Selbst kleine Unachtsamkeiten im Alltag können sehr oft mit verheerenden Folgen verbunden sein. Nicht nur das eigene Wohlergehen, auch Schäden und Verletzungen an Dritten können dabei schnell geschädigt werden. Besonders im letzteren Fall können damit sehr unangenehme Folgen in Form von Schadenersätzen und Gerichtsverfahren die Folge sein.

Solltest du nicht alleine wohnen, kann das Haushaltsbudget auch durch eben solche Unachtsamkeiten deiner Mitbewohner in Mitleidenschaft geraten. Sowohl Partner, Kinder aber auch Haustiere sind nicht davon ausgenommen, Schäden oder Verletzungen an Personen oder Sachgütern zu verursachen. Zum finanziellen Schutz in jenen Fällen dient die Privathaftpflichtversicherung.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Privathaftpflichtversicherung bezahlt Schäden an Personen oder Gegenständen, die du verursacht hast. Pro Jahr gibt es für solche Fälle eine maximale Deckungssumme.
  • Wohnst du nicht alleine, kann dein Versicherungschutz auch ausgedehnt werden. Partner, Kinder und Haustiere können ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Einige Versicherungsanbieter schließen spezielle Schadensformen kategorisch aus. Solltest du auf Nummer sicher gehen wollen, lohnt sich ein ausführlicher Vergleich.

Privathaftpflichtversicherung: Die Favoriten der Redaktion

Die optimale Privathaftpflichtversicherung für Familien

Mit dem „Exklusiv“-Tarif der HanseMerkur-Haftpflichtversicherung bist du mitsamt deinem Partner und deinen Kinder umfangreich abgesichert. Der Schutz ist weltweit gültig und beinhaltet außerdem auch eine Forderungsausfalldeckung. Solltest du durch eine dritte Person geschädigt werden, können jene Kosten ebenfalls übernommen werden.

Mithilfe des flexiblen Angebots kannst du den Tarif von HanseMerkur nach deinen individuellen Wünschen gestalten. Neben der maximalen Deckungssumme entscheidest auch du, ob du einen Selbstbehalt im Schadensfall zahlen möchtest. Bereits ab weniger als 6 € monatlich können du und deine Familie einen optimalen Schutz genießen.

Die optimale Privathaftpflichtversicherung für Singles

Mit dem sogenannten „L“-Tarif hat Versicherungsanbieter AXA ein spezielles Angbeot für alleinwohnende Menschen im Repertoir. Bereits ab einem monatlichen Beitrag unter 2 € kannst du dich bis zu einer Deckungssumme von 60 Millionen € absichern lassen. Der Schutz gilt dabei sowohl im Inland als auch wenn du in Urlaub fährst.

Als Single genießt du mit diesem Versicherungstarif spezielle Vorteile. Der Abschluss kann online durchgeführt werden, du musst du nicht binden und kannst den Vertrag täglich kündigen. Durch die Inkludierung von Gefälligkeits- und Internetschäden sowie Schlüsselverluste und einer Ausfalldeckung bist du Einzelfall mit diesem Angebot bestens geschützt.

Die optimale Privathaftpflichtversicherung für Paare

Der „Komfort L“-Tarif von „Bavaria Direkt“ beinhaltet all jene Konditionen, die gemeinsam wohnenden Paaren den optimalen Haftpflichtversicherungsschutz bieten. Bereits ab einer Prämie von 16 € jährlich können Personen- und Sachschäden bis zu einer maximalen Deckungssumme von 30 Millionen € versichert werden.

Mithilfe dieses Versicherungsangebots von „Bavaria Direkt“  genießen Paare eine umfangreiche Schadensabdeckung im In- und Ausland. Neben Schäden an gemieteten und geliehenen Objekten sind auch Schadensfälle bei grober Fahrlässigkeit abgedeckt. Mit Haftpflichtversicherung von „Bavaria Direkt“ können beide Partner somit ein sorgenfreies Miteinander genießen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Privathaftpflichtversicherung abschließt

Eine Vielzahl offener Fragen entstehen bereits, bevor potenzielle Kunden eine Privathaftpflichtversicherung beantragen wollen. Deren Antworten haben wir in den nachfolgenden Absätzen beantwortet und im Detail für dich aufbereitet.

Welche Vorteile bietet eine Privathaftpflichtversicherung?

Mithilfe einer Privathaftpflichtversicherung bist du gegen Schadensforderungen Dritter abgesichert. Sollten fremde, wertvolle Gegenstände durch deine Fahrlässigkeit bzw. dein Fehlverhalten Mängel erhalten, können schwere finanzielle Verluste deinerseits die Folge sein. Auch die Kosten eines potenziellen Gerichtsverfahren können eine zusätzliche Belastung darstellen.

Anstelle des vollen Betrages, im Schadensfall, entstehen mithilfe einer Privathaftpflichtversicherung überschaubare Kosten in Form einer Jahrespauschale. Dadurch sind verursachte Schäden bis zur maximalen Deckungssumme berücksichtigt. (Bildquelle: unsplash.com / Julia Joppien)

In Extremfällen können Schäden an Personen oder Vermögensgegenständen in Millionenhöhe verursacht werden. Für den Großteil der Haushalte können solche Situationen unter Umständen existenzbedrohende Auswirkungen mit sich bringen. Aufgrund dessen ist eine Privathaftpflichtversicherung auch nach diesen Größenordnungen gestaffelt.

Welche Schäden werden durch eine Privathaftpflichtversicherung abgedeckt?

Privathaftpflichtversicherungen decken neben Personen- und Sachschäden auch Beinträchtigungen des Vermögens Dritter finanziell ab. Insbesondere bei ersterem können sehr schnell höhe Entschädigungssummen entstehen. Solltest du beispielsweise einen Verkehrsunfall verursachen, kann dies noch zusätzlich behördliche Bußgelder mit sich bringen.

Schadenstyp Beispiel
Personenschäden Körperliche Verletzungen Dritter
Sachschäden Verursachung von Mängel bzw. Schäden an fremdem Eigentum
Vermögensschäden Verursachter Verdienstausfall Dritter

Solltest du für einen der eben genannten Beispiele verantwortlich werden, können unterschiedliche finanzielle Forderungen entstehen. Neben den gesundheitlichen Behandlungskosten bzw. Reparaturaufwendungen von Wertsachen sind auch Schmerzensgelder bzw. Forderungsausfälle Teil dieser Prozesse. Besitzt du aber eine Haftpflichtversicherung, werden alle Kosten übernommen.

Wann zahlt die Privathaftpflichtversicherung nicht?

Mittlerweile hast du nun festgestellt, dass eine Privathaftpflichtversicherung eine Vielzahl verschiedener Schadensformen in ihrem Schutz berücksichtigt. Nichtsdestotrotz gibt es auch bei dieser Versicherungsform Ausnahmen, bei denen eine finanzielle Refundierung nicht möglich ist. Um Missverständnissen zu entgehen, solltest du diese idealerweise bereits vor der Unterzeichnung kennen.

Vorsätzliche Beschädigungen sind in jedem Versicherungsrahmen von der Berücksichtigung ausgeschlossen.

Solltest du sowohl verursachende als auch geschädigte Partei sein, kann deine Privathaftpflichtversicherung nicht greifen. Dieses Prinzip gilt auch für jene Personen, die in deiner Police mitversichert sind.

Eine weitere Ausnahme stellen auch Schadensfälle dar, die du mit deinem Auto verursacht hast. Für jene Situationen benötigst du eine Autoversicherung.

Des Weiteren sind auch sogenannte Gefälligkeitsschäden nicht berücksichtigt. Leistest du Hilfe bei einem Umzug oder hilfst Freunden oder Bekannten in ähnlichen Situationen, sind hierbei entstandene im Normalfall ebenfalls ausgenommen.

Wie viel kostet eine Privathaftpflichtversicherung?

Die exakten Beiträge für deine Haftpflichtversicherung können von sehr vielen Faktoren abhängig gemacht werden. Unabhängig davon, welchen Anbieter oder Tarif du wählst, sind auch persönliche Faktoren mitentscheidend. Diese sind beispielsweise

  • Alter
  • Wohnort
  • Anzahl der Mitbewohner

Sollte der Versicherungsschutz nur dich betreffen, kannst du einen jährlichen Schutz bereits ab einer Pauschale um die 30 € erhalten. Sollten weitere Schadensfälle bzw. Personen berücksichtigt werden, können die Prämienkosten auch deutlich höher ausfallen. Aufgrund der ziemlich hohen Preisspanne der Anbieter solltest du Tarife zu deinen Konditionen unbedingt vorher vergleichen.

Ist eine Privathaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben?

Solltest du in Deutschland leben, wirst du in vielen Situationen nicht nur eine Versicherung benötigen, sondern sie auch gesetzeswegen abschließen müssen. Bei einer Privathaftpflichtversicherung ist dies jedoch nicht der Fall. Im Gegensatz zu beispielsweise einer KFZ-Versicherung kannst du diesen Versicherungsschutz nach eigenem Gewissen beantragen.

Aus dem Namen ist lediglich abzuleiten, dass du im Falle eines verursachten Schaden zur Refundierung verpflichtet bist. Ob du dies selbst übernimmst oder eine Versicherung, bleibt im Endeffekt dir überlassen. Eine Pflichtversicherung ist in der Regel mit einem deutlich höheren Risiko verbunden.

Abgesehen von Autoversicherungen sind beispielsweise weite Teile der Sozialversicherung im Pflichtversicherungsgesetz in Deutschland inkludiert. (1)

Welche Unternehmen bieten Privathaftpflichtversicherungen an?

Unabhängig davon, wie die Konditionen deiner Privathaftpflichtversicherung gestaltet sein soll, ist die Auswahl der Anbieter sehr vielseitig. Sowohl Absicherungen mit höheren Deckungssummen als auch mit der Berücksichtigung weiterer Personen wird von vielen Versicherungen angeboten. Ausgewählte Anbieter sind beispielsweise

  • Adam Riese
  • ARAG
  • Gothaer
  • Helvetia
  • VHV
  • Zurich

Während deiner Suche nach dem passenden Anbieter solltest du unbedingt auch unbedingt nach regionalen Anbietern Ausschau halten. Besonders bei verschiedenen Angeboten, die auf den ersten Blick ähnlich gestaffelt sind, solltest du genauer vergleichen. Hierbei können im direkten Vergleich oft spezielle Schadensformen oder Angebote des Kundenservice fehlen.

Kann eine Privathaftpflichtversicherung trotz Vorschäden abgeschlossen werden?

Solltest du bereits einige Schäden verursacht haben, kannst du trotzdem eine Privathaftpflichtversicherung abschließen. Dies ist allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. In diesem Fall ist es von besonderer Bedeutung, dass du mit deinem zukünftigen Versicherer ein auf Vertrauen basierendes Verhältnis aufbaust.

Bei deinem Erstgespräch mit deinem zukünftigen Versicherer musst du verursachte Schadensfälle der letzten fünf Jahre bekannt geben. Anhand dieser Information, bestimmt die Versicherung zu welchen Risikokonditionen du einen Schutz erhalten kannst. (Bildquelle: unsplash.com / Amy Hirschi)

In diesem Aspekt ist Ehrlichkeit das oberste Gebot. Solltest du bisherige Schadensfälle verschweigen, können unangenehme Folgen damit verbunden sein. In der Regel besitzen Versicherungsanbieter Möglichkeiten, über andere Versicherungen und weitere Netzwerke deine Angaben zu überprüfen. Sollten sie nicht übereinstimmen, musst du ggf. sogar mit einer Kündigung rechnen.

Diesen Aspekt solltest du auch für zukünftige Situationen beachten. Sollte deswegen eine Kündigung passieren, werden weitere Anbieter dich als Versicherungsnehmer tendenziell ablehnen.

Wer oder was kann über die Privathaftpflichtversicherung mitversichert werden?

Solltest du eine Privathaftpflichtversicherung abschließen, kann sich die Versicherungspolice auch über deinen Schutz hinausgehen. Welche zusätzlichen Berücksichtigungen in Frage kommen, werden anschließend kurz erläutert.

Familie

Solltest du eine Haftpflichtversicherung abschließen, können Familienmitglieder deinerseits ebenfalls berücksichtigt werden. Dies gilt sowohl für Ehe- und Lebenspartner sowie die eigenen minder- als auch volljährigen Kinder. Bei letzteren gilt jedoch die Voraussetzung, dass sie sich noch in Ausbildung befinden und ledig sind. (2)

Ebenso wie der Versicherungsnehmer selbst, sind auch mitversicherte Personen als geschädigte Personen nicht schadenersatzberechtigt. Im Normalfall können solche Situationen jedoch durch eine Erhöhung der Prämie ebenfalls berücksichtigt werden.

Haustiere

Solltest du Haustiere besitzen, können diese ebenfalls durch den Schutz deiner Haftpflichtversicherung abgedeckt werden. Allerdings gelten auch hier bestimmte Einschränkungen. Während es in einigen Fällen von der Versicherung abhängig ist, sind bestimmte Tierarten generell ausgeschlossen.

Haustiere Beispiele Berücksichtigung durch Privathaftpflichtversicherung
Zahme Haustiere Vögel, Kaninchen, Katzen Ja
Exotische Tierarten Schlangen, Spinnen, Skorpione Von Versicherung abhängig
Größere Tiere Hunde, Pferde Nein

Solltest du eine der nicht berücksichtigten Tierarten besitzen, ist in der Regel eine eigene Haftpflichtversicherung notwendig. Dies gilt sowohl für Hunde als auch Pferde.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Privathaftpflichtversicherungen vergleichen und bewerten

Wenn du eine Haftpflichtversicherung abschließen möchtest, können die angebotenen Tarife anhand diverser Faktoren unterschiedlich gestaffelt sein. Dabei handelt es sich um

  • Höhe der Prämien
  • Maximale Deckungssumme
  • Selbstbeteiligung
  • Mindestlaufzeit des Vertrages
  • Kündigungsfrist
  • Berücksichtigte Schäden
  • Inkludierung einer Schadensausfalldeckung
  • Mitversicherung deliktunfähiger Kinder

In den folgenden Absätze gehen wir auf diese Aspekte etwas genauer ein und verraten dir, was du besonders beachten solltest. Somit sollte es kein Problem darstellen, den passenden Tarif für deine Bedürfnisse abzuschließen.

Höhe der Prämien

Die zu zahlende Prämie ist für die meisten Kunden das wohl wichtigste Kriterium. Sind die passenden Konditionen gewählt, muss der Schutz für den möglichst geringsten Preis ermöglicht werden. In diesem Fall solltest du die Form der Zahlung besonders berücksichtigen. Entschließt du dich gegen eine jährliche Zahlung, verlangen viele Anbieter einen Prämienaufschlag.

Unabhängig davon ob du alleine oder mit Familie wohnst – eine Versicherung kann jährlich etwa zwischen 30 € und 150 € kosten. Ausschlaggebend sind in diesem Fall oft weitere Tarifkonditionen. Im Falle des Aufschlags für eine vierteljährige Zahlung kann es sich sowohl um Cent-Beträge als auch zweistellige Eurosummen handeln.

Maximale Deckungssumme

Ein weiteres Kriterium für Tarife von Haftpflichtversicherungen ist die Höhe der Deckungssumme für verursachte Schäden. Das Minimum liegt bei einer Höhe von 5 Millionen € für ein Kalenderjahr. Solltest du dich in einem höheren Rahmen versichern wollen, musst du dafür eine teuere Versicherungsprämie einplanen.

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Höhere Tarife bieten teilweise deutlich höhere Deckungssummen an. Solltest du vor allem in Bezug auf Personenschäden auf Nummer sicher gehen wollen, kann deine Versicherungspolice auch einen Schadensrahmen von bis zu 50 oder 60 Millionen € beinhalten. Auch in diesem Fall musst du eine deutlich höhere Pauschale in deine Finanzen miteinkalkulieren.

Selbstbeteiligung

Obwohl dich eine Privathaftpflichtversicherung vor finanziellen Belastungen schützt, können Schadensfälle auch mit einer Selbstbeteiligung einhergehen. Dies bedeutet, dass ein Teil des verursachten Mangels von dir bezahlt werden muss. Auch bei diesem Faktor gibt es im direkten Vergleich der Anbieter sehr unterschiedliche Staffelungen.

Selbstbeteiligungen können tarifabhängig bis zu 1.000 € hoch sein.

Im Falle einer Selbstbeteiligung solltest du jedoch die Auswirkung auf die Prämien nicht außer Acht lassen. Solltest du dich für eine Selbstbeteiligung entscheiden, werden die Kosten vom Anbieter gesenkt.

Die Höhe des Rabatts hängt dabei neben der Versicherung auch von der Höhe der Selbstbeteiligung ab. Je höher der Betrag, umso höher fällt auch die Reduzierung aus. Im direkten Vergleich können Selbstbehalte etwa zwischen 150 € und 1.000 € hoch sein.

Mindestlaufzeit des Vertrages

Die Höhe deiner Versicherungsprämie kann auch mit der Mindestvertragsdauer deiner Police zusammenhängen. Während einige Anbieter auf Mindestlaufzeiten verzichten, musst du dich bei manchen Versicherungen für einen bestimmten Zeitraum binden. Dieser Faktor ist meistens mit einer Vergünstigung der Prämie verbunden.

Sollte dein Vertrag mit einer Mindestlaufzeit ausgestattet sein, solltest du diese stets im Auge behalten. Nach Ablauf der Frist wird die Police nämlich automatisch verlängert. (Bildquelle: unsplash.com / Mari Helin)

Während die Mindestlaufzeit in der Regel ein Jahr beträgt, greift der Prämienrabatt bei einer Verpflichtung über mindestens drei Jahre. Solltest du den Vertrag jedoch vorher aufkündigen wollen, erlischt der Bonus. In diesem Fall müssen sämtliche Ermäßigungen von dir an den Anbieter zurückgezahlt werden.

Kündigungsfrist

Um auch für zukünftige Szenarien vorbereitet zu sein, solltest du auch das Kriterium der Kündigungsfrist nicht außer Acht lassen. Solltest du Anbieter wechseln oder den Vertrag einfach nur aufkündigen wollen, kann die Kündigungsfrist eine entscheidende Rolle spielen. Um in solchen Fällen sinnlose Zahlungen zu vermeiden, solltest du eine ordentliche Kündigung anstreben.

RedaktionVersicherungsberatung

Eine Haftpflichtversicherung mit dreimonatiger Kündigungsfrist muss bis spätestens 30. September gekündigt werden. Passiert dies nicht, tritt mit Jahreswechsel eine automatische Verlängerung ein.(Quelle: finanzen.de)

Wie du somit erkennen kannst, muss sich der Ablauf der Kündigungsfrist mit dem Vertragsende decken. Während einige Anbieter eine dreimonatige Frist vereinbaren, sind manche Tarife auch täglich kündbar. Auch in diesem Fall kann dieser Faktor die Höhe deiner Beiträge stark beeinflussen.

Berücksichtigte Schäden

Während grundsätzlich Personen-, Sach- und Vermögensschäden pauschal abgedeckt sind, werden spezielle Umständen nicht zwangsläufig von allen Versicherungen berücksichtigt. Um für etwaige Situationen gewappnet zu sein, solltest du sowohl Tarife vergleichen als auch den Vertrag vor dem Abschluss nochmal genauestens prüfen.

  • Schlüsselverlust: Kommt dir ein Schlüssel für Räumlichkeiten in deinem beruflichen Umfeld abhanden, kann die Versicherung einspringen. Auch die Kosten für einen etwaigen Austausch der Schlösser werden dabei übernommen.
  • Sport: Unabhängig davon ob du Fußball, Tennis oder Golf spielst – mit dem passenden Schutz können auch Personen- oder Sachschäden in diesem Umfeld abgedeckt werden.
  • Internetnutzung: Wenn korrupte Datein über das Internet ausgetauscht werden, können Folgeschäden ebenfalls teuer werden. Möchtest du dagegen versichert sein, bieten ausgewählte Anbieter auch hierfür einen Schutz.

Diese und auch einige weitere Spezialfälle sind nicht bei jeder Privathaftpflichtversicherung inkludiert. Auch Schäden durch Kameradrohnen sind beispielsweise ebenfalls oft nur in einer Zusatzoption verfügbar. Sollte dieser Sachverhalt auf dich zutreffen, solltest du dich eventuell mit einer speziellen Versicherung auch gegen Schäden an deinem Gerät abdecken.

Inkludierung einer Schadensausfalldeckung

Wie bereits zuvor angesprochen, kannst du als verursachende und geschädigte Partei keinen Schutz der Haftpflichtversicherung in Anspruch nehmen. Sollte allerdings ein Dritter für den Schaden verantwortlich sein, sollte deine Police im Idealfall mit einer Schadensausfalldeckung ausgestattet sein.

Mit einer Ausfalldeckung übernimmt auch in diesen Fällen die Haftpflichtversicherung die Kosten.

Sollte der Verursacher des Schadens die Kosten nicht begleichen können, erhältst du den Schadenersatz von der Versicherung. Die meisten Versicherungen schließen hierbei vorsätzliche Handlungen jedoch aus.

Die Staffelung in diesen Fällen hängt ebenfalls vom ausgewählten Anbieter ab. Hierbei kann sowohl ein Höchstbetrag als auch ein unbegrenzter Betrag im Rahmen der Deckungssumme festgelegt werden.

Mitversicherung deliktunfähiger Kinder

Sollten auch Kinder Teil deiner Wohngemeindschaft sein, ist dieser Aspekt besonders wichtig. Sind deine Kinder jünger als sieben Jahre, können durch diesen Zusatz auch von ihnen verursachte Schäden abgedeckt werden. Für Unfälle bzw. Schäden im Straßenverkehr erhöht sich das Alterslimit auf 10 Jahre.

Die Haftung der Eltern für deliktunfähige Kinder besteht nur im Falle einer Verletzung der Aufsichtspflicht.

Sollte dieser Aspekt in deiner Versicherung berücksichtigt werden, gilt er auch für Stief-, Adkoptiv- und Pflegekinder. Falls deine Kinder somit etwas aufgeweckter sein sollten, empfehlen wir dir genauer auf diesen Punkt zu achten.

Trivia: Was du sonst noch über Privathaftpflichtversicherungen wissen solltest

Mittlerweile bist du bestens über das Thema Privathaftpflichtversicherung informiert und kannst auch den optimalen Tarif für dich auswählen. Für die Zeit nach dem Vertragsabschluss wollen wir dir abschließend noch ein paar Zusatzinfos mitgeben.

Welche Auswirkungen haben Scheidungen auf die Privathaftpflichtversicherung?

Sollte eine Trennung bzw. Scheidung ins Haus stehen, hat dies auch Auswirkungen auf bestehende Versicherungsverträge. Da die Unterzeichnung in der Regel beidseitig durchgeführt wurde, kann dies in einigen Fällen zu längeren Beratungen mit der jeweiligen Versicherung führen. Im Falle der Privathaftpflichtversicherung ist die Rechtslage ziemlich eindeutig.

Die Haftpflichtversicherung bleibt für die Person bestehen, die den Vertrag abgeschlossen hat. Der andere Ehepartner bleibt allerdings bis zur Scheidung mitversichert. (Bildquelle: 123rf.com / Antonio Guillem )

Sobald einer der geschiedene Parteien aus dem Haushalt ausgezogen ist, sollte eine neue Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Um Probleme bei eventuellen Schadensfällen zu vermeiden, sollte die ausziehende Person nicht erst kurz davor bzw. kurz nach der Scheidung nach einer neuen Versicherung zu suchen beginnen.

Kann die Privathaftpflichtversicherung von der Steuer abgesetzt werden?

Bei einer Haftpflichtversicherung handelt es sich um eine sogenannte Vorsorgeaufwendung. Diese und andere Aufwendungen, die zur persönlichen Absicherung dienen können von der Einkommenssteuer abgezogen werden. Allerdings musst du beachten, dass es für diese Art der Aufwendungen Maximalbeträge zur Absetzung gibt.

Personenkreis Jährliche Höchstsumme
Angestellter 1.900 €
Selbstständige 2.800 €
Ehepaare Kombination aus beiden Tätigkeiten

Damit dieser Abzug möglich ist, musst du außerdem versteuerbare Einnahmen vorweisen können. Sollten deine Einnahmen höchstens dem steuerlichen Freibetrag entsprechen, gilt diese Regelung nicht.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1]https://www.test.de/Versicherungsschutz-fuer-junge-Volljaehrige-Darauf-muessen-junge-Leute-in-Sachen-Versicherung-achten-4319919-0/

[2]https://www.boerse-online.de/nachrichten/geld-und-vorsorge/private-haftpflichtpolicen-sind-ein-muss-das-sind-die-besten-anbieter-1028592522

[3]https://www.presseportal.de/pm/73164/4309116

Bildquelle: 123rf.com / Tanawat Pontchour

Einzelnachweise (2)

1. Welche Versicherungsformen sind verpflichtend?
Quelle

2. Welche Personen sind in meiner Haftpflicht mitversichert?
Quelle

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Bernhard ist durch sein Studium im Bereich Medien auf das Thema Online-Marketing gestoßen und konnte dadurch Begeisterung für die Tätigkeit als Online-Redakteur erlangen. Im Laufe dieser Beschäftigung konnte er sich ein umfangreiches Wissen in den Bereichen Finanzen, Kreditkarten und Versicherungen aneignen, welches er nun an Interessenten und potenzielle Kunden weitervermitteln möchte.
Gabler Wirtschaftslexikon
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