Smart Beta ETFs sind Fonds, die im Vergleich zu traditionellen kapitalgewichteten Indizes alternative Strategien zur Gewichtung verfolgen. Sie haben den Ruf, in einer Vielzahl von Fällen besser als der Marktdurchschnitt performen zu können.

In diesem Artikel erhältst du die wichtigsten Informationen zum Thema Smart Beta ETFs. Weiterhin zeigen wir dir Kriterien, auf die du beim Kauf achten solltest und geben dir Empfehlungen für unsere favorisierten Smart Beta ETFs.

Das Wichtigste in Kürze

  • Smart Beta ETFs bilden einen nach bestimmten Faktoren gewichteten Index ab.
  • Das Ziel dabei ist es eine höhere Rendite oder geringere Kursschwankungen zu erreichen als der Standardindex.
  • Smart Beta ETFs kombinieren damit die Vorteile von passivem und aktivem Investieren. Eine bessere Performance als bei klassischen ETFs ist jedoch nicht garantiert.

Unsere Empfehlung: Die besten Depots für Smart Beta ETFs

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Smart Beta ETF Test: Favoriten der Redaktion

Smart Beta ETF mit Faktor dem “Low Volatility”

iShares Edge S&P 500 Minimum Volatility UCITS ETF

Der iShares Edge S&P 500 Minimum Volatility UCITS ETF spiegelt die Rendite des S&P 500 Minimum Volatility Index wider. Der Referenzindex strebt eine Abbildung der Performance der Aktientitel im S&P 500 Index (Parent Index) mit den niedrigsten absoluten Renditeschwankungen an.

Enthalten sind vor allem Unternehmen aus den Branchen Konsumgüter, IT-Software und Finanzdienstleistungen. Zu den größten Positionen gehören Microsoft und McDonalds.

WKN A1J784
Abbildungsart Thesaurierend
Ertragsverwendung Physisch replizierend
Laufende Kosten 0,20 %
Fondsvolumen 2,65 Mrd. USD

Smart Beta ETF mit dem Faktor “Small Cap”

Amundi ETF Euro Stoxx Small Cap UCITS ETF

Der Amundi ETF Euro Stoxx Small Cap UCITS ETF bildet die Wertentwicklung des EURO STOXX® Small Index möglichst genau ab. Mit diesem Smart Beta ETF investierst du in rund 100 Unternehmen mit der geringsten Marktkapitalisierung an den europäischen Aktienmärkten.

WKN A1C0B9
Abbildungsart Swap-basiert
Ertragsverwendung Thesaurierend
Laufende Kosten 0,30 %
Fondsvolumen 20,78 Mio. EUR

Smart Beta ETF mit dem Faktor “Momentum”

iShares Edge MSCI Europe Momentum Factor UCITS ETF

Der iShares Edge MSCI Europe Momentum Factor UCITS ETF hat den MSCI Europe Momentum Index als Referenzindex. Dieser strebt eine Abbildung der Performance des Segments der Eigenkapitalwerte, welche in den vorhergehenden sechs und zwölf Monaten Kursanstiege verzeichnen konnten, des MSCI Europe Index (Parent Index) an.

Zu den größten Positionen gehören derzeit Unternehmen wie Nestle, Novartis, Roche Holding und SAP.

WKN A12DPN
Abbildungsart Physisch replizierend
Ertragsverwendung Thesaurierend
Laufende Kosten 0,25 %
Fondsvolumen 232,87 Mio. EUR

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du in einen Smart Beta ETF investierst

Bevor du die Entscheidung fällst, ob ein Smart Beta ETF für dich geeignet ist, solltest du einige wichtige Punkte wissen. Deshalb werden wir dir den folgenden Abschnitten die wichtigsten Grundlagen zum Thema Smart Beta ETF erläutern.

Was ist ein Smart Beta ETF?

Unter einem ETF oder auch Exchange Traded Funds wird ein börsengehandelter Fonds verstanden, welcher durch passiv die Entwicklung eines ausgewählten Index nachvollzieht.

Smart Beta ETFs bilden wie klassische ETFs einen Index ab, passen jedoch die Fondsbestände auf Basis vorgegebener Finanzkennzahlen an. Im Gegensatz zu einem klassische ETF verwenden Smart Beta ETFs nicht die typische kapitalgewichtete Strategie.

Ein Smart Beta ETF kombiniert die Vorteile des passiven und aktiven Investierens. Ziel dabei ist es, die durchschnittliche Marktrendite zu übertreffen. (Bildquelle: 123rf.com / iqoncept)

Stattdessen werden hier detailliertere unternehmens- oder branchenspezifische Faktoren berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Smart Beta ETFs hängt von den zu Beginn des Fonds festgelegten Regeln ab.

So wählt ein Smart Beta ETF möglicherweise nur Unternehmen aus, welche definierte Verhaltensweisen oder Kennzahlen in Form von bestimmten Faktoren aufweisen. Typische Faktoren sind Value, Quality oder Momentum. Hierauf gehen wir im folgenden Abschnitt detaillierter ein.

Nach welchen Faktoren werden Smart Beta ETFs gewichtet?

Smart Beta ETFs können anhand einer Vielzahl von Faktoren gewichtet werden. Die bekanntesten stammen aus dem Dreifaktorenmodell von den Ökonomen Eugene Fama und Kenneth French und werden in einem späteren Abschnitt noch genauer erläutert. In folgender Tabelle gehen wir kurz auf einige wichtige Faktoren ein.

Faktor Beschreibung
Small Cap Ein wichtiger Faktor bei der Gewichtung ist die Größe. Besonders interessant sind hierbei die kleinen Aktiengesellschaften im Index (Small Cap). Diese können auf der einen Seite sehr Riskant sein auf der anderen Seite haben sie tendenziell höhere Renditen als sogenannte Large Caps (größere Aktiengesellschaften).
Value Nach Value gewichtete Smart Beta ETFs legen den Fokus besonderen Wert auf unterbewertete Unternehmen. Hierbei wird auf die Chance gesetzt, dass sich unterbewertete Unternehmen langfristig besser entwickeln als der Marktdurchschnitt. Solche günstig bewerteten Value Aktien haben häufig ein weniger attraktives Geschäftsmodell und sind weniger populär, schneiden renditetechnisch allerdings tendenziell besser ab als hoch bewertete Growth Aktien. Beispiele für Value Titel sind Procter and Gamble oder Nestle. Growth Aktien sind beispielsweise Tesla oder Amazon.
Quality Bei der Gewichtung nach Qualität werden besonders stabile Unternehmen bevorzugt. Indikatoren für gute Qualität können eine niedrige Verschuldungsquote, eine gute Ertragslage oder eine hohe Eigenkapitalrendite sein.
Momentum Ein weiterer interessanter Faktor ist das Momentum. Diese Theorie besagt, dass ein Unternehmen, welches kürzlich eine hohe Rendite hatte, auch in naher Zukunft eine tendenziell höhere Rendite haben wird. Gleiches gilt auch umgekehrt.
Low Volatility Bei diesem Faktor liegt der Fokus auf der Auswahl von Aktientiteln mit einer geringen Volatilität bzw. geringen Kursschwankungen. Solche Unternehmen konnten in der Vergangenheit marktähnliche Renditen mit geringerem Risiko erwirtschaften. Die Stabilität kann allerdings auch auf Kosten der Rendite gehen.
Political Risk Bei diesem Faktor wird davon ausgegangen, dass Unternehmen mit einem höheren politischen Risiko (damit sind primär Aktientitel aus Schwellenländern gemeint) meist eine höherer Rendite aufweisen, als Unternehmen mit geringerem politischen Risiko.
Dividende Bei dieser Strategie werden Unternehmen mit einer langen und soliden Dividendenhistorie ausgewählt um den Markt zu schlagen. Einen ausführlichen Artikel zu Dividenden ETFs findest du hier (Link Dividenden ETF)
ESG Bei einem Smart Beta ETF welcher nach ESG (Environmental, Social, Governance) gewichtet ist, stellt nachhaltige Unternehmen in den Vordergrund. Einen ausführlichen Artikel zu nachhaltigen ETFs findest du hier (Link nachhaltige ETF)

Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination der verschiedenen hier aufgeführten Faktoren, auch Multifaktor genannt. Die am besten belegten und meist kombinierten Faktoren sind Quality, Momentum, Value sowie Small Cap.

Durch eine Gewichtung nach mehreren Faktoren können so beispielsweise Wertpapiere ausgewählt werden welche sowohl eine überdurchschnittliche Rendite erzielen als auch eine geringere Volatilität haben können.

Mit steigender Anzahl von Faktoren wird die Gewichtung des Smart Beta ETFs für den Anleger allerdings immer schwerer nachzuvollziehen.

Welche Vorteile und Nachteile hat ein Smart Beta ETF?

Smart Beta ETFs kombinieren die Vorteile des passiven Investierens in einen ETF mit den Vorteilen des aktiven Investierens durch die Gewichtung der Indizes nach bestimmten Faktoren. Hierdurch können tendenziell höhere Renditen eingefahren werden, als bei klassischen ETFs.

Nach Gerd Kommer lässt sich langfristig eine erwartete Mehrrendite gegenüber dem Gesamtmarkt zwischen 1,00 und 1,50 Prozent nach Abzug der Kosten erzielen. Historisch gesehen war diese Outperformance sogar noch wesentlich höher (1, 2).

Die meisten Smart Beta ETFs zielen darauf ab die Portfoliorenditen zu steigern, das Risiko zu minimieren und die Dividenden zu maximieren.

Dabei sind Smart Beta ETFs kostengünstiger als aktiv verwaltete Fonds. Durch den Einsatz der Gewichteten Faktoren verhält sich ein Smart Beta ETF zwar ähnlich zu einem aktiv gemanagten Fonds, jedoch entfallen hier die hohen Kosten für die Fondsmanager.

Je nach Gewichtung der Faktoren können bestimmte Eigenschaften des ETFs besser beeinflusst werden. So kann ein Smart Beta ETF welcher auf die Faktoren Quality und Low Volatility setzt potenziell geringere Kursschwankungen erleiden als ein klassischer ETF.

Vorteile
  • Höhere Renditen als bei klassischen ETFs möglich
  • Kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds
  • Bessere Beeinflussung der Eigenschaften des ETF
Nachteile
  • Derzeit noch geringes Handelsvolumen
  • Höhere Kosten als bei einem klassischen ETF
  • Hohe Handelskosten
  • Nicht für Börseneinsteiger zu empfehlen

Bei Smart Beta ETFs handelt es sich um eine relativ neue Methode der Kapitalanlage und weisen daher auch noch ein geringeres Handelsvolumen auf. Dies kann dazu führen, dass Anleger nicht jederzeit kaufen und verkaufen können.

Ein Smart Beta ETF ist meist mit höheren Kosten verbunden als ein klassischer ETF. So bekommst du einen normalen ETF bereits ab einer TER von 0,10 Prozent, für Smart Beta ETFs können auch Kosten im bereich von 0,30 bis 0,40 Prozent anfallen.

Um die ursprüngliche Indexgewichtung wiederherzustellen, können die Handelskosten relativ hoch sein. Ein Smart Beta ETF hat in der Regel zwar geringere Kosten als ein aktiv verwalteter Fonds, die Handelskosten können diese Einsparungen allerdings wiederum aufheben.

Da Smart Beta ETFs größtenteils eine Vielzahl von Variablen berücksichtigen kann der Handel im Gegensatz zu klassischen ETFs deutlich schwerer sein. Gerade Anfänger sollten daher beim Investieren erst mit klassischen ETFs beginnen.

Welche Alternativen zu einem Smart Beta ETF gibt es?

Wenn dir die Mischung aus passivem und aktivem Investieren in Form eines Smart Beta ETFs nicht zusagt, hast du die Möglichkeit aus einer Vielzahl von Alternativen zu wählen. Im Folgenden stellen wir dir zwei Alternativen vor.

Klassische ETFs

Wenn du eine Alternative zu Smart Beta ETFs suchst, solltest du klassische ETFs in Betracht ziehen. Bei klassischen ETFs investierst du dein Kapital passiv.

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Markiere jemanden, der einen ETF hat.⬇⬇⁠ ⁠ Heute gibt es wieder ETF-Wissen2Go.🤓⁠ Das Interesse an ETFs (Exchange Traded Funds) ist weiter ungebrochen. Sowohl Institutionelle als auch Privatanleger investieren immer mehr auch in ETFs.⁠ Im oberen Diagramm seht ihr die Entwicklung des globalen ETF-Markts. 📊⁠ ⁠ Schon krass wie schnell dieser Markt steigt. Das verwaltete Vermögen hat sich in nur 14 Jahren einfach mal verzwölffacht. 😳⁠ ⁠ Ich denke, da sind wir nicht ganz unschuldig daran.😂⁠ Welche ETFs habt ihr?⁠ Hättet ihr mit so einem starken Wachstum gerechnet?⁠ ⁠ Liebe Grüße ⁠ Julian ⁠Folge . Folge➡@etf1.de für mehr📊 . Folge➡@etf1.de für mehr📊 . Folge➡@etf1.de für mehr📊 Quelle: ETFGI (*31.03.2019)⁠ ________________________________________________ #finanziellunabhängig #etfkaufen #etf #börsianer #etftipps #geldtipps #kapitalismus #finanzbildung #geldanlegen #aktienmitkopf #finanziellfrei #vermögensaufbau #vorsorge #investieren #kapital #geld #rendite #passiveseinkommen #nichtaufregenreichwerden #etfcommunity #exchangetradedfunds #fonds

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Hier wird der Fokus in der Regel auf die Marktkapitalisierung und nicht auf unterschiedlich Gewichtete Faktoren gelegt. Dadurch ist es für den Anleger viel einfacher nachzuvollziehen, wie der ETF investiert.

Aktive Fonds

Bei aktiven Fonds entscheiden Fondsmanager kontinuierlich darüber, welche Aktien gekauft oder verkauft werden. Das Ziel eines solchen Fonds ist es, eine höhere Wertentwicklung zu erwirtschaften als ein Vergleichsindex.

Die schnellere Reaktion auf Marktentwicklungen geht jedoch meist auch mit höheren Kosten einher. Eine Outperformance ist allerdings nicht garantiert. Eine Studie belegt sogar, dass passive Fonds mit höherer Wahrscheinlichkeit besser abschneiden, als aktiv gemanagte Fonds (3).

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Smart Beta ETFs vergleichen und bewerten

Bei der Anlage in einen Smart Beta ETF gibt es einige Dinge zu beachten. Folgende Faktoren gilt es bei deiner Kaufentscheidung berücksichtigen:

  • Bewertungsfaktoren
  • Kosten
  • Risikostreuung
  • Fondsalter und -größe
  • Weitere Kriterien

In den folgenden Abschnitten gehen wir weiter auf die genannten Punkte ein.

Bewertungsfaktoren

Informiere dich genauestens, nach welchen Faktoren der ETF gewichtet ist.

Das wohl wichtigste Kaufkriterium eines Smart Beta ETFs sind die Faktoren, nach denen der ETF gewichtet wird. Diese haben wir dir bereits vorgestellt.

Für welche Bewertungsfaktoren du dich entscheidest, hängt von deiner Anlagestrategie sowie deinen finanziellen Zielen ab.

Kosten

Um Smart Beta ETFs miteinander vergleichen zu können, kannst du auch einen Blick auf die Kosten werfen. Diese lassen sich fast vollständig mit der TER (Total Expense Ratio) zusammenfassen.

foco

Die TER bezeichnet die jährlichen laufenden Kosten und beinhaltet so gut wie alle Gebühren des ETFs.

Ein Smart Beta ETF ist in der Regel ab einer TER von 0,30 bis 0,40 zu haben.

Risikostreuung

Gerade bei Smart Beta ETFs ist es wichtig auf eine ausreichende Risikostreuung zu achten. Langfristige Anlagen wie ein ETF sollten möglichst breit Diversifiziert sein, damit der Kursverlauf nicht nur von ein paar wenigen Unternehmen abhängt.

Das Ausmaß der Risikostreuung hängt stark von deiner Anlagestrategie ab. (Bildquelle: pixabay.com / Gino Crescoli)

Durch die starke Fokussierung auf Faktoren und Kriterien werden bestimmte Unternehmen ausgeschlossen bzw. nur wenig gewichtet. Hierdurch kann es auch im Kursverlauf zu stärkeren Schwankungen kommen.

Ein starker Einfluss des Faktors “Small Cap” kann so beispielsweise dazu führen, dass der ETF in kleine Unternehmen investiert, welche im Laufe der Zeit durch Insolvenz oder andere Schwierigkeiten starken Kurseinbrüche auslösen.

Fondsalter und -größe

Auch bei Smart Beta ETFs ist es vorteilhaft, wenn der Fonds bereits eine gewisse Zeit am Markt existiert und über ein großes Fondsvolumen verfügt.

Je größer das Fondsvolumen, desto wirtschaftlicher kann dieser Arbeiten und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Emittent den ETF wieder vom Markt nimmt. Ein Fonds der bereits seit einigen Jahren am Markt existiert, kann weiterhin besser auf seine bisherige Performance beurteilt werden.

Weitere Kriterien

Weiterhin solltest du vor deiner Auswahl auf folgende Kriterien achten:

  • Ertragsverwendung. Handelt es sich um einen ausschüttenden oder um einen thesaurierenden ETF?
  • Replikationsmethode. Ist der ETF physisch replizierend oder synthetisch?

Wie du dich entscheidest, hängt stark von deinen persönlichen finanziellen Zielen ab. Du weißt nicht, was die Begriffen bedeuten? Kein Problem, im folgendem Artikel erhältst du eine ausführliche Erklärung der Begriffe und weiterhin einen vollständigen Einblick in das Thema ETF.

19/11/19

Trivia: Was du sonst noch über Smart Beta ETFs wissen solltest

Ist die Investition in einen Smart Beta ETF sinnvoll?

Ob die Investition in einen Smart Beta ETF sinnvoll ist, kann nicht pauschal mit Ja oder Nein beantwortet werden. Die Antwort hängt von diversen Faktoren wie beispielsweise deiner persönlichen Erfahrung an der Börse und deiner finanziellen Planung ab.

Wir empfehlen Smart Beta ETFs eher erfahreneren Anlegern.

Wenn du in einen Smart Beta ETF investieren möchtest, solltest du dich intensiv mit den verschiedenen Faktoren auseinandersetzen. Durch die unterschiedlichen Gewichtungen der Faktoren kann eine höhere Rendite oder eine geringere Volatilität erreicht werden. Das Erreichen der gewünschten Ziele ist jedoch nie garantiert.

Und auch wenn es oft vorkommt, dass ein Smart Beta ETF eine Outperformance des Marktes erreicht, kann auch gegenteiliges eintreten. In diesem Fall können die höheren Kosten dafür sorgen, dass Smart Beta ETFs schlechter abschneiden als klassische ETFs.

Anfängern raten wir zum Einstieg in klassische ETFs zu investieren.

Da es bei langfristigen Anlagen wie ETFs zu einem großen Teil darum geht, Risiken zu minimieren, solltest du als Anleger dein Kapital breit streuen und das zu möglichst geringen Kosten. Weiterhin solltest du genaustens nachvollziehen können in was du investierst.

Was ist das Fama-French-Dreifaktorenmodell?

Das Dreifaktorenmodell wurde ab de Jahr 1983 von den Ökonomen Eugene Fama und Kenneth French entwickelt. Hiernach setzt sich die Aktienrendite zu einem großen Teil lediglich aus drei Faktoren zusammen:

  • Entwicklung des Gesamtmarktes
  • Unternehmensgröße gemessen an der Marktkapitalisierung (Size)
  • Buchwert-Marktwert-Verhältnis (Value)

Bis heute wurde das Modell um viele weitere Faktoren ergänzt. Die populärsten hiervon sind Momentum, Quality und Low Volatility (4).

Empfohlene Literatur zum Thema Smart Beta ETFs

Wenn du dich noch weitergehend mit dem Thema der Smart Beta ETFs beschäftigen willst, ist es sinnvoll dich mit diverser Literatur auseinander zu setzen. Im Folgenden stellen wir dir zwei unserer Favoriten vor.

Gerd Kommer – Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs

Der Autor Dr. Gerd Kommer überzeugt seit Jahren eine Vielzahl von Sparern und Anlegern von den Vorteilen einer Investition in Indexfonds. Dieses Buch gehört zu den Standardwerken in diesem Bereich.

Das Buch eignet sich perfekt für Einsteiger und Fortgeschrittene und liefert Strategien und Tipps rund um das Thema ETF und passives Investieren.

Smart Beta Strategien: Hintergründe, ETF-Auswahl und Performancevergleich mit Standard-Indizes

Mit dem Buch helfen die Autoren Anlegern, die wichtigsten Faktoren der Smart Beta Strategie zu verstehen. Es eignet sich sowohl für Einsteiger, als auch für erfahrene Anleger.

Bildquelle: unsplash.com / Gary Butterfield

Einzelnachweise (4)

1. Kommer, Gerd (2018): Souverän Investieren mit Indexfonds und ETFs. Wie Sie das Spiel gegen die Banken gewinnen; 5. Aufl.; Campus 2018.

2. Gerd Kommer und Alexander Weis: Factor Investing – die Basics. Beitrag vom 03.03.2019. Stand: 03.10.2019.
Quelle

3. Ferri, Richard A.; Benke, Alex C.: A Case for Index Fund Portfolios: Investors holding only index funds have a better chance for success.
Quelle

4. Dipl.-Ök. Roland Kill: Definition Dreifaktorenmodell. Gabler Banklexikon. Stand: 04.09.2019.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Jonathan hat Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Finanzwirtschaft studiert und ist selbst als Privatanleger aktiv. Durch seine Artikel vermittelt er auf einfache und verständliche Art und Weise alle wichtigen Informationen zu den Themen Geld, Finanzen und Vermögensaufbau.
Buch
Kommer, Gerd (2018): Souverän Investieren mit Indexfonds und ETFs. Wie Sie das Spiel gegen die Banken gewinnen; 5. Aufl.; Campus 2018.
Expertenmeinung
Gerd Kommer und Alexander Weis: Factor Investing – die Basics. Beitrag vom 03.03.2019. Stand: 03.10.2019.
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Studie
Ferri, Richard A.; Benke, Alex C.: A Case for Index Fund Portfolios: Investors holding only index funds have a better chance for success.
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Lexikon
Dipl.-Ök. Roland Kill: Definition Dreifaktorenmodell. Gabler Banklexikon. Stand: 04.09.2019.
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