Ein Investment ist darauf ausgelegt, das Kapital zu mehren. Die erwirtschafteten Überschüsse aus dem Investment können auf unterschiedliche Weise gehandhabt werden. Unterschieden wird zwischen der Thesaurierung sowie der Ausschüttung.

Während die Gewinne bei der Ausschüttung an die Anleger ausgezahlt werden, erfolgt bei der Thesaurierung eine Reinvestition.

Ziel einer Thesaurierung ist es, das Fondsvermögen möglichst schnell zu mehren und die Erträge weiter zu erhöhen. Die Reinvestition bringt einen Zinseszinseffekt mit sich und bietet zudem steuerliche Vorteile.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Thesaurierung beschreibt den Prozess, Erträge und Gewinne nicht auszuschütten, sondern direkt wieder zu investieren. Dabei kommt sie in der Wirtschaft ebenso zum Einsatz, wie bei der Geldanlage.
  • Thesaurierende Fonds und ETFs sind besonders häufig. Investiertes Kapital arbeitet, die Erträge werden nicht an die Anleger ausgezahlt, sondern direkt weiter in die Fonds und ETFs investiert, um das Vermögen zu steigern.
  • Lohnenswert ist die Thesaurierung vor allem dann, wenn es sich um langfristige Geldanlagen handelt. Über einen langen Zeitraum hinweg, lässt sich Vermögen so deutlich schneller steigern.

Definition: Was ist Thesaurierung?

Der Begriff der Thesaurierung basiert auf dem griechischen Wort „thesauros“. Wird der Begriff direkt übersetzt, ist die Rede von einem Haus, in dem sich ein Schatz befindet. Im übertragenen Sinn steht das Haus für einen Fonds. Den Schatz stellen die Investmenterträge dar.

Zahlst du Geld in einen Fonds ein, handelt es sich um ein Investment. Das Investment kann in Form von Zinsen, Kursgewinnen und Dividenden Investmenterträge erwirtschaften.

Bei der Thesaurierung werden die Investmenterträge nicht als Gewinne an die Investoren ausgeschüttet. Stattdessen werden sie einbehalten und weiter investiert.

Bei der Thesaurierung wird das Geld nicht ausbezahlt, sondern direkt weiter investiert. Das soll den Wert des Investments steigern. (Bildquelle: pixabay.com / nattanan23)

Dadurch entsteht ein Zinseszinseffekt, da die Beträge, die in dem Fonds arbeiten, nach und nach steigen. Teilweise wird von einer besitzanteiligen Thesaurierung gesprochen. Diese ist in Hinblick auf die Haltedauer zu sehen.

Erfolgt eine Veräußerung deiner Anteile durch dich, kommt es zu einer Vorabversteuerung.

Die Vorabversteuerung erfolgt besitzanteilig. Dafür wird der Verkaufstag als Basis genutzt. Der Kauftag ist der Tag, an dem du investiert hast. So wird der Besitzanteil berechnet und als Basis für die Besteuerung genutzt.

Die Thesaurierung ist nicht mit der Wiederanlage zu verwechseln.

Bei der Wiederanlage erfolgt erst einmal eine Ausschüttung der Erträge. Anschließend werden sie wieder angelegt in die Wertpapiere, die sich im Fonds befinden. Die Zahl der Anteile wächst.

Wo wird die Thesaurierung eingesetzt?

Die Thesaurierung von Investmenterträgen wird in erster Linie mit Fonds in Verbindung gebracht. Aber auch in der Wirtschaft kommt sie zum Einsatz. Hier dient sie vor allem dazu, das Betriebsvermögen zu steigern.

Thesaurierung in der Wirtschaft

Die Thesaurierung von Gewinnen bei Unternehmen ist eine Möglichkeit, von Begünstigungen zu profitieren. Gesprochen wird dabei von Thesaurierungsbegünstigungen.

Entscheidet sich ein Unternehmen, Gewinne oder Teile der Gewinne nicht auszuschütten, sondern wieder zu investieren, mindert dies die Einkommensteuer. Es kann auf einen reduzierten Steuersatz zurückgegriffen werden.

Thesaurierung bei ETFs

ETFs bilden einen Index ab. Auch hier besteht das Ziel, durch die Investition von den Erfolgen der ausgewählten Unternehmen zu profitieren. Allerdings sind ETFs deutlich günstiger und mit einem geringeren Risiko behaftet.

Du kannst zu thesaurierenden ETFs greifen. Bei diesen erfolgt, ebenso wie bei den Fonds, die Reinvestition der Gewinne.

Thesaurierung bei Fonds

Für dich als Investor ist die Thesaurierung bei Fonds besonders interessant. Es gibt ausschüttende Fonds. Bei dieser Form werden die Erträge in bestimmten Abständen an die Investoren ausgeschüttet.

Thesaurierende Fonds behalten die erwirtschafteten Gewinne ein und investieren sie direkt wieder. Dadurch kommt es zu einem deutlichen Zuwachs beim Fondsguthaben.

Thesaurierung bei anderen Geldanlagen

Entscheidest du dich für eine andere Geldanlage, wie ein Festgeld, wird gerne auch eine Thesaurierung angeboten. Die Ausschüttung der Zinserträge beim Festgeld erfolgt normalerweise jährlich oder auch einmal im Quartal.

Du kannst dir das Geld auszahlen lassen oder vereinbaren, dass es auf dein Festgeld eingezahlt wird und so vom Zinseszinseffekt profitieren.

Auch bei Festgeld gibt es die Thesaurierung. (Bildquelle: pixabay.com / stevepb)

Wie funktioniert die Thesaurierung?

Entscheidest du dich dafür, in einen thesaurierenden Fonds zu investieren oder eine Geldanlage mit Thesaurierung in Anspruch zu nehmen, musst du eigentlich nicht viel tun.

Während Anleger bei einer ausschüttenden Geldanlage vor der Frage stehen, wie sie ihre Gewinne investieren, wird dies bei einer Thesaurierung für dich übernommen.

Alle direkt erwirtschafteten Erträge, die innerhalb eines Geschäftsjahres auflaufen, bleiben im Fondsvermögen. Sie werden dazu verwendet, den Anteilwert über das Geschäftsjahr hinweg zu erhöhen. Der Vorteil ist, dass auch deine Anzahl an Anteilen steigt.

Geeignet sind thesaurierende Geldanlagen vor allem dann, wenn du langfristig Vermögen ansparen möchtest.

Das funktioniert auch mit kleinen Investitionsbeträgen. So kannst du beispielsweise Sparpläne mit ETFs erstellen. Jeden Monat fließt eine bestimmte Summe in den von dir ausgewählten ETF.

Bei thesaurierenden ETFs erfolgt dann keine Ausschüttung der Erträge an dich. Stattdessen werden diese wieder investiert und ohne weiteren Aufwand steigt dein Vermögen – bei einer guten Entwicklung des ETFs – an.

Durchgeführt wird die Thesaurierung normalerweise einmal im Jahr. Dabei fallen sowohl die außerordentlichen als auch die ordentlichen Erträge an, die im Geschäftsjahr geflossen sind.

Bei ordentlichen Beträgen handelt es sich, abhängig vom Fonds, um Mieteinnahmen, Zinsen oder Dividenden. Außerordentliche Erträge fallen durch Termingeschäfte oder auch den Verkauf von Wertpapieren an.

Durch die Thesaurierung wird der Anteilswert erhöht. Allerdings verändern sich die Anteile, die du hast, nicht. Dies ist ein deutlicher Unterschied zur Wiederanlage.

Hintergründe: Was du über die Thesaurierung wissen solltest

Bei der Suche nach einer passenden Geldanlage oder Investitionsmöglichkeit ist es ganz besonders wichtig, dass du dich umfangreich informierst. Daher haben wir die wichtigsten Hintergründe zur Thesaurierung zusammengetragen.

Ausschüttung oder Thesaurierung – was sind die Vor- und Nachteile?

Grundsätzlich kommt es bei einer Investition auf mehrere Faktoren an, die zu berücksichtigen sind:

  • Sicherheit
  • mögliche Rendite
  • Anlageform
  • Aufwand

Möchtest du eine hohe Rendite erzielen, sind sichere Anlagen oft nicht die richtige Wahl, da sie nur eine geringe Rendite mitbringen. Je höher das Risiko bei den Investitionsanlagen, desto höher ist auch deine mögliche Rendite.

Fonds gehören zu den Anlageformen mit einem mittleren Risiko. Das Risiko ist unabhängig davon, ob du dich für ausschüttende oder thesaurierende Fonds entscheidest.

Allerdings gilt zu bedenken, dass bei einer Thesaurierung Gewinne nicht genutzt werden können, um das Portfolio zu verbreitern.

Generell solltest du die Vor- und Nachteile von Ausschüttung und Thesaurierung gegenüberstellen.

Es kann empfehlenswert sein, bei der Diversifikation deines Kapitals sowohl ausschüttende als auch thesaurierende Geldanlagen in Betracht zu ziehen. Je breiter deine Investitionen aufgestellt sind, desto mehr kannst du dein Risiko senken, hohe Verluste einzufahren.

Vor- und Nachteile der Thesaurierung

Vorteile
  • Bequemlichkeit
  • Günstiger Kostenfaktor
  • Zinseszins-Effekt
  • Steuerlich einfacher

Du möchtest eine Geldanlage, bei der du einmal investierst und dich dann nicht weiter um die Wiederanlage kümmern musst? Das wird durch thesaurierende Anlagen geboten.

In vielen Fällen ist es günstiger für dich, die Thesaurierung zu nutzen, statt selbst zu reinvestieren.

Der sogenannte Zinseszins-Effekt kann bei der Thesaurierung auch genutzt werden. Durch das steigende Kapital in der Geldanlage steigt auch deine Rendite an.

Steuerlich sind thesaurierende Geldanlagen einfacher zu behandeln. Darauf wird noch einmal gesondert im Ratgeber eingegangen.

Nachteile
  • Einschränkungen bei Erträgen
  • Beschränkte Wertentwicklung
  • Weniger spkulativ

Bei thesaurierenden Geldanlagen kannst du nicht über deine Erträge verfügen. Möchtest du dein Geld nutzen, musst du Fondsanteile verkaufen oder zurückgeben. Gerade bei Umschichtungen und Neuanlagen zeigt sich dies als Problem.

Die Thesaurierung ist nur dann sinnvoll, wenn es sich um einen Fonds mit einer sehr guten Wertentwicklung handelt. Ändert sich die Wertentwicklung, musst du reagieren, was Aufwand mit sich bringt.

Gehörst du zu den spekulativen Anlegern, die gerne schnell auf Veränderungen am Markt reagieren, ist diese Flexibilität bei thesaurierenden Fonds weniger gegeben.

Vor- und Nachteile der Ausschüttung

Vorteile
  • Diversifikation der Invesitionen
  • Wenig Bindung

Durch die regelmäßige Ausschüttung der Erträge kannst du frei über diese verfügen und anderweitig investieren. Das erleichtert die Diversifikation.

Es wird nur das Kapital in einem Fonds gebunden, das du auch einzahlst. Weiteres, durch Erträge erwirtschaftetes, Kapital kann in andere Geldanlagen fließen.

Nachteile
  • Großer Zeitaufwand
  • Höherer Kostenfaktor
  • Keine Nutzung des Zinseszinseffekts

Möchtest du Erträge wieder investieren, musst du dich selbst auf die Suche nach passenden Anlagen machen. Das kostet Zeit.

Die Reinvestition deiner Erträge kann höhere Gebühren mit sich bringen, wenn du in andere Geldanlagen investierst.

Obwohl die Wertentwicklung im Fonds gut ist, nutzt du nicht den Zinseszins-Effekt, der entstehen kann, wenn du dich für die Ausschüttung entscheidest.

Gibt es thesaurierende Sparpläne?

Oft wird davon ausgegangen, dass du für ein Investment ein hohes Kapital benötigst, mit dem du starten kannst, damit es sich wirklich lohnt. Das ist längst nicht mehr so.

Immer mehr Anbieter stellen praktische Sparpläne zur Verfügung. Ab einem monatlichen Betrag von 25 Euro kannst du die Sparpläne erstellen.

Es gibt auch für die Thesaurierung Sparpläne, nach denen du dich richten kannst. Du kannst dich bei einem Fachmann beraten lassen. (Bildquelle: pixabay.com / TeroVesalainen)

Angeboten werden sie meist für ETFs. Normalerweise kannst du, abhängig von Anbieter, so viele Sparpläne erstellen, wie du gerne möchtest.

Dadurch ist es möglich, das Kapital, das dir zur Verfügung steht, breiter zu streuen. Gerade auch für Kleinanleger, die keine großen Beträge investieren können, ist diese Lösung optimal.

Nun kommt jedoch die Frage auf, ob es auch hier thesaurierende Lösungen gibt. Das ist der Fall. Hast du einen Anbieter gefunden, über den du Sparpläne erstellen möchtest, kannst du hier prüfen, wie die Fonds und ETFs aufgebaut sind, die sich besparen lassen.

Bei thesaurierenden Lösungen werden deine Gewinne direkt wieder angelegt.

Die thesaurierende Form ist hier sehr gut geeignet. Durch die Auflage von Sparplänen hast du normalerweise das Ziel, langfristig Geld anzusparen. Durch die Thesaurierung steigt dein Vermögen deutlich schneller an.

Thesaurierung: Praktische Anwendung und Vorteile

Das System rund um die Thesaurierung ist für dich interessant und du denkst nun darüber nach, es für deine Geldanlage einzusetzen? Es gibt noch einige Punkte, die bei dieser Entscheidung wichtig sind. Vor allem steuerlich kannst du bei der Thesaurierung profitieren.

Wie lässt sich die Thesaurierung buchen?

Wenn davon gesprochen wird, die Thesaurierung zu buchen, können hier zwei verschiedene Aspekte gemeint sein:

  • Gewünschte Thesaurierung beim Anbieter angeben: Du möchtest in einen thesaurierenden Fonds oder ETF investieren und stellst dir nun die Frage, wie du den Anbieter darüber informieren kannst? Du musst die Thesaurierung normalerweise nicht separat buchen. Tatsächlich handelt es sich um einen automatischen Vorgang. Der Anbieter gibt an, um was für eine Form der Geldanlage es sich handelt. Ist vermerkt, dass mit einer Thesaurierung gearbeitet wird, brauchst du nichts weiter tun, als zu investieren. Die Reinvestition erfolgt dann automatisch.
  • Thesaurierung in der Steuer buchen: Du möchtest deine Jahressteuer ausfüllen und bist unsicher, wie du die Thesaurierung buchen musst, um sie bei der Steuer anzugeben. Wichtig ist es auch hier, zwischen einer reinen Thesaurierung und einer Wiederanlage zu unterscheiden. Bei der Thesaurierung müssen keine separaten Buchungen von Gewinnen bei der Steuer vorgenommen werden.

Wird mit einer Ausschüttung und anschließenden Wiederanlage bei dem Fonds gearbeitet, ist eine Buchung notwendig. Durch die Ausschüttung hast du einen Ertrag, den du buchen musst.

In speziellen Buchhaltungsprogrammen wird die Wiederanlage dann durch eine neue Kauforder von weiteren Anteilen vermerkt, damit du alles im Blick behalten kannst.

Was ist bei der Steuer und Thesaurierung zu beachten?

Die Besteuerung bei der Thesaurierung ist ein Thema, das viele Anleger interessiert. Bei der Suche nach einer passenden Geldanlage machst du dir vermutlich erst einmal keine Gedanken über die Steuer, die auf deine Erträge anfällt. Es ist jedoch nicht verkehrt, hier informiert zu sein.

Steuern bei thesaurierenden Fonds

Besonders relevant in Bezug auf die Besteuerung von thesaurierenden Fonds ist eine Änderung, die im Januar 2018 durchgeführt wurde und das Investment-Steuerreformgesetz betrifft.

Vor dieser Änderung gab es deutliche Unterschiede zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Fonds in Bezug auf die Versteuerung. Diese gehören weitestgehend der Vergangenheit an.

Mit der Änderung gibt es nun auch kaum noch Unterschiede in Bezug auf die Frage, ob es sich um inländische oder ausländische Fonds handelt. Zur damaligen Zeit hat die automatische Besteuerung bei ausländischen Fonds nicht gegriffen.

Auch thesaurierenden Fonds müssen besteuert werden. Wenn du dir unsicher bist, lass diir am besten bei einem Steuerberater helfen. (Bildquelle: pixabay.com / byrev)

Im Rahmen der Investmentsteuerreform gibt es nun die Vorab-Pauschale, die auf thesaurierende ETFs und Fonds erhoben wird. Es handelt sich um einen fiktiven Ertrag, von dem ausgegangen wird.

Dieser fiktive Ertrag basiert auf dem Fondsanteilswert, den du aufweisen kannst. Die Abgeltungssteuer wird darauf berechnet. Nach dem Abschluss der Haltedauer erfolgt eine weitere Besteuerung.

Es gibt Unterschiede bei der Abgeltungssteuer in Bezug auf ausschüttende und thesaurierende Fonds. Steuerpflichtig wird dein Einkommen aus einem ausschüttenden Fonds zu dem Zeitpunkt, zu dem es dir ausgezahlt wird. Die Abgeltungssteuer wird automatisch einbehalten.

Bei thesaurierenden Fonds werden die Beträge erst später gebucht und damit auch erst zum Ende des Geschäftsjahres für die Steuer relevant. Sind die Fonds in Deutschland ansässig, erfolgt der Abzug der Steuer direkt vom Fondsvolumen. Erträge aus ausländischen Fonds müssen in der Steuererklärung vermerkt werden.

Tipp: Du kannst bei deiner Depotbank den Freistellungsauftrag einreichen. Dir steht ein Sparerpauschbetrag von 801 Euro jährlich zu, der nicht versteuert werden muss.

Unterschiede zwischen inländischen und ausländischen Fonds

Zwar wurde die Versteuerung von Erträgen aus ausländischen Fonds mit der Gesetzesänderung erleichtert. Dennoch solltest du wissen, dass du nach wie vor dafür zuständig bist, deine Erträge anzugeben. Wir gehen darauf noch einmal detailliert ein:

  • Du zahlst in einen thesaurierenden inländischen Fonds ein
  • Der Ertrag aus diesem Fonds fließt zum Ende des Geschäftsjahres zu. Er wird steuerpflichtig. Diese Steuerpflicht wird aus dem Fonds heraus bedient. Eine Verrechnung mit Verlusten wird durchgeführt. Der Freistellungsauftrag wird berücksichtigt. Der Preis deiner Fondsanteile reduziert sich dann um den Steuerbetrag.
  • Du zahlst in einen ausländischen thesaurierenden Fonds ein
  • Die zweite Variante ist die Einzahlung in einen thesaurierenden ausländischen Fonds. Hier erfolgt keine Abführung der Steuer. Verkaufst du über eine inländische Bank, bekommst du eine Berechnung, die für die Steuer relevant ist. Diese Berechnung enthält eine Übersicht über die Zwischengewinne sowie über die ordentlichen Erträge.

Dennoch musst du die Gewinne, die jährlich anfallen, versteuern über die Einkommenssteuererklärung. Dafür bekommst du von der Bank die Aufstellung. Die Angaben fügst du selbst in die Steuererklärung ein in der Anlage „AUS“.

Bist du unsicher, ob du alles korrekt versteuert hast, kannst du dich über einen Steuerberater über die steuerlichen Gegebenheiten informieren.

Empfehlenswert ist diese Beratung vor der ersten Investition. So bist du von Beginn an über die steuerlichen Besonderheiten aufgeklärt und weißt, wie du bei der Steuererklärung vorgehen musst.

Fazit

In der Wirtschaft und auch im Investment-Bereich ist die Thesaurierung ein großes Thema. Die Idee, Gewinne oder auch Erträge nicht auszuzahlen, sondern direkt zu reinvestieren, ist dabei nicht neu.

Ziel ist es immer, eine schnelle Mehrung des Vermögens zu erreichen. Für Anleger ist diese Idee in erster Linie im Zusammenhang mit Fonds, ETFs und Geldanlagen interessant.

Bist du auf der Suche nach einer Möglichkeit, eine langfristige Geldanlage in Anspruch zu nehmen und dich nicht weiter darum kümmern zu müssen, was mit den Ausschüttungen passiert, ist die Thesaurierung für dich möglicherweise die Lösung.

Dennoch ist zu erwähnen, dass die Entscheidung für einen thesaurierenden Fonds nicht bedeutet, sich gar nicht mehr mit Wertentwicklungen beschäftigen zu müssen.

Die Vorteile bei der Thesaurierung sind vielseitig, dennoch solltest du die Nachteile ebenfalls im Auge behalten. Vor allem in Bezug auf die Diversifikation bei den Investments kommt Kritik auf.

Da Experten empfehlen, dein Vermögen und Kapital möglichst breit zu streuen, um kleine Verluste ausgleichen zu können, ist Diversifikation ein Aspekt, den du einbeziehen solltest, wenn du dich rein für thesaurierende Geldanlagen entscheidest.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.bergfuerst.com/ratgeber/sparplan

[2| https://www.focus.de/finanzen/boerse/lexikon/boersenlexikon-thesaurierende-fonds_id_10255417.html

[3] https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/thesaurierende-fonds/

[4] https://www.finanzen.net/lexikon/boersenlexikon/thesaurierung

[5] https://www.gevestor.de/details/thesaurierung-von-investmentertragen-in-deutschland-655241.html

[6] https://www.finanzwesir.com/blog/thesaurierend-detail

[7] https://www.verivox.de/geldanlage/themen/thesaurierung/

[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Thesaurierung

[9] https://exporo.de/wiki/thesaurierung/

[10] https://www.biallo.de/aktienfonds/news/thesaurierende-und-ausschuettende-fonds-im-vergleich/#

Bildquelle: 123rf.com / olegdudko

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