Zuletzt aktualisiert: 3. Dezember 2019

Das Investieren an der Börse erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Auswahl des richtigen Brokers kann dabei für die Rendite von entscheidender Bedeutung sein.

In unserem großen Online Broker Test 2020 haben wir unterschiedliche Online Broker getestet und verglichen. In diesem Artikel erhältst du Antworten auf die meist gestellten Fragen zum Thema Online Broker. Zusätzlich geben wir dir alle wichtigen Informationen mit auf den Weg, die du vor der Auswahl eines Online Brokers benötigst.



Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Online Broker ermöglicht Anlegern den Handel mit Wertpapieren an der Börse. Diese werden in einem Online Depot verwahrt.
  • Bei der Auswahl eines Brokers solltest du vor allem auf deine persönlichen Anlageziele und die Kosten und Gebühren schauen.
  • Weitere Punkte, auf die du achten solltest sind beispielsweise die Anzahl der handelbare Produkte, der Kundenservice sowie diverse Zusatzleistungen.

Unsere Empfehlung: Die besten Online Broker

Auf dem deutschen Markt existieren viele unterschiedliche Online Broker. Im folgenden Abschnitt stellen wir dir unsere drei Favoriten kurz vor.

Das Allround-Depot bei der Comdirect

Comdirect Depot

Comdirect Depot

Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis mit gutem Kundenservice und vielen zusätzlichen Angeboten.




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Das Comdirect Depot bietet ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und ist bei Privatanlegern äußerst beliebt. Die Comdirect Bank bietet mit die größte Auswahl an ETFs und ETF-Sparplänen auf dem Markt.

Außerdem gibt es für Neukunden recht attraktive Konditionen, wie beispielsweise eine kostenlose Depotführung, Free-Trades oder geringe Ordergebühren. Für alle die gerade ihren ersten ETF Sparplan einrichten möchten, ist das Depot der Comdirect Bank eine sehr gute Wahl.

Das günstige Depot bei Onvista

Onvista Depot

Onvista Depot

Attraktiver Broker mit günstigen Preisen und zwei unterschiedlichen Depotmodellen.




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Die Onvista Bank ist eine Online-Bank mit einem breiten Angebot an Finanzprodukten und gehört zur Comdirect-Bank. Das Online-Depot bietet ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis für den Handel mit ETFs, Aktien und weiteren Finanzprodukten.

Mit der Onvista Bank kann nicht nur an deutschen Marktplätzen gehandelt werden, sondern auf vielen weiteren Marktplätzen weltweit. Daneben ist die Anlage mit ETF-Sparplänen bei der Onvista-Bank sehr attraktiv, es gibt zahlreiche ETFs zur Auswahl.

Das Depot mit kostenlosem Girokonto

DKB Depot

DKB Depot

Seriöser Broker mit transparentem Festpreis-Gebührenmodell.




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Die DKB gehört zu den größten Direktbanken in Deutschland. Als Kunde erhältst du ein Depot bei einem sehr seriösen und sicheren und Online Broker mit einem transparenten Gebührenmodell. Rund um das Depot werden viele Services und laufend neue und attraktive Aktionen geboten.

Allerdings handelt es sich in Bezug auf die Ordergebühren um einen vergleichsweise teureren Broker. Weiterhin musst du als Anleger auf professionelle Analysetools und ähnliches verzichten.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Depot bei einem Online Broker eröffnest

Bevor du die Entscheidung triffst, welcher Online Broker für dich geeignet ist, solltest du einige wichtige Punkte wissen. Deshalb werden wir dir in den folgenden Abschnitten alle wichtigen Informationen über einen Online Broker erläutern.

Was ist ein Online Broker?

Ein Online Broker ermöglicht Anlegern den Handel mit Wertpapieren wie beispielsweise Aktien, Fonds oder ETFs. Das Verwahren der Wertpapiere geschieht in einem Depot, welches vom Online Broker zur Verfügung gestellt wird. Das Besondere an einem Online Broker ist, dass der Kauf und Verkauf von Wertpapieren online abgewickelt wird und in der Regel über keine Filialen verfügt.

Ein Wertpapierdepot ist ein Bankkonto, das Privatanleger für den Handel von Wertpapieren an der Börse benötigen. Heutzutage sind solche Depots in der Regel digital. (Bildquelle: unsplash.com / Austin Distel)

Hierfür stellt der Online Broker dem Kunden eine stabil funktionierende Online Plattform zur Verfügung. Hierüber können unterschiedlichste Transaktionen durchgeführt und an diversen Handelsplätzen gehandelt werden.

Wie eröffnest du ein Depot bei einem Online Broker?

Ein Depot kannst du auf den Homepages der jeweiligen Online Broker eröffnen.
Die Depoteröffnung läuft bei den meisten Brokern relativ ähnlich ab.

In den ersten Schritten musst du einige persönliche Daten wie Name, Adresse sowie Geburts- und Kontaktdaten angeben.

Im nächsten Schritt wirst du nach deinen Erfahrungen mit dem Handel von Wertpapieren gefragt. Diese Angaben dienen der Zuordnung eines Risikolevels.

Wertpapiere, die dein Risikolevel überschreiten, kannst du, so vorerst nicht handeln. Diese werden mit steigender Erfahrung freigeschaltet. Hierzu gehören beispielsweise Termingeschäfte.

Du solltest bei diesen Angaben ehrlich sein, da es sich teilweise um sehr riskante Investmentprodukte handelt, bei denen du mit geringer Erfahrung sehr schnell viel Geld verlieren kannst.

Anschließend musst du das Depotantragsformular an den Online Broker senden.

Abschließend wird nun noch deine Identität entweder per Post-Ident-Verfahren oder per Video-Ident-Verfahren geprüft. Hierfür solltest du einen gültigen Personalausweis oder Reisepass bereithalten. Nach der erfolgreichen Verifizierung kannst du erste Einzahlungen leisten und mit dem Handel von Wertpapieren beginnen.

Wie sicher sind Online Broker?

In diesem Abschnitt gehen wir auf die Sicherheit von Online Brokern ein. Der Faktor Sicherheit setzt sich in unserem Test aus der Sicherheit durch die Bank und der Sicherheit bei Login und Transaktionen zusammen.

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Im Allgemeinen ist die Sicherheit bei den meisten deutschen Online Brokern sehr hoch, da sich der Wettbewerb zunehmend verschärft und sich hierdurch kein Broker in diesem Bereich einen Fehler erlauben kann.

Sicherheiten durch die Bank

Hier solltest du darauf achten, dass dein Kapital mindestens über die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert ist. Das ist vor allem für dein Geld auf den Verrechnungs- oder Girokonten der entsprechenden Bank wichtig.

Innerhalb der Europäischen Union sind Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt.

Weiterhin bestehen je nach Bank eine zusätzliche Absicherung der Kundeneinlagen durch einen privaten Einlagensicherungsfonds.

Wertpapiere unterliegen nicht der Einlagensicherung, sondern gehören stets dem Kunden. Im Falle einer Insolvenz der Bank sind diese also nicht gefährdet und müssen an den Kunden herausgegeben werden.

Sicherheit bei Login und Transaktionen

Ein weiterer Faktor bezüglich der Sicherheit ist die Sicherheit bei Login und Transaktionen. Hier sollte der Online Broker entsprechende Vorkehrungen getroffen haben

  • Die Anmeldung zum Trading sollte stets mit einem Nutzernamen bzw. -nummer und einem Passwort erfolgen.
  • Weiterhin sollte in bestimmten Fällen, wie einem Login mit einem neuen Gerät oder Browser zusätzlich ein Identifizierungscode, welcher an ein vorher verifiziertes Zweitgerät des Kunden gesendet wird abgefragt werden (TAN-Verfahren).
  • Das TAN-Verfahren sollte weiterhin auch zur Bestätigung von Transaktionen, also beispielsweise einem Kauf oder Verkauf von Wertpapieren eingesetzt werden.

Weiterhin können zusätzliche Sicherheitsfeatures wie beispielsweise die grafische Tastatur zum Login bei Onvista implementiert werden um die Gefahr von Schadsoftware, welche die Tastatureingabe ausspähen kann deutlich erschwert.

Welche Kosten fallen bei einem Online Broker an?

Die Art der Kosten ist bei allen Online Brokern gleich. Allerdings kann die Höhe der Kosten und Gebühren bei jedem Broker variieren. In diesem Abschnitt haben wir die wichtigsten Kostenarten einmal zusammengefasst.

Depotgebühren

Für den Service der Verwahrung von Wertpapieren können je nach Broker unterschiedliche Verwaltungskosten für das Depot anfallen. Diese Gebühren sind in der Regel fix und damit unabhängig vom Volumen des Depots.

Die Depotgebühren fallen je nach Anbieter monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich an. Bei den meisten Online Brokern fallen allerdings keine Depotgebühren an. Da Filialbanken durch eine persönliche Betreuung mehr Kosten haben als eine Online Direktbank, erheben diese in der Regel eine Depotgebühr.

Transaktions- und Ordergebühren

Transaktionsgebühren fallen bei Kauf und verkauf von Wertpapieren an. Hier gibt es bei den Online Brokern große Unterschiede. In der folgenden Tabelle erläutern wir dir kurz die wichtigsten Vorgehen zur Erhebung der Gebühren.

Gebühr Beschreibung
Prozentual berechnete Ordergebühren Hier werden die Ordergebühren prozentual vom gekauften Wertpapiervolumen berechnet.
Festpreis Hier wird ein fester, meist volumenunabhängiger Preis pro Transaktion erhoben.
Free-Trades Einige Anbieter stellen ihren Kunden bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen einige kostenlose Transaktionen zur Verfügung.

Weiterhin kannst du bei fast jedem Broker ab einem bestimmten Betrag einen Sparplan auf diverse Aktien, Fonds, ETFs oder andere Wertpapiere anlegen. Hier kaufst du regelmäßig in definierten Zeitabständen bestimmte Wertpapiere ein.

Sparpläne sind in der Regel günstiger als der Einzelkauf von bestimmten Aktien oder ETFs. Wenn du mehr über Sparpläne wissen möchtest, empfehlen wir dir folgende Artikel:

Börsengebühren

Unter der Börsengebühr werden die Kosten für die Nutzung des Handelsplatzes verstanden, also der Ort an dem du deine Wertpapiere handelst. Weiterhin können hier Kosten wie beispielsweise die Maklercourtage enthalten sein.

Weitere Kosten und Gebühren

Im Folgenden zeigen wir dir Beispiele für weitere mögliche Kosten und Gebühren. Hierbei ist allerdings zu erwähnen, dass viele dieser Leistungen bei den meisten Online Brokern kostenfrei sind.

  • Limit- und Orderänderungen/ Streichungen
  • Nutzung von Trader Software und Analysetools
  • Online-Seminare zu Wertpapieren
  • Konto- und Depotauszüge
  • Newsletter
  • App-Nutzung
  • Dividendenzahlungen
  • Wertpapierüberträge
  • Eintragung von Namensaktien

Ein weiterer indirekter Kostenfaktor, den wir noch erwähnen möchten ist die Steuer. Bei Gewinnen aus dem Wertpapierhandel handelt es sich um Kapitalerträge. Diese werden durch die Abgeltungssteuer besteuert und automatisch von den Online Brokern an das Finanzamt abgeführt.

Welche Art von Anleger bist du?

In diesem Abschnitt stellen wir einige von uns standardisierte Profile von typischen Anlegern vor. Es kann natürlich auch sein, dass dein Anlageverhalten mehreren Anlegerprofilen entspricht.

Langfristiger Trader

Der langfristige Trader verfolgt eine Buy and Hold Strategie. Hierbei handelt es sich um eine passive Anlagestrategie, bei der ein Anleger Wertpapiere kauft und diese für einen langen Zeitraum hält. Langfristige Trader sollten darauf achten nach Möglichkeit keine Depotführungsgebühren zu zahlen und ihre Wertpapiere je nach Anlagevolumen zu günstigen Preisen zu kaufen.

Sparplan Trader

Der Sparplan Trader investiert ähnlich wie der langfristige Trader. Allerdings handelt er, wie der Name schon verrät, überwiegend mit Wertpapiersparplänen. Daher sollte bei diesem Typ vor allem auf die Konditionen bezüglich der Wertpapiersparpläne beim Broker geachtet werden.

Aktiver Trader

Der aktive Trader handelt häufig mit Aktien und anderen Wertpapieren und setzt im Gegensatz zum langfristigen Trader weniger auf Buy and Hold, sondern versucht durch diverse Strategien den Markt zu schlagen und damit eine höhere Rendite zu erzielen. Hierfür sind vor allem geringe Transaktionsgebühren wichtig, da diese sich beim häufigen Traden relativ schnell negativ auf die Rendite auswirken können.

Daytrader

Ein Daytrader hat ganz besondere Anforderungen an einen Broker. Er kann auch als eine extreme Form des aktiven Traders bezeichnet werden. Da er täglich mehrere Positionen öffnet und wieder schließt benötigt er eine professionelle Handelssoftware sowie extrem günstige Preise in Bezug auf die Transaktionsgebühren.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Online Broker und welche Alternativen gibt es?

In diesem Abschnitt wird ein Depot bei einem Online Broker mit der Alternative eines Depots bei einer Filialbank vergleichen. Hier hat ein Online Broker sowohl einige Vorteile als auch einige Nachteile. Im Folgenden werden diese kurz aufgeführt. Anschließend führen wir jeden Punkt weiter aus.

Vorteile
  • Geringere Depotgebühren
  • Geringere Ordergebühren
  • Depot schnell und einfach Online eröffnen
  • Handel auch außerhalb der Banköffnungszeiten möglich.
Nachteile
  • Keinen direkten Ansprechpartner
  • Umgang mit Online Plattform muss gelernt werden
  • Anlageentscheidungen müssen selbst getroffen werden

Vorteile

Der größte Vorteil eines Online Brokers sind in der Regel die Kosten. Hier haben Filialbanken einen entscheidenden Nachteil: Du zahlst in der Regel Depotgebühren. Dazu kommen meist noch höhere Ordergebühren. Insgesamt kann dies deine Nettorendite um mehrere Prozentpunkte schmälern.
Weiterhin kannst du dein Depot relativ simpel Online eröffnen und musst nicht die nächste Bankfiliale aufsuchen. Weiterhin ist auch ein Handel außerhalb der Banköffnungszeiten möglich.

Nachteile

In einer Filialbank hast du einen persönlichen Kundenservice, zu dem du jederzeit gehen kannst. Bei einem Online Broker wird dir in der Regel bei Fragen oder Problemen am Telefon oder per Schriftverkehr weitergeholfen und du hast keinen direkten Ansprechpartner.

Weiterhin musst du bei einem Depot bei einem Online Broker grundlegende Fähigkeiten mit dem Internet und der zum Depot dazugehörigen Plattform haben oder entwickeln.

Auch die Anlageentscheidungen, also in welche Wertpapiere du dein Geld investiert, triffst du in der Regel selbst.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Online Broker vergleichen und bewerten

Vor der Entscheidung für einen Online Broker solltest du einige Dinge beachten. Folgende Faktoren gilt es zu berücksichtigen:

  • Deine persönlichen Anlageziele
  • Kosten und Gebühren
  • Handelbare Produkte
  • Handelsplätze
  • Sicherheit
  • Kundenservice und Support
  • Zusatzleistungen

In den folgenden Abschnitten gehen wir weiter auf die genannten Punkte ein.

Deine persönlichen Anlageziele

Erst wenn du deine Anlageziele definiert hast, ist ein Vergleich von Brokern sinnvoll.

Bevor du anfängst, unterschiedliche Online Broker und Depots miteinander zu vergleichen, solltest du dir über deine persönlichen Anlageziele bewusst werden.

Hierfür haben wir dir bereits in einem Vorhergehenden Abschnitt mögliche Anlegertypen vorgestellt. Es kann natürlich auch sein, dass du dich irgendwo in der Mitte befindet.

Kosten und Gebühren

Zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl deines Online Brokers gehören die Kosten und Gebühren.

Hohe Kosten schmälern die Rendite

Denn unabhängig welche und wie viele Assets du über einen Online Broker handeln möchtest, am Ende willst du eine möglichst hohe Rendite erwirtschaften.

Aus diesem Grund spielt die Kostenstruktur eine entscheidende Rolle. Der einzige Faktor, auf den du bereits vor deiner Investition einen Einfluss hast, sind die Kosten Gebühren. Diese können deine Rendite enorm schmälern.

Aus diesem Grund solltest du bei der Auswahl des Online Brokers, je nach Anlagestrategie, eine möglichst attraktive Kostenstruktur wählen. Hier kannst du die folgenden Fragen stellen:

  • Wie häufig handelst du mit Wertpapieren und wie viele Transaktionen führst du aus?
  • Welche Höhe haben deine Transaktionen in der Regel?
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Ordergebühren, welche einen prozentualen Betrag des Ordervolumens ausmachen sind bei häufigen Transaktionen mit hohem Volumen teurer als ein Festpreis. Andersherum kann ein Festpreis bei kleinen Orders schlechter sein, als ein prozentual berechneter Preis.

Wenn du besonders viel an der Börse handelst, kann sich eine Flatrate lohnen. Wenn du viel Geld auf dem Verrechnungskonto liegen hast, bieten einige Online Broker sogar Free-Trades an.

Je nach Strategie und Broker solltest du darauf achten, dass die folgenden Punkte weitestgehend erfüllt sind

  • Geringe Gebühren für Sparpläne. Bei einer Sparrate von 100 Euro pro Monat sollten nicht mehr als 1,50 Euro, also 1,5 Prozent an Gebühren seitens des Brokers anfallen.
  • Kein Ausgabeaufschlag auf Fonds. Viele Broker bieten Fonds ohne oder mit verringertem Ausgabeaufschlag an.
  • Keine Gebühren für Dividendenzahlungen. Der Broker sollte keine Gebühren für Dividendenzahlungen erheben.
  • Keine negativer Einlagenzins. Es sollte kein Zins auf Einlagenguthaben berechnet werden.

Handelbare Produkte

Ein weiteres Kriterium bei der Wahl des Online Brokers ist die Anzahl und Auswahl an handelbaren Produkten. Hier gibt es ein sehr weites Spektrum an möglichen Assets. Einige der gängigen Produkte stellen wir im folgenden Stichpunktartig vor

  • Aktien
  • Anleihen
  • Fonds
  • ETFs
  • ETCs
  • Zertifikate

Daneben gibt es einige wichtige Sonder-Handelsformen

  • CFDs. Bei den Differenzkontrakten profitierst du zwischen der Differenz von An- und Verkaufspreis.
  • Futures. Bei den sogenannten Termingeschäften definiert der Anleger im Vorfeld ein bestimmtes Ereigniss, wie beispielsweise den Kurs einer Aktie in der Zukunft.
  • Forex. Beim Devisenhandel versucht der Anleger von den permanenten Schwankungen der Währungskurse zu profitieren.

Handelsplätze

Auch die Anzahl der möglichen Handelsplätze kann für die Wahl des Online Brokers entscheidend sein.

Je mehr Börsen für den Handel zur Verfügung stehen, desto mehr unterschiedliche Produkte kannst du handeln.

So solltest du darauf achten, dass Wertpapiere an allen deutschen Börsen kaufen und verkaufen kannst und weiterhin Zugriff auf diverse Börsen im Ausland wie beispielsweise die drei großen US-Börsen (NYSE, NASDAQ und AMEX) oder Börsen in Asien hast.

Auch der außerbörsliche Handel spielt eine Rolle. Hier wird das Handeln börsennotierter Wertpapiere über Anbieter wie beispielsweise Tradegate ermöglicht.

Sicherheit

Im Punkt Sicherheit bist du mit einem deutschen Online Broker prinzipiell gut beraten. Du solltest mindestens einen Broker wählen der seinen Sitz in einem EU-Land hat, um von europäischen Anlegerschutz zu profitieren.

Weiterhin solltest du auf die Erfüllung der von uns vorgestellten Punkte achten:

  • Sicherheit durch die Bank
  • Sicherheit bei Login und Transaktionen

Bei den meisten deutschen Online Brokern sind diese Punkte allerdings Standard.

Kundenservice und Support

Ein weiteres Kriterium für einen guten Online Broker ist der Kundenservice und Support. Dieser sollte im Idealfall jederzeit und auf unterschiedlichste Art und Weise erreichbar sein.

Einige Broker stellen ihren Service auch an Sonn- und Feiertagen zur Verfügung.

Folgende Kontaktmöglichkeiten sollte der Online Broker nach Möglichkeit besitzen

  • Telefon
  • E-Mail
  • Kontaktformular
  • Live-Chat
  • Fax
  • Postalisch

Für einige Anleger kann ein weiterer Pluspunkt sein, wenn der Support mehrsprachig stattfinden kann.

Zusatzleistungen

Der letzte Punkt sind die Zusatzleistungen die der Online Broker anbietet. Folgende Zusatzleistungen können relevant sein:

  • Attraktive Angebote und Aktionen für Neu- und Bestandskunden
  • Kostenloses Musterdepot
  • Research und Analyse Tools
  • Realtime Kurse
  • Anlageberatung sowie Depot- und Risikoanalysen
  • Wertpapierkredite
  • Unterstützung von mobile Trading

Die genannten Punkte sind zwar nicht zwingend erforderlich für ein erfolgreiches Handeln an der Börse, haben aber bei vielen Kunden einen wichtigen Einfluss auf die Kaufentscheidung.

Trivia: Was du sonst noch über Online Broker wissen solltest

In den folgenden Abschnitten beantworten wir dir viele weitere Fragen in Bezug auf Online Broker.

Ist die Investition mit einem Online Broker sinnvoll?

Ob die Investition mit einem Online Broker sinnvoll ist, kann pauschal nicht mit Ja oder Nein beantwortet werden.

Wenn du am Ende des Monats nach Abzug von allen Kosten Gelb übrig hast, ist es unserer Meinung nach sinnvoll, dieses nicht auf einem Sparkonto liegenzulassen. Stattdessen empfehlen wir dir dein Kapital möglichst risikoarm an der Börse zu investieren.

Jeder Online Broker hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Welcher Broker am besten für dich geeignet ist, hängt stark von deiner Strategie und deinen Zielen beim Investieren ab.

Wenn du keine Lust hast sich mit Finanzen und Wertpapieren zu beschäftigen, kannst du die Anlage deines Geldes auch von einem Robo Advisor übernehmen lassen. Dieser investiert vollkommen automatisiert dein Kapital in attraktive Märkte. In folgendem Artikel haben wir einige Robo Advisor für dich getestet.

Wie kündigst oder wechselst du dein Depot bei einem Online Broker?

Wenn du den Handel von Wertpapieren beenden oder pausieren möchtest oder einen anderen Broker gefunden hast, wirst du dein Depot bei deinem Online Broker auflösen wollen.

Hier ist es am sichersten, die Kündigung in schriftlicher Form durchzuführen. Dabei solltest du eventuelle Kündigungsfristen beachten. Deine Wertpapiere solltest du vor der Kündigung verkaufen und dein Guthaben auf ein externes Konto transferieren, damit der Kündigungsprozess schneller vonstattengehen kann.

Der Wechsel zu einem anderen Anbieter ist in der Regel sehr einfach. Hierfür bieten viele Online Broker spezielle Depotwechselservices an.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.comdirect.de/depot/depot.html

[2] https://www.onvista-bank.de/

[3] https://www.dkb.de

Bildquelle: unsplash.com / M. B. M.

Warum kannst du mir vertrauen?

Jonathan hat Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Finanzwirtschaft studiert und ist selbst als Privatanleger aktiv. Durch seine Artikel vermittelt er auf einfache und verständliche Art und Weise alle wichtigen Informationen zu den Themen Geld, Finanzen und Vermögensaufbau.