Zuletzt aktualisiert: 2. Juli 2020

Finanzielle Freiräume wird nicht erst seit dem Jahr 2020 in der Gesellschaft großgeschrieben. Seit geraumer Zeit ergreifen Menschen verschiedenste Maßnahmen, um sich wirtschaftliche Polster zu verschaffen. Abgesehen von der Finanzierung einer gewünschten Anschaffung steht für andere Personen auch die kurz- oder langfristige Sicherheit an oberster Stelle.

Speziell im letzteren Fall stellt neben individuell erstellten Sparplänen das Sparbuch ein besonders wichtiges Werkzeug dar. Das Vermögen wird sicher aufbewahrt und kann durch großzügige Zinsen entsprechend vermehrt werden. In der Regel ist hier allerdings auch eine langfristige Bindung erforderlich. Sind lockere Rahmenbedingungen gewünscht, stellt das Tagesgeldkonto eine spannende Alternative dar.

In unserem großen Tagesgeld Test 2020 wollen wir dir die Rahmenbedingungen dieses Finanzmittels möglichst genau vorstellen. Dabei liefern wir dir eine Grundlage für den Anbietervergleich und gehen auch auf allgemeine Fragen ein. Dank dieser Grundlage solltest du bei Interesse bestens darauf vorbereitet sein, das für dich passende Tagesgeldkonto zu eröffnen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Tagesgeldkonto kann zur Verfolgung individueller Sparziele genutzt werden. Zusätzlich erhöht sich das Vermögen aufgrund inkludierter Zinssätze.
  • Mit dem Tagesgeldkonto ist auch die Flexibilität des eigenen Geldes gesichert. Die vollständige Summe kann jederzeit gänzlich oder in Anteilen entnommen werden.
  • Ein Tagesgeldkonto ist mit einem variablen Zinssatz ausgestattet. Dies bedeutet, dass der endgültige Wert durch die Schwankungen des Marktes beeinflusst werden.

Tagesgeld Vergleich: Die besten Tagesgeld Konten in der Übersicht

Bewertungskriterien für Tagesgeldkonten

Um das richtige Tagesgeldkonto zu finden, solltest du über die wesentlichsten Vergleichskriterien Bescheid wissen. Diese lauten wie folgt:

In weiterer Folge wollen wir möglichst genau auf jene Rahmenbedingungen eingehen, die du in jenen Fällen zu erwarten hast.

Staffelung der Zinsen

Der wohl wichtigste Faktor in Kombination mit Tagesgeldern ist der angebotene Zinssatz. Hierbei entscheidet sich, in welcher Höhe du zusätzliches Kapital dein Eigen nennen darfst. Grundsätzlich solltest du jedoch davon ausgehen, dass Wert unter einem Prozent als marktüblich gehandelt werden.

In Kombination mit Tagesgeldkonten werden variable Zinssätze ausgestellt. Dies bedeutet, dass dein Vermögenswachstum durch Schwankungen des Marktes beeinflusst wird. (Bildquelle: unsplash.com / Jason Briscoe)

Obwohl aufgrund der Flexibilität im Normalfall keine Zinsen garantiert werden können, bieten einige Unternehmen diesen Service dennoch auf kurze Zeit an. In der Regel kannst du allerdings nur als Neukunde davon Gebrauch machen. Während einige Unternehmen diesen Faktor nicht mit einbeziehen, kann es auch vorkommen, dass dein Zinssatz von der Höhe deines eingelegten Vermögens abhängig wird.

Mindesteinlage

Interessierst du dich für ein Tagesgeldkonto, kann es vorkommen, dass du trotz ambitioniertem Sparplan von einigen Anbietern nicht zugelassen wirst. Dies liegt möglicherweise daran, dass eine sogenannte Mindesteinlage festgelegt wurde. Unterschreitet dein Vermögen diese Zahl, bleibt dir die Kontoeröffnung verwehrt.

Eine Mindesteinlage kommt in Kombination mit Tagesgeldkonten eher selten vor.

Dieser Grundsatz gilt ebenso für Beschränkungen nach oben. Ist keine Mindesteinlage erforderlich, sehen betreffende Anbieter oft auch von Höchstbeträgen ab. Jene Ausnahmefälle beschränken sich dabei oft auf fünf oder sechsstellige Summen. Sind solche Limits vorhanden, kann dies oft mit einem vergleichsweise höheren Zinssatz zusammenhängen.

Höhe der Einlagensicherung

Die Höhe der Einlagensicherung ist grundsätzlich dann von Bedeutung, wenn du ein Tagesgeldkonto außerhalb der Europäischen Union eröffnest. Als Kunde einer deutschen Bank sind die Rahmenbedingungen wie in anderen Ländern der Region ähnlich aufgestellt. Hierbei existiert ein grundsätzlicher Schutz sowie die Möglichkeit auf eine individuelle Anpassung.

Sparsumme Einlagensicherung möglich
Bis 100.000 € rechtlich abgesichert
Über 100.000 € Nur in Ausnahmefällen möglich

Ein Schutz durch Einlagensicherung ist im Falle privater Konten relativ eingeschränkt. Möchtest du diesen Service für eine Sparsumme von über 100.000 € in Anspruch nehmen, muss ein spezieller Nutzen des Kontos nachgewiesen werden. Im Normalfall werden exklusiv der Gesellschaft dienenden Zwecke hierbei akzeptiert.

Führung als Gemeinschaftskonto

In vielen Fällen besteht für Kunden auch das Interesse, ein Tagesgeldkonto gemeinschaftlich zu führen. Dies bedeutet grundsätzlich höheren Aufwand für die jeweilige Bank. Aus diesem oder auch anderen Gründen entscheiden sich viele Anbieter deshalb gegen diese Option. Für dich als Endverbraucher können dadurch möglicherweise Vorteile entstehen.

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Ist eine gemeinschaftliche Führung möglich, existieren im Normalfall keine beziehungstechnischen Einschränkungen.

Verwandte und Freunde können das Konto ebenso wie Ehepartner mitbenutzen.

Nutzt du das Tagesgeld als Gemeinschaftskonto steigt beispielsweise die Höhe der Einlagensicherung. In Kombination sind somit bis zu 200.000 € gesetzlich versichert. Dieser Grundsatz ist auch die Abwicklung von Freistellungsbeträgen anzuwenden. Um die doppelt so hohe Freigrenze in Anspruch zu nehmen, muss es sich jedoch um Eheleute handeln.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Tagesgeldkonto eröffnest

Hören Menschen das Wort “Tagesgeld” sind ausgewählte Parameter dieses Finanzinstruments oft unklar. Sollte dies auf dich ebenfalls zutreffen, können wir dir anschließende mit den Antworten auf oft gestellte Fragen hoffentlich weiterhelfen.

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Das sogenannte Tagesgeldkonto ist ein Finanzprodukt, welches bei der Umsetzung von Sparzielen helfen soll. Die Laufzeit ist dabei nicht festgelegt und ermöglicht somit lang- und kurzfristige Planungen. Ein Tagesgeldkonto zeichnet sich vor allem durch Flexibilität aus. Die tägliche Verfügbarkeit garantiert, dass du als Kunde jederzeit Zugriff auf dein Sparvermögen hast.

Die Führung eines Tagesgeldkontos ist grundsätzlich eine günstige Angelegenheit. Weder die Eröffnung oder Führung  noch Entnahme bzw. Einzahlung von Vermögen wird dir in Rechnung gestellt. (Bildquelle: unsplash.com / Micheile Henderson)

Wird ein Tagesgeldkonto eingesetzt, vermehrt sich das eingezahlte Vermögen jährlich durch einen integrierten Zinssatz. Aufgrund der täglichen Verfügbarkeit können langfristig keine Zinsbeträge garantiert werden. Die sonstige Flexibilität des Kontos macht sich jedoch auch im Falle einer gewünschten Auflösung bemerkbar. Eine etwaige Kündigungsfrist musst du in der Regel nicht beachten.

Welche Kosten können für die Nutzung eines Tagesgeldkontos anfallen?

Wie bereits angesprochen, kannst du die Vorteile eines Tagesgeldkontos grundsätzlich ohne weitere Kostenbelastung in Anspruch nehmen. Nichtsdestotrotz sind indirekte Kosten möglicherweise mit diesem Finanzprodukt verbunden. Erhältst du beispielsweise deinen Kontoauszug per Post zugesendet, kann die Bank möglicherweise Geld dafür verlangen.

Erträge durch Zinsen müssen in der Steuererklärung angegeben werden.

Der aus deinem Tagesgeldkonto resultierende Vermögenszuwachs interessiert leider auch das Finanzamt. Alle Einnahmen, die dir in diesem Rahmen zufließen, musst du entsprechend anführen.

In Deutschland beläuft sich die Kapitalertragssteuer auf 25 %. Dazu musst du auch den Solidaritätszuschlag sowie möglicherweise auch eine Kirchensteuer entrichten. Für Einnahmen bis zu 801 € fällt diese Verpflichtung nicht an. Im Falle eines Gemeinschaftskontos verdoppelt sich dieses Limit.

Wie kann ich ein Tagesgeldkonto eröffnen?

Im Gegensatz zu anderen Finanzprodukten, musst du für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos nur wenige Anforderungen erfüllen. So ist eine Inanspruchnahme nur dann möglich, wenn du das 18. Lebensjahr vollendet hast. Außerdem benötigst du ein Referenzkonto, welches mit deinem Tagesgeldkonto verknüpft wird. In den meisten Fällen sind auch Girokonten von anderen Banken zugelassen.

Die Nutzung eines Tagesgeldkontos ist ohne SCHUFA-Prüfung möglich
Um ein Tagesgeldkonto zu nutzen, ist von deiner Seite aus keine Bonitätsprüfung erforderlich. Jedoch musst du der Übermittlung deiner Daten an jene Behörde bei der Kontoeröffnung zustimmen.

Um ein Tagesgeldkonto zu nutzen, kannst du den Antrag entweder direkt in einer Filiale oder auch eigenständig per Internet durchführen. In der Regel werden dafür hauptsächlich persönliche Informationen benötigt. Neben Geburtsname, Wohnort und deiner Staatsbürgerschaft sind jedoch auch finanzielle Aspekte wichtig.

Zusätzlich zur Angabe deines Referenzkontos musst du in der Regel auch zu deinen steuerlichen Verpflichtungen Angaben leisten. Bist du in den Vereinigten Staaten entweder exklusiv oder zusätzlich steuerlich ansässig, musst du deine Bank darüber informieren. Im Gegensatz zu Zahlungsmitteln oder Kreditkarten ist die Höhe deines regelmäßigen Einkommens hier jedoch nicht von Bedeutung.

Welche Bedeutung hat die Einlagensicherung in Kombination mit dem Tagesgeld?

Aufgrund der sogenannten Einlagensicherung gehört die Entscheidung für ein Tagesgeldkonto zu den sichersten überhaupt. Sollte deine Bank nämlich Insolvenz anmelden, wird so dennoch die Auszahlung deines Vermögens gesichert. In diesem Zusammenhang kannst du beim Eintreten einer solchen Situation spätestens nach sieben Werktagen mit deinem Geld rechnen.

Der gesetzliche Schutz ist bei Sparsummen von bis zu 100.000 € möglich.

Diese Regelung ist grundsätzlich innerhalb der gesamten Europäischen Union anzuwenden. Somit bist du auch mit einer Anlage außerhalb Deutschlands entsprechend geschützt. Solltest du dich für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos außerhalb dieser Region entscheiden, solltest du die verfügbaren Rahmenbedingungen vorab im Detail prüfen.

Zusätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen Mitgliedschaft sind einige Banken auch Teil von weiteren Vereinigungen zur Einlagensicherung. In diesem Fall sind teilweise sogar Schutzvorkehrungen möglich, welche signifikant höhere Summen absichern. Hierbei handelt es sich in der Regel jedoch eher um Ausnahmen.

Welche Unternehmen bieten Tagesgeldkonten an?

Bei der Auswahl eines Tagesgeldkontos wirst du in Deutschland aber auch international einige nennenswerte Anbieter vorfinden. Solltest du auf heimische Anbieter mit direkter Kundenbetreuung setzen wollen, sollten folgende Anbieter nicht unerwähnt bleiben:

  • Commerzbank
  • Deutsche Bank
  • Volksbank
  • Sparkasse
  • HypoVereinsbank

Möchtest du deine Geldgeschäfte jedoch lieber exklusiv über das Internet abwickeln, ist eine Direktbank möglicherweise die bessere Option für dich. Bekannte Vertreter sind hier beispielsweise “DKB” oder auch das Kreditinstitut des Autoherstellers “Renault”.

Allerdings bieten sich auch auf internationaler Ebene einige Tagesgeldkonten an. Dabei sollten Anbieter wie “Banco Brasil” aus Österreich, die “FIM Bank” aus Malta sowie “mymoneybank” aus Frankreich nicht unerwähnt bleiben. Obwohl hier möglicherweise das Angebot höherer Zinsen lockt, solltest du dich zur Sicherheit vorab über Einlagensicherung und ähnliche Parameter fokussieren.

Welche Unterschiede bestehen zwischen Tagesgeld und Festgeld?

Besteht das Interesse an einem Tagesgeldkonto, wirst du möglicherweise auch das Wort “Festgeld” als sinnvolle Alternative zu hören bekommen. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine Methode, langfristig vermögen anzusparen. Im direkten Vergleich sind jedoch wichtige Unterschiede festzustellen.

Kriterium Rahmenbedingungen Tagesgeld Rahmenbedingungen Festgeld
Verzinsung Niedrig Hoch
Zinsgarantie Ja Nein (möglicherweise kurzfristig)
Gebundene Laufzeit Nein Ja

In Ausnahmefällen kannst du als Besitzer eines Festgeldkontos auch auf dein Vermögen zugreifen. Wird dies allerdings erlaubt, musst du dabei möglicherweise mit einem Verlust deines Zinsguthabens rechnen. Die höheren Zinssätze sind auch damit zu erklären, dass Banken bei einem Festgeldkonto mehr Spielräume zur Investition mit den angelegten Geldern der Kunden erhalten.

Können Tagesgeldkonten auch mit Negativzinsen angeboten werden?

In jüngster Vergangenheit wurden in Zusammenhang mit Tagesgeldkonten vermehrt Meldungen zu Negativzinsen laut. Was umgangssprachlich auch als “Verwahrtengeld” bezeichnet wird, stellen jedoch im wesentlichsten Strafzinsen dar. Ebenso wie bei anderen Finanzinstrumenten werden diese Maßnahmen auch bei Tagesgeldkonten angewendet.

Die Häufigkeit der Anwendung von Negativzinsen hat in jüngster Vergangenheit zugenommen.

Die Begründung für diesen Schritt ist auf eine Änderung der europäischen Zentralbank zurückzuführen. Im Jahr 2014 entschloss sich die Vereinigung, den Einlagenzins negativ aufzustellen. Banken, die dort ihr Geld hinterlegen, müssen somit selbst Zinsen bezahlen. Solltest du ein Tagesgeldkonto demnächst eröffnen wollen, solltest du dich idealerweise vorab über mögliche Auswirkungen dieser Art informieren.

Sind Tagesgeldkonten auch für Geschäftskunden verfügbar?

Damit auch Unternehmen von den Vorteilen dieses Finanzinstruments profitieren können, ist das Tagesgeldkonto auch für geschäftliche Kunden zugänglich. Im direkten Vergleich sind jedoch grundsätzlich deutlich weniger Anbieter vorhanden. Auch hier ist die Eröffnung, Kontoführung und das Bewegen des Vermögens im Normalfall kostenlos.

In Zusammenhang mit geschäftlichem Tagesgeld werden Mindesteinlagen tendenziell öfter festgelegt. Zu erwartende Werte liegen hier zwischen 5.000 und 10.000 €. (Bildquelle: unsplash.com / Robert Anasch)

Die Konditionen verhalten sich auch in Bezug auf die freie Verfügbarkeit identische wie zu Privatkunden. Obwohl das Zinsniveau hier ebenfalls auf lange Sicht nicht garantiert werden, sind im Durchschnitt oft leicht höhere Werte möglich.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.fr.de/wirtschaft/sparen-anlage-tipps-erspartes-wohin-mit-gesparten-zr-13530202.html

[2] https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/tagesgeld-und-festgeld-wo-anleger-noch-zinsen-bekommen-und-was-sie-beim-sparen-in-der-krise-beachten-sollten/25675512.html?ticket=ST-2846329-iABvqOswbGHUG0vl3Yvx-ap3

[3] https://www.capital.de/geld-versicherungen/wenn-die-zinsen-so-niedrig-bleiben-ist-das-tagesgeld-tot

Bildquelle: 123rf.com / Ekachai Lohacamonchai

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Bernhard ist durch sein Studium im Bereich Medien auf das Thema Online-Marketing gestoßen und konnte dadurch Begeisterung für die Tätigkeit als Online-Redakteur erlangen. Im Laufe dieser Beschäftigung konnte er sich ein umfangreiches Wissen in den Bereichen Finanzen, Kreditkarten und Versicherungen aneignen, welches er nun an Interessenten und potenzielle Kunden weitervermitteln möchte.