des Mutterschaftsgeldes richtet sich ebenfalls nach der Versicherung und der Beschäftigung. Gesetzlich versicherte erhalten 14 Wochen lang bis zu 13 Euro pro Tag. Andere zum Beispiel eine einmalige Zahlung von 210 Euro.
  • Neben den Zahlungen von der Krankenkasse oder des Bundesamtes für Soziale Sicherheit zahlt der Arbeitgeber den sogenannten Arbeitgeberzuschuss und stockt somit das Mutterschaftsgeld auf.

Hintergründe: Was du über Mutterschaftsgeld wissen solltest

Zum Thema Mutterschaftsgeld kommen oft viele Fragen auf, sowohl bei werdenden Müttern oder bei Müttern, die bereits ihr Kind zur Welt gebracht haben. Deshalb haben wir die wichtigsten Fragen für dich in diesem Abschnitt zusammengetragen und beantwortet.

Warum bekommst du Mutterschaftsgeld?

Während einer Schwangerschaft oder nach der Geburt können oder dürfen viele Frauen nicht arbeiten gehen, da sie einem besonderen Schutz unterliegen. In diesem Fall kann das Mutterschaftsgeld beantragt werde. Das Mutterschaftsgeld dient dazu, dass erwerbstätige Frauen durch ihren Ausfall keinen finanziellen Nachteil haben. (1, 12)

Wer hat Anspruch auf Mutterschaftsgeld?

Geld ist oft ein wichtiges Thema, sobald ein Kind oder Kinder erwartet werden. Viele fangen deshalb an Geld zu sparen. Wenn du ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld hast ist dies eine weitere finanzielle Unterstützung und Entlastung. Ob du einen Anspruch hast, wollen wir dir deshalb nun beantworten.

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen

Wenn du freiwillig gesetzlich versichert oder gesetzlich pflichtversichert bist hast du einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Die Krankenkasse bezahlt dies während der Schutzfrist vor, nach und am Tag der Entbindung.

Für den Anspruch ist eine der nachfolgenden drei Voraussetzungen zu erfüllen. Du musst entweder in einem Arbeitsverhältnis stehen, der Arbeitgeber hat das Verhältnis während der Schwangerschaft gekündigt oder das Arbeitsverhältnis beginnt nach dem Anfang der Schutzfrist. Ergänzend zu dem Mutterschaftsgeld zahlt der Arbeitgeber den sogenannten Arbeitgeberzuschuss. (2)

Privat versicherte Arbeitnehmerinnen und familienversicherte Mütter

Wenn du in einer privaten Krankenkasse oder in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert bist, hast du bei der Krankenkasse keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Privat und familienversicherte Mütter haben keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Allerdings kannst du eine einmalige Zahlung vom Bundesamt für Soziale Sicherung erhalten als privat versicherte Person oder familienversicherte mit geringfügiger Beschäftigung. Zudem zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss, als wärst du gesetzlich versichert. (1)

Geringfügig beschäftigte Mütter

Viele Mütter gehen einer geringfügigen Beschäftigung nach, wie zum Beispiel einem Minijob. Egal ob du privat-, familienversichert oder gesetzlich versichert bist, hast du Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Die ersten beiden Fälle und der letzte Fall unterscheiden sich darin, dass sie bei unterschiedlichen Einrichtungen beantragt werden müssen und die Auszahlungssumme eine andere ist. (1)

Wenn du familien- oder privat versichert bist, ist das Geld beim Bundesamt für Soziale Sicherung zu beantragen. Wenn du bei einer gesetzlichen Krankenkasse bist, beantragst du das Mutterschaftsgeld bei deiner Krankenkasse. In beiden Fällen erhält du einen Arbeitgeberzuschuss, wenn du vor dem Mutterschutz mehr als 390 Euro netto verdient hast. (1)

Arbeitnehmerinnen in Elternzeit

Die Krankenkasse zahlt dir das Mutterschaftsgeld, wenn du dich zu Beginn des Mutterschutzes noch in der Elternzeit befindest. Dann erhältst du höchstens 13 Euro täglich von deiner Krankenkasse. Ob der Arbeiter den Arbeitgeberzuschuss zahlt, ist davon abhängig, ob du während der Elternzeit arbeitest oder nicht. Wenn du nicht während der Elternzeit arbeitest, muss der Arbeiter auch keinen Zuschuss zahlen.

Es besteht die Möglichkeit, dass man während der Elternzeit erneut schwanger wird. Wenn dieser Fall eintritt sollte die Elternzeit vorzeitig beendet werden, indem es schriftlich beim Arbeitgeber eingereicht wird. Einige Arbeitgeber gestatten es auch die Elternzeit zu unterbrechen und den Rest an die neue Elternzeit anzuhängen. Der Arbeitgeberzuschuss steht dir in beiden Fällen zu. (13)

Selbstständige Mütter

Wenn du selbstständig und privat krankenversichert bist, hast du keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. In diesem Fall kann die private Krankentagegeldversicherung interessant für dich sein. Durch sie ist es möglich Krankentagegeld zu erhalten. Wenn du in dem Vertrag keinen Anspruch darauf hast, kann dir möglicherweise ein einmaliges Mutterschaftsgeld ausgezahlt werden. (1)

Anders sieht es auch, wenn du freiwillig gesetzlich versichert bist. Es ist möglich mit der Krankenkasse eine Versicherung abzuschließen, um Anspruch auf das Krankentagegeld zu haben. Dann erhältst du 70 Prozent des regelmäßigen Einkommens. Wenn diese Absicherung jedoch nicht abgeschlossen wurde, besteht kein Anspruch auf das Geld. (1)

Arbeitslose Mütter

Arbeitslose Mütter haben einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, wenn sie zu Beginn ihrer Mutterschutzfristen das Arbeitslosengeld I beziehen. Wenn dies der Fall ist, zahlt die gesetzliche Krankenkasse das Geld in Höhe des Arbeitslosengeld I. (1)

Wenn das Arbeitslosengeld II bezogen wird besteht kein Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Allerdings besteht die Option, dass das Hartz IV erhöht wird. Das bedeutet, dass du von der 13. SSW bis einschließlich zum Tag der Geburt den "schwangerschaftsbedingten Mehrbedarf"-Zuschlag bekommst. Der Zuschlag beträgt 17 Prozent des maßgeblichen Regelbedarfs.

Ergänzend zum Mehrbedarf können weitere Leistungen beantragt werden. Schwangerschaftsbekleidung kann zum Beispiel ab der 14. SSW beantragt werden und Säuglingserstausstattungen ab der 30. SSW. (1, 11)

Studentinnen/ Schülerinnen/ Auszubildende

Wenn du als Studentin, Schülerin oder Auszubildende keinem Minijob, also einer geringfügigen Beschäftigung nachgehst, hast du keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Wenn du einen Minijob hast, besteht ein Anspruch. Für mehr Informationen kannst du weiter oben bei "Geringfügig beschäftigte Mütter" weiterlesen. (1)

Da viele Ausbildungen von der Berufsausbildungshilfe oder der Bundesausbildungsförderung unterstützt werden, stehen den Auszubildenden auch keine Sozialhilfe und kein Arbeitslosengeld II zu. Da es jedoch möglich ist, dass dein Einkommen oder Vermögen nicht ausreicht, kannst du Gelder beim Jobcenter beantragen:

  • Mehrbedarf für Alleinerziehende
  • Kostenzuschuss für Unterkunft und Heizung oder
  • einmalige Leistungen (z.B. Kleidung, Babyausstattung)
  • Mehrbedarf wegen Schwangerschaft ab der 12. SSW (z.B. Ernährung, zusätzlicher Fahrgeld)

Der Staat behält sich vor bei Härtefällen das Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld zu zahlen. Das Sozialgeld würde in Form eines zinsloses Darlehen gezahlt werden. (1)

Wie viel Mutterschaftsgeld gibt es?

Die vorherigen Fragen haben dir beantwortet, ob du einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld hast. Wenn ein Anspruch besteht, stellt sich unmittelbar die nächste Frage: Wie viel Geld erhalte ich bzw. wie viel steht mir zu?

Grundsätzlich richtet sich die Höhe des Geldes nach dem durchschnittlichen Nettogehalt der letzten drei vollständigen abgerechneten Kalendermonate. Aus dieser Betrachtung fallen Gelder, wie zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld nicht mir rein. (3)

mutterschaftsgeld

Wer wie viel Mutterschaftsgeld erhält, richtet sich nach dem Nettogehalt der letzten Monate und ist deshalb bei jeder Mutter individuell. (Bildquelle: Pixabay / martaposemuckel)

Die Krankenkasse bezahlt dir höchsten 13 Euro pro Kalendertag, also 390 Euro im Monat. Da es Mütter gibt, die mehr als 13 Euro netto am Tag verdienen, ist in diesen Fällen der Arbeitgeber verpflichtet die Differenz zu zahlen. Du erhältst den sogenannten Arbeitgeberzuschuss. Der Arbeitgeber stockt demnach das Mutterschaftsgeld auf und zahlt somit den größeren Anteil. (4)

In einigen Fällen ist nicht die Krankenkasse für das Mutterschaftsgeld zuständig, sonders das Bundesamt für Soziale Sicherung. Von dem Bundesamt erhältst du nicht 13 Euro pro Kalendertag. Sie zahlt dir eine einmalige Summe von maximal 210 Euro. (14)

Berechnung

Anhand des nachfolgenden Berechnungsbeispiels soll dir die obige Erklärung veranschaulicht werden. Das Beispiel kannst du auf deine Situation anwenden, indem du dein Nettogehalt in die Rechnung einfügst.

Angenommen du hast in den letzten drei Monaten, also vor der Mutterschutzfrist, 3.000 Euro brutto verdient und netto 1.937 Euro ausbezahlt bekommen. Um den kalendertäglichen Nettolohn zu erhalten wird folgende Rechnung angewendet: (1.937 Euro x 3 Monate) / 90 Tage.

Demnach würdest du während des Mutterschutzes pro Tag 64,56 Euro erhalten. Diesen Betrag teilen sich die Krankenkasse und der Arbeitgeber. Die Kasse bezahlt 13 Euro und der Arbeitnehmer die Differenz von 51,56 Euro.

Wer erhält wie viel Mutterschaftsgeld?

Um dir einen besseren Überblick darüber zu geben, wer wie viel Mutterschaftsgeld erhält, findest du im Folgenden eine Tabelle. In ihr kannst du einfach nachschauen zu welchen Anspruchsstellerinnen du gehörst und wie viel Geld dir zusteht.

Anspruchsberechtigten Höhe des Anspruchs
Gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen Bis zu 13 Euro und Arbeitgeberzuschuss
Privat versicherte Arbeitnehmerinnen und familienversicherte Mütter Bis zu 210 Euro einmalig und Arbeitgeberzuschuss
Familienversicherte geringfügig beschäftigte Mütter Bis zu 210 Euro einmalig und Arbeitgeberzuschuss
Selbstständige mit privater Krankenversicherung Kein Mutterschaftsgeld, aber Anspruch auf Krankentagegeld
Selbstständige mit freiwilliger gesetzlichen Krankenversicherung ohne Krankengeldanspruch Kein Mutterschaftsgeld
Selbstständige mit freiwilliger gesetzlichen Krankenversicherung mit Krankengeldanspruch Mutterschaftsgeld (70 Prozent des regelmäßigen Einkommens
Familienversicherte ohne Beschäftigung Kein Mutterschaftsgeld
Arbeitslose mit ALG I Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes
Arbeitslose mit ALG II ALG II wird weiter gezahlt plus Mehrbedarf ab 13. SSW

Wie, wann und bei wem beantragst du Mutterschaftsgeld?

Um Mutterschaftsgeld gezahlt zu bekommen, musst du dies beantragen. Der Antrag kann bei der gesetzlichen Krankenkasse, beim Bundesamt für Soziale Sicherung und beim Arbeitgeber beantragt werden. Wenn du keinen Anspruch hast, kannst du dich an andere Einrichtungen werden, um andere Leistungen zu beantrage.

Bei der gesetzlichen Krankenkasse

Für den Antrag bei der gesetzlichen Krankenkasse gibt es ein Formular, welches ausgefüllt werden muss. Zudem wird eine ärztliche Bescheinigung benötigt, die angibt, wann der berechnete Geburtstermin ist. Meist erhältst du diesen Termin erst 7 Wochen vor dem Termin. Diese kannst du sowohl bei deinem Arzt oder bei deiner Hebamme anfragen. Sobald dir die Bescheinigung ausgestellt wurde sollte der Antrag gestellt werden. (9)

Des Weiteren müssen persönliche Angaben, Angaben zur Beschäftigung und zum Arbeitgeber und die Kontoverbindung mit eingereicht werden. Die Krankenkassen wird sich selbstständig die Bescheinigung über dein Gehalt von deinem Arbeitgeber holen. Sobald dein Kind geboren wurde kann die Geburtsurkunde eingereicht werden, um das Mutterschaftsgeld für die restlichen acht Wochen zu erhalten.

Beim Bundesamt für Soziale Sicherung

Beim Bundesamt für Soziale Sicherung gibt es ein Online-Formular. Für den Antrag benötigst du den voraussichtlichen Geburtstermin, Angaben zur Krankenkasse und zum aktuellen Beschäftigungsverhältnis, die Steueridentifikationsnummer sowie die Kontoverbindung. Es reicht aus den Antrag online zu stellen, da er ohne Unterschrift gültig ist. Du musst ihn also nicht zusätzlich per Post dem Amt zusenden. (10)

Beim Arbeitgeber

Deinen Arbeitgeber solltest du in jedem Fall informieren und ihm die ärztliche Bescheinigung über den Entbindungstermin vorlegen. Somit weiß der Arbeitergeber Bescheid und wird dir seinen Anteil, den Arbeitgeberzuschuss, zum gleichen Zeitpunkt wie normalerweise das Gehalt überweisen.

Bei der privaten Krankenkasse

An die private Krankenversicherung wendest du dich, wenn du als Selbstständige in der privaten Krankenversicherung bist. Da du keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld hast, kannst du stattdessen das Krankentagegeld beantragen. In Ausnahmefällen gibt es sogar eine einmalige Mutterschaftsgeld-Zahlung. (1)

Jobcenter

Bei Müttern, welche das Arbeitslosengeld II beziehen ist das Jobcenter zuständig. Um den Mehrbedarf zu beantragen, musst du deinem zuständigen Jobcenter den voraussichtlichen Entbindungstermin mitteilen. Sobald das Kind geboren wurde muss auch hier dir Geburtsurkunde eingereicht werden, damit das Kind in der Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt werden kann. (11)

Zusammenfassender Überblick

Die nachfolgende Tabelle vermittelt einen zusammenfassenden Überblick darüber, wer sich an wen wenden muss, um Mutterschaftsgeld oder vergleichbare Zahlungen beantragen zu können:

Anspruchsberechtigten Zuständige Einrichtungen
Gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen Krankenkasse und Arbeitgeber
Privat versicherte Arbeitnehmerinnen und familienversicherte Mütter Bundesamt für Soziale Sicherung und Arbeitgeber
Familienversicherte geringfügig beschäftigte Mütter Bundesamt für Soziale Sicherung und Arbeitgeber
Selbstständige mit privater Krankenversicherung Private Krankenversicherung
Selbstständige mit freiwilliger gesetzlichen Krankenversicherung ohne Krankengeldanspruch -
Selbstständige mit freiwilliger gesetzlichen Krankenversicherung mit Krankengeldanspruch Krankenkasse
Familienversicherte ohne Beschäftigung -
Arbeitslose mit ALG I Krankenkasse und Agentur für Arbeit
Arbeitslose mit ALG II Jobcenter

Wie lange wird das Mutterschaftsgeld gezahlt?

Insgesamt wird das Mutterschaftsgeld 14 Wochen von der gesetzlichen Krankenkasse lang gezahlt. Dieser Zeitraum wurde nicht willkürlich gewählt, sondern beträgt die Dauer der Schutzfristen vor und nach der Entbindung sowie für den Entbindungstag. Als werdende oder frisch gebackene Mutter darfst du sechs Wochen vor der Entbindung und acht Wochen danach deiner Arbeit nicht nachgehen. (5)

mutterschaftsgeld

Die Krankenkasse bezahlt die Dauer der Schutzfristen in einer Schwangerschaft das Mutterschaftsgeld. Insgesamt sind dies 14 Wochen. (Bildquelle: Pixabay / webandi)

Es spielt keine Rolle, ob sie vor Beginn der Schutzfrist zum Beispiel Krankengeld bekommen haben oder während der Mutterschutzfrist krank geworden sind. Sie erhalten trotzdem das Mutterschaftsgeld. (1) Bereist vor der Geburt oder danach kann außerdem über Geldanlagen für das Kind oder die Kinder nachgedacht werden, um die Zukunft finanziell abzusichern.

Wird Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet?

Um diese Frage beantworten zu können, muss vorab geschaut werden, wie viel Mutterschaftsgeld du erhältst. Wenn du Mutterschaftsgeld in der vollständigen Höhe erhältst, also höchstens 390 Euro plus gegebenenfalls den Arbeitgeberzuschuss, wird das Geld vollständig auf das Elterngeld angerechnet. (6)

Anders sieht es aus, wenn Mütter das verringerte Mutterschaftsgeld erhalten, welche maximal 210 Euro beträgt und vom Bundesamt für Soziale Sicherung gezahlt wird. Hier wird da Mutterschaftsgeld nicht auf das Elterngeld angerechnet. (6)

Wird das Mutterschaftsgeld besteuert?

Mutterschaftsgeld ist im Grunde genommen steuerfrei. In diesem Zusammenhang spielt jedoch der Progressionsvorbehalt eine Rolle. Da das Mutterschaftsgeld ihm unterliegt, erhöht sich geringfügig dein persönlicher Steuersatz auf das restliche Einkommen.
Mutterschaftsgeld erhöht den persönlichen Steuersatz.

Du wirst deshalb später eine Bescheinigung von deiner Krankenkasse erhalten, in der sie vermerkt, dass sie dir Geld gegeben hat.

Diese leitet sie automatisch auch zum Finanzamt. Zudem musst du die Summe, welche dir von der Krankenkasse mitgeteilt wird, in deiner Steuererklärung eintrage. (7)

Was ist der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld?

Der Arbeitgeberzuschuss wurde in einer vorherigen Frage bereits kurz erläutert. Beim Arbeitgeberzuschuss handelt es sich um eine individuelle Zuschusszahlung vom Arbeitgeber, um das gezahlte Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse aufzustocken.

Da die Krankenkasse höchstens 13 Euro bezahlt, übernimmt der Arbeitgeber den größten Anteil am Mutterschaftsgeld. Sobald du also mehr als 13 Euro pro Kalendertag verdienst, wird der Zuschuss bezahlt. (4)

Der Arbeitgeberzuschuss wird dir zum gleichen Zeitpunkt ausgezahlt wie vorher das Arbeitsentgelt. Das hat den Hintergrund, dass der Zuschuss vom Arbeitgeber als ein Arbeitsentgelt bzw. als ein Lohnersatz angesehen wird. (1)

Was passiert bei einem Beschäftigungsverbot?

Wenn du vor oder nach der Geburt aus medizinischen Gründen nicht oder nur teilweise arbeiten darfst, dann liegt hier meist ein Beschäftigungsverbot vor. Dies kann auch außerhalb, also vor oder nach, der Schutzfristen liegen. Es kann aus den unterschiedlichsten Gründen veranlasst werden. Wenn bei dir ein solches Verbot vorliegt, bedeutet es nicht, dass du in dieser Zeit keinen Lohn erhältst. Der Arbeitgeber zahlt hier den sogenannten Mutterschaftslohn. (8)

Als Mutterschutzlohn wird das durchschnittliche Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor dem Eintritt der Schwangerschaft gezahlt. (8)

Falls du einer neuen Beschäftigung nachgehst, welche er nach Einritt der Schwangerschaft beginnt, dann berechnet sich der Lohn anders. Dann sind die ersten drei Monate relevant. Dort wird sich das durchschnittliche Arbeitsentgelt aus dem Arbeitsentgelt der neuen Arbeit angeschaut. (8)

Fazit

Mutterschaftsgeld ist eine finanzielle Entlastung, da Mütter weiterhin ihr Gehalt gezahlt bekommen. Dies kann von der Krankenkasse oder vom Bundesamt für Soziale Sicherung geschehen. Zudem unterstützt der Arbeitergeber die Mütter durch seinen Arbeitgeberzuschuss. Nicht jede Frauen hat einen Anspruch auf das Geld. Deshalb hängt der Anspruch von der persönlichen Situation ab.

Das ganze Thema Mutterschaftsgeld ist sehr komplex und viele Aspekte müssen mit einbezogen werden. Die Voraussetzungen die erfüllt werden müssen oder an wen der Antrag gestellt werden muss. Ein Artikel wie dieser dienen der Aufklärung, um das Thema zu verstehen und einen zusammenfassenden Überblick zu erhalten.

Bildquelle: mon petit chou photography / Unsplash

Einzelnachweise (14)

1. familienportal.de: Mutterschaftsleistungen. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Quelle

2. bmfsfj.de: Mutterschaftsleistungen im Überblick. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 01.02.2018.
Quelle

3. gkv-datenaustausch.de: Gemeinsames Rundschreiben vom 06./07.12.2017 in der Fassung vom 03.12.2020 zu den Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Spitzenverband der Krankenkassen, 03.12.2020.
Quelle

4. gesetze-im-internet.de: Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG) § 20 Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Quelle

5. gesetze-im-internet.de: Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG) § 3 Schutzfristen vor und nach der Entbindung. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Quelle

6. gesetze-im-internet.de: Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) § 3 Anrechnung von anderen Einnahmen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Quelle

7. vlh.de: Mutterschaftsgeld und Steuern. Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V., 04.08.2020.
Quelle

8. gesetze-im-internet.de: Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG) § 18 Mutterschutzlohn. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Quelle

9. familienportal.de: Wie kann ich Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkasse berechnen und beantragen? Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Quelle

10. bundesamtsozialesicherung.de: Antrag stellen. Bundesamt für Soziale Sicherung.
Quelle

11. jobcenter-ge.de: Schwangerschaft. Jobcenter Wesermarsch.
Quelle

12. aok.de: Mutterschaftsgeld: finanzielle Entlastung für werdende Mütter. AOK.
Quelle

13. gesetze-im-internet.de: Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) § 16 Inanspruchnahme der Elternzeit. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Quelle

14. bundesamtsozialesicherung.de: Mutterschaftsgeldstelle. Bundesamt für Soziale Sicherung.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Mutterschaftsleistungen
familienportal.de: Mutterschaftsleistungen. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
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Mutterschaftsleistungen im Überblick
bmfsfj.de: Mutterschaftsleistungen im Überblick. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 01.02.2018.
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Gemeinsames Rundschreiben vom 06./07.12.2017 in der Fassung vom 03.12.2020 zu den Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft
gkv-datenaustausch.de: Gemeinsames Rundschreiben vom 06./07.12.2017 in der Fassung vom 03.12.2020 zu den Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Spitzenverband der Krankenkassen, 03.12.2020.
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Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG) § 20 Zuschuss zum Mutterschaftsgeld
gesetze-im-internet.de: Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG) § 20 Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
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Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG) § 3 Schutzfristen vor und nach der Entbindung
gesetze-im-internet.de: Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG) § 3 Schutzfristen vor und nach der Entbindung. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
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Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) § 3 Anrechnung von anderen Einnahmen
gesetze-im-internet.de: Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) § 3 Anrechnung von anderen Einnahmen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
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Mutterschaftsgeld und Steuern
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Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG) § 18 Mutterschutzlohn
gesetze-im-internet.de: Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG) § 18 Mutterschutzlohn. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
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Wie kann ich Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkasse berechnen und beantragen?
familienportal.de: Wie kann ich Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkasse berechnen und beantragen? Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
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Antrag stellen
bundesamtsozialesicherung.de: Antrag stellen. Bundesamt für Soziale Sicherung.
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Schwangerschaft
jobcenter-ge.de: Schwangerschaft. Jobcenter Wesermarsch.
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Mutterschaftsgeld: finanzielle Entlastung für werdende Mütter
aok.de: Mutterschaftsgeld: finanzielle Entlastung für werdende Mütter. AOK.
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Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) § 16 Inanspruchnahme der Elternzeit
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Mutterschaftsgeldstelle
bundesamtsozialesicherung.de: Mutterschaftsgeldstelle. Bundesamt für Soziale Sicherung.
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